F°LAB —
FESTIVAL FOR PERFORMING ARTS
30.06.–3.7.2022

Das Frankfurt LAB ist ein Ort der Begegnung zwischen künstlerischen Genres, etablierten und jungen Künstler:innen, Zuschauer:innen und Produzent:innen. Beim F°LAB Festival gibt es an vier Tagen ein dichtes interdisziplinäres Programm zu entdecken, das die ganze Bandbreite des künstlerischen Forschens und Schaffens am Frankfurt LAB erfahrbar macht. Gemeinsam mit den LAB-Partnerinstitutionen, aber auch in bislang unerprobten Konstellationen und nicht-alltäglichen Kooperationen schaffen Künstler:innen aller Sparten eine Plattform der Wiederbegegnung, von Produktionen auf der großen Bühne bis zu partizipativen Aktionen im Stadtraum. Darüber hinaus gibt es Installationen, Workshops, leckeres Essen, Drinks und musikalische Live-Acts. Jede:r ist willkommen – zum Kunst-Schauen, Diskutieren, Genießen, Mitmachen oder Rumhängen – das F°LAB ist von Vielen für Viele!

Karten für die Warm-up Vorstellungen von TRACES und die Konzerte im bett können bereits erworben werden. Der Vorverkauf für alle anderen Vorstellungen startet am 1.6.2022.

nächste Veranstaltung — 29.06.2022
30.6. — 3.7.2022
Programm
5.6
So, 16:00 Uhr
Online
Eintritt frei
Dauer: ca. 30 Min.
keine Pause
Musik, Performance, Gespräch
Festival Warm-up: TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS: AFTERNOON TEA & KAFFEE UND KUCHEN
Trennungssongs of Togetherness von Tedious Work

Dies ist eine herzliche Einladung, sich an den vier Sonntagen im Juni um 16 Uhr (3pm UK time) zum Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen für eine halbe Stunde online dazuzuschalten. 

Die experimentelle Pop-Band Tedious Work, lädt sich zum Kaffeekränzchen bei euch zu Hause ein. Tedious Work sind Paul Norman, Leander Ripchinsky und alle, die sich dazuschalten. Hier entsteht partizipative Musik auch für unmusikalische Menschen, die sich vor Mitmach-Theater gruseln und skeptisch sind, noch mehr Zeit am Rechner zu verbringen. Macht euch einen Tee oder einen Kaffee, bringt euch vielleicht ein Stück Kuchen mit, dann lässt es sich hier gut für eine halbe Stunde miteinander allein sein.

Welche Zustände des Zusammen-Seins kann es geben? Wie können wir, räumlich getrennt durch unsere digitalen Geräte, Erfahrungen der Verbundenheit machen? Wie machen wir eine Performance über Menschen online ohne über Menschen online zu sprechen?

Eine Session von  Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen ist aufgebaut wie ein Konzert, konzipiert für verschiedene Zu-Hauses. Paul & Leander bringen eine Setlist mit für diesen Anlass geschriebenen Songs mit. Song für Song wird eine neue Einladung ausgesprochen und dann gemeinsam jeweils ein anderes kurzes performatives Experiment durchgeführt.

Für den Song Bad Connection werden alle Teilnehmenden gebeten, ihre Kamera zu der Stelle im Haus zu gehen, an der sie die schlechteste Verbindung haben. Von dort werden wir versuchen über diese besonderen Orte zu berichten. Wer vorher eine Email an tediouswork@liebt-dich.de sendet, dem kann außerdem ein präpariertes Instrument für ein Konzert geliefert werden. Beim Song Spicken ist erlaubt formiert sich dann zum Beispiel ein stumm geschaltetes Flötenorchester, welches daran arbeitet über Abgucken die gleichen Töne zu treffen. Für I’m sorry we have to start again werden vorbereitete Mini-Keyboards per Radkurier in Frankfurter Wohnzimmer geliefert. Sonntags ab 16 Uhr werden dann kollektive Melodien gewürfelt und gemeinsam alle sechs Töne aufgeführt. Aber obwohl die Online – Konzerte auf Partizipation hin komponiert sind, kannst du dich immer noch auch zurücklehnen und einfach deinen Afternoon Tea and Kaffe und Kuchen genießen.

Möglichkeiten mitzumachen unter: tediouswork@liebt-dich.de

Kostenloser Zugang zu den Online-Performances (Kamera, Ton und Mikrofon empfohlen) unter: https://flabfestival.com

Am Samstag, den 2.7. findet ein live-Konzert der Trennungssongs of Togetherness statt. Alle Informationen dazu finden sich hier.


Cast & Credits

Tedious Work wähnen sich eine Band inmitten einer Welttournee. Sie stellen sich vor, dass sie es langsam leid sind, ihr Debütalbum TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS für eine Person nach der anderen zu spielen.

Die unausweichliche Verschiebung ist in vollem Gange. Zuschauer:innen erleben live mit, wie sie ihr bestehendes Repertoire aktualisieren, ihm neues Leben einzuhauchen suchen und heimlich neue Songs einschmuggeln, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen.

Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; der Hänger im zweiten Jahr, das Waten durch die Düsternis bis ein neues Album unweigerlich gespielt werden wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Tedious Work laden Euch ein, dieselbe Welt auf dieselbe Weise anzusehen, und gleichzeitig etwas ganz anderes zu sehen.

Tedious Work, das seid ihr und Paul Norman und Leander Ripchinsky.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

Biographien

Tedious Work, das bist Du, das seid ihr … und Paul Norman & Leander Ripchinsky.

Tedious Work glauben, eine Band inmitten einer Welttournee zu sein, die es langsam leid ist, ihr Debütalbum „Afternoon Tea & Kaffee und Kuchen“ für eine Person nach der anderen zu spielen. Also aktualisieren sie ihr bestehendes Repertoire, hauchen ihm neues Leben ein und schmuggeln heimlich neue Songs ein, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen. Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; am Ende der Durststrecke des zweiten Jahres – bis das neue Album endlich gespielt wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

12.6
So, 16:00 Uhr
Online
Eintritt frei
Dauer: ca. 30 Min.
keine Pause
Musik, Performance, Gespräch
Festival Warm-up: TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS: AFTERNOON TEA & KAFFEE UND KUCHEN
Trennungssongs of Togetherness von Tedious Work

Dies ist eine herzliche Einladung, sich an den vier Sonntagen im Juni um 16 Uhr (3pm UK time) zum Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen für eine halbe Stunde online dazuzuschalten. 

Die experimentelle Pop-Band Tedious Work, lädt sich zum Kaffeekränzchen bei euch zu Hause ein. Tedious Work sind Paul Norman, Leander Ripchinsky und alle, die sich dazuschalten. Hier entsteht partizipative Musik auch für unmusikalische Menschen, die sich vor Mitmach-Theater gruseln und skeptisch sind, noch mehr Zeit am Rechner zu verbringen. Macht euch einen Tee oder einen Kaffee, bringt euch vielleicht ein Stück Kuchen mit, dann lässt es sich hier gut für eine halbe Stunde miteinander allein sein.

Welche Zustände des Zusammen-Seins kann es geben? Wie können wir, räumlich getrennt durch unsere digitalen Geräte, Erfahrungen der Verbundenheit machen? Wie machen wir eine Performance über Menschen online ohne über Menschen online zu sprechen?

Eine Session von  Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen ist aufgebaut wie ein Konzert, konzipiert für verschiedene Zu-Hauses. Paul & Leander bringen eine Setlist mit für diesen Anlass geschriebenen Songs mit. Song für Song wird eine neue Einladung ausgesprochen und dann gemeinsam jeweils ein anderes kurzes performatives Experiment durchgeführt.

Für den Song Bad Connection werden alle Teilnehmenden gebeten, ihre Kamera zu der Stelle im Haus zu gehen, an der sie die schlechteste Verbindung haben. Von dort werden wir versuchen über diese besonderen Orte zu berichten. Wer vorher eine Email an tediouswork@liebt-dich.de sendet, dem kann außerdem ein präpariertes Instrument für ein Konzert geliefert werden. Beim Song Spicken ist erlaubt formiert sich dann zum Beispiel ein stumm geschaltetes Flötenorchester, welches daran arbeitet über Abgucken die gleichen Töne zu treffen. Für I’m sorry we have to start again werden vorbereitete Mini-Keyboards per Radkurier in Frankfurter Wohnzimmer geliefert. Sonntags ab 16 Uhr werden dann kollektive Melodien gewürfelt und gemeinsam alle sechs Töne aufgeführt. Aber obwohl die Online – Konzerte auf Partizipation hin komponiert sind, kannst du dich immer noch auch zurücklehnen und einfach deinen Afternoon Tea and Kaffe und Kuchen genießen.

Möglichkeiten mitzumachen unter: tediouswork@liebt-dich.de

Kostenloser Zugang zu den Online-Performances (Kamera, Ton und Mikrofon empfohlen) unter: https://flabfestival.com

Am Samstag, den 2.7. findet ein live-Konzert der Trennungssongs of Togetherness statt. Alle Informationen dazu finden sich here.


Cast & Credits

Tedious Work wähnen sich eine Band inmitten einer Welttournee. Sie stellen sich vor, dass sie es langsam leid sind, ihr Debütalbum TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS für eine Person nach der anderen zu spielen.

Die unausweichliche Verschiebung ist in vollem Gange. Zuschauer:innen erleben live mit, wie sie ihr bestehendes Repertoire aktualisieren, ihm neues Leben einzuhauchen suchen und heimlich neue Songs einschmuggeln, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen.

Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; der Hänger im zweiten Jahr, das Waten durch die Düsternis bis ein neues Album unweigerlich gespielt werden wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Tedious Work laden Euch ein, dieselbe Welt auf dieselbe Weise anzusehen, und gleichzeitig etwas ganz anderes zu sehen.

Tedious Work, das seid ihr und Paul Norman und Leander Ripchinsky.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

Biographien

Tedious Work, das bist Du, das seid ihr … und Paul Norman & Leander Ripchinsky.

Tedious Work glauben, eine Band inmitten einer Welttournee zu sein, die es langsam leid ist, ihr Debütalbum „Afternoon Tea & Kaffee und Kuchen“ für eine Person nach der anderen zu spielen. Also aktualisieren sie ihr bestehendes Repertoire, hauchen ihm neues Leben ein und schmuggeln heimlich neue Songs ein, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen. Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; am Ende der Durststrecke des zweiten Jahres – bis das neue Album endlich gespielt wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

19.6
So, 16:00 Uhr
Online
Eintritt frei
Dauer: ca. 30 Min.
keine Pause
Musik, Performance, Gespräch
Festival Warm-up: TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS: AFTERNOON TEA & KAFFEE UND KUCHEN
Trennungssongs of Togetherness von Tedious Work

Dies ist eine herzliche Einladung, sich an den vier Sonntagen im Juni um 16 Uhr (3pm UK time) zum Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen für eine halbe Stunde online dazuzuschalten. 

Die experimentelle Pop-Band Tedious Work, lädt sich zum Kaffeekränzchen bei euch zu Hause ein. Tedious Work sind Paul Norman, Leander Ripchinsky und alle, die sich dazuschalten. Hier entsteht partizipative Musik auch für unmusikalische Menschen, die sich vor Mitmach-Theater gruseln und skeptisch sind, noch mehr Zeit am Rechner zu verbringen. Macht euch einen Tee oder einen Kaffee, bringt euch vielleicht ein Stück Kuchen mit, dann lässt es sich hier gut für eine halbe Stunde miteinander allein sein.

Welche Zustände des Zusammen-Seins kann es geben? Wie können wir, räumlich getrennt durch unsere digitalen Geräte, Erfahrungen der Verbundenheit machen? Wie machen wir eine Performance über Menschen online ohne über Menschen online zu sprechen?

Eine Session von  Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen ist aufgebaut wie ein Konzert, konzipiert für verschiedene Zu-Hauses. Paul & Leander bringen eine Setlist mit für diesen Anlass geschriebenen Songs mit. Song für Song wird eine neue Einladung ausgesprochen und dann gemeinsam jeweils ein anderes kurzes performatives Experiment durchgeführt.

Für den Song Bad Connection werden alle Teilnehmenden gebeten, ihre Kamera zu der Stelle im Haus zu gehen, an der sie die schlechteste Verbindung haben. Von dort werden wir versuchen über diese besonderen Orte zu berichten. Wer vorher eine Email an tediouswork@liebt-dich.de sendet, dem kann außerdem ein präpariertes Instrument für ein Konzert geliefert werden. Beim Song Spicken ist erlaubt formiert sich dann zum Beispiel ein stumm geschaltetes Flötenorchester, welches daran arbeitet über Abgucken die gleichen Töne zu treffen. Für I’m sorry we have to start again werden vorbereitete Mini-Keyboards per Radkurier in Frankfurter Wohnzimmer geliefert. Sonntags ab 16 Uhr werden dann kollektive Melodien gewürfelt und gemeinsam alle sechs Töne aufgeführt. Aber obwohl die Online – Konzerte auf Partizipation hin komponiert sind, kannst du dich immer noch auch zurücklehnen und einfach deinen Afternoon Tea and Kaffe und Kuchen genießen.

Möglichkeiten mitzumachen unter: tediouswork@liebt-dich.de

Kostenloser Zugang zu den Online-Performances (Kamera, Ton und Mikrofon empfohlen) unter: https://flabfestival.com

Am Samstag, den 2.7. findet ein live-Konzert der Trennungssongs of Togetherness statt. Alle Informationen dazu finden sich hier.


Cast & Credits

Tedious Work wähnen sich eine Band inmitten einer Welttournee. Sie stellen sich vor, dass sie es langsam leid sind, ihr Debütalbum TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS für eine Person nach der anderen zu spielen.

Die unausweichliche Verschiebung ist in vollem Gange. Zuschauer:innen erleben live mit, wie sie ihr bestehendes Repertoire aktualisieren, ihm neues Leben einzuhauchen suchen und heimlich neue Songs einschmuggeln, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen.

Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; der Hänger im zweiten Jahr, das Waten durch die Düsternis bis ein neues Album unweigerlich gespielt werden wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Tedious Work laden Euch ein, dieselbe Welt auf dieselbe Weise anzusehen, und gleichzeitig etwas ganz anderes zu sehen.

Tedious Work, das seid ihr und Paul Norman und Leander Ripchinsky.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

Biographien

Tedious Work, das bist Du, das seid ihr … und Paul Norman & Leander Ripchinsky.

Tedious Work glauben, eine Band inmitten einer Welttournee zu sein, die es langsam leid ist, ihr Debütalbum „Afternoon Tea & Kaffee und Kuchen“ für eine Person nach der anderen zu spielen. Also aktualisieren sie ihr bestehendes Repertoire, hauchen ihm neues Leben ein und schmuggeln heimlich neue Songs ein, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen. Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; am Ende der Durststrecke des zweiten Jahres – bis das neue Album endlich gespielt wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

25.6
Sa, 20:00 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 1
Solidarisches Preissystem:
8 / 13 / 26 / 40 EUR
Dauer: ca. 60 Min.
keine Pause
Tanz, Performance, Installation
Festival Warm-up: TRACES
Performance-Installation von Tänzer:innen der Dresden Frankfurt Dance Company

Unter dem Titel TRACES gehen die fünf Ensemblemitglieder Felix Berning, Kevin Beyer, Anne Jung, Michael Ostenrath und Sam Young-Wright auf Spurensuche und verbinden bisherige tänzerische Einflüsse, die gegenwärtige choreografische Forschung unter Jacopo Godani und ihre eigenen choreografischen Handschriften zu einer kollaborativen Arbeit. Die daraus entstehende Performance-Installation gleicht einem Palimpsest – Ideen werden eingebracht, durch andere ergänzt und wieder durch neue überschrieben. Die bleibenden Spuren aus Vergangenheit und Gegenwart mischen sich mit den Ideen der jungen Choreograf:innen zu einem vibrierenden, experimentellen Stück.


© Dominik Mentzos
Cast & Credits

Konzept/Bühne/Kostüm/Licht: Felix Berning, Kevin Beyer, Anne Jung, Michael Ostenrath, Sam Young- Wright; In Zusammenarbeit mit: Jochen Goepfert, Dietrich Krüger, Dorothee Merg, Ulf Naumann, Martin Weinheimer

Musik: Krzysztof Penderecki: Auszüge aus Sinfonietta per archi; Terry Riley: III. The Gift und IV. The Ecstasy aus Salome Dances for Peace; György Ligeti: Konzert für Violoncello und Orchester

Tänzer:innen: Todd Baker, Felix Berning, Kevin Beyer, Roberta Inghilterra, Anne Jung, Barbora Kubátová, Clay Koonar, Amanda Lana, Zoe Lenzi Allaria, Allison McGuire, Gjergji Meshaj, Alessandra Miotti, Gaizka Morales Richard, David Leonidas Thiel, Tars Vandebeek, Sam Young-Wright

Uraufführung: 14.9.2021 im Sommerbau, Offenbach

Biographien

Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ein Ensemble für zeitgenössisches Ballett auf höchstem Niveau unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Jacopo Godani. Die Company entwickelt, präsentiert und vermittelt Tanz mit dem Ziel, Menschen zu verbinden, zu inspirieren und für Tanz zu begeistern. Sie ist an ihren beiden Residenzspielorten in Dresden und Frankfurt am Main zu Hause und geht als international gefragtes Ensemble auf Gastspielreisen.

Der unverwechselbare Stil der Dresden Frankfurt Dance Company verbindet auf einzigartige Weise traditionelles Erbe und zeitgenössisches Denken. Das Repertoire besteht maßgeblich aus Choreografien von Jacopo Godani, aber auch renommierte Gastchoreografen wie Marco Goecke und Rafael Bonachela kreieren regelmäßig für die Company. Meilensteine des zeitgenössischen Balletts wie von William Forsythe werden ebenfalls gepflegt und aufgeführt.

Der international renommierte Choreograf Jacopo Godani stammt aus dem italienischen La Spezia, wo er klassisches Ballett und moderne Tanztechniken studierte. Außerdem widmete er sich dem Studium der Bildenden Kunst in Carrara und setzte seine Ausbildung an Maurice Béjarts École Mudra in Brüssel fort. Sein professionelles Debüt gab Godani 1988 in Paris. Mit der Gründung einer eigenen Kompanie in Brüssel begann er 1990 seine Laufbahn als Choreograf. Von 1991 bis 2000 war er führender Solist bei William Forsythes Ballett Frankfurt und arbeitete dort mit Forsythe bei der choreografischen Kreation vieler wichtiger Stücke zusammen. Godani hat Werke für eine Vielzahl internationaler Kompanien choreografiert, darunter das Royal Ballet Covent Garden, das Bayerische Staatsballett, die Compañía Nacional de Danza, das Nederlands Dans Theater, das Ballet du Capitole de Toulouse, das Semperoper Ballett und die Sydney Dance Company. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Jacopo Godani Künstlerischer Direktor und Choreograf der Dresden Frankfurt Dance Company.

Godani schreibt auch Texte, entwirft Kostüme, entwickelt innovative Wege für den Einsatz von Licht, Video und Projektionen und kreiert oder bearbeitet Musik für einige seiner Stücke.

Felix Berning wurde in Datteln geboren. Er begann mit seiner Tanzausbildung am Gymnasium Essen-Werden und setzte diese 2014 mit seinem Studium an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden fort. Dort intensivierte Felix Berning die Arbeit an klassischen, modernen und improvisatorischen Tanztechniken. Während dieser Zeit war er unter anderem in Choreografien von Jirí Kylián, Andreas Heise oder Felix Landerer zu sehen. In 2017 schloss er das Studium ab und erwarb den Bachelor of Arts in Tanz. Seit August 2016 ist er Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Kevin Beyer wurde in Greifswald geboren. Er begann seine Tanzausbildung mit Standard und Lateinamerikanischem Tanz, bis er sein Interesse für das Musical entdeckte. Nach dem Umzug nach Hamburg entdeckte er seine Passion für den zeitgenössischen Tanz und begann Ballettunterricht bei Víctor Mateos zu nehmen. 2020 schloss er sein Bachelor Studium für Tanz an der Codarts Hogeschool voor de Kunsten in Rotterdam ab. Hier tanzte er unter anderem in Choreografien von Marco Goecke, Hofesh Shechter, Cayetano Soto und Jiří Kylián. Kevin Beyer ist seit August 2019 Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Anne Jung wurde in Groß-Umstadt geboren. Sie begann im Kindesalter mit Rhythmischer Sportgymnastik und nahm im Laufe ihrer Karriere an Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen teil. Ihre Tanzausbildung erhielt sie später an der Musikhochschule Köln. Durch ein Stipendium der Kunststiftung NRW kam sie zum ballettmainz und war dort unter der Leitung von Pascal Touzeau von 2009 bis 2013 Ensemblemitglied. Neben Touzeau arbeitete sie mit Jacopo Godani, Georg Reischl und Didy Veldman. Im Januar 2014 wechselte sie zum Nederlands Dans Theater 1 und tanzte in Werken von Marco Goecke, Paul Lightfoot, Sol León, Jiří Kylián, Medhi Walerski, Mats Ek und Franck Chartier. Seit Anfang 2017 ist sie Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Michael Ostenrath wurde in Aachen geboren. Er begann sein Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen und wechselte nach dem ersten Jahr im Bachelorprogramm an die Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Dort schloss er das Studium 2016 ab und erwarb den Bachelor of Arts in Tanz. Michael Ostenrath absolvierte Workshops in William Forsythes Improvisationstechniken, in Ohad Naharins Gaga-Technik und mit Russell Maliphant. Während seines Studiums tanzte er in Werken von Ihsan Rustem, Ohad Naharin und Katharina Christl. Von 2016 bis 2021 war er Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Sam Young-Wright wurde in Canberra, Australien geboren und begann seine Tanzausbildung bei der Ql2 Youth Dance Company, Fresh Funk und der National Capital Ballet School. Seinen Abschluss machte er an der Western Australian Academy of Performing Arts und der Sydney Dance Company. Im Anschluss tanzte er bei der Sydney Dance Company unter anderem in Werken von Rafael Bonachela, William Forsythe, Alexander Ekman, Cheng Tsung-Lung, Andonis Foniadakis, Gideon Obarzanek, Gabrielle Nankivell und Melanie Lane. 2014 tanzte er als Stipendiat beim Nederlands Dans Theater Summer Intensive in Werken von Marco Goecke, Crystal Pite, Sol León und Paul Lightfoot. Seit Januar 2018 gehört Sam Young-Wright zur Dresden Frankfurt Dance Company.

26.6
So, 16:00 Uhr
Online
Eintritt frei
Dauer: ca. 30 Min.
keine Pause
Musik, Performance, Gespräch
Festival Warm-up: TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS: AFTERNOON TEA & KAFFEE UND KUCHEN
Trennungssongs of Togetherness von Tedious Work

Dies ist eine herzliche Einladung, sich an den vier Sonntagen im Juni um 16 Uhr (3pm UK time) zum Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen für eine halbe Stunde online dazuzuschalten. 

Die experimentelle Pop-Band Tedious Work, lädt sich zum Kaffeekränzchen bei euch zu Hause ein. Tedious Work sind Paul Norman, Leander Ripchinsky und alle, die sich dazuschalten. Hier entsteht partizipative Musik auch für unmusikalische Menschen, die sich vor Mitmach-Theater gruseln und skeptisch sind, noch mehr Zeit am Rechner zu verbringen. Macht euch einen Tee oder einen Kaffee, bringt euch vielleicht ein Stück Kuchen mit, dann lässt es sich hier gut für eine halbe Stunde miteinander allein sein.

Welche Zustände des Zusammen-Seins kann es geben? Wie können wir, räumlich getrennt durch unsere digitalen Geräte, Erfahrungen der Verbundenheit machen? Wie machen wir eine Performance über Menschen online ohne über Menschen online zu sprechen?

Eine Session von  Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen ist aufgebaut wie ein Konzert, konzipiert für verschiedene Zu-Hauses. Paul & Leander bringen eine Setlist mit für diesen Anlass geschriebenen Songs mit. Song für Song wird eine neue Einladung ausgesprochen und dann gemeinsam jeweils ein anderes kurzes performatives Experiment durchgeführt.

Für den Song Bad Connection werden alle Teilnehmenden gebeten, ihre Kamera zu der Stelle im Haus zu gehen, an der sie die schlechteste Verbindung haben. Von dort werden wir versuchen über diese besonderen Orte zu berichten. Wer vorher eine Email an tediouswork@liebt-dich.de sendet, dem kann außerdem ein präpariertes Instrument für ein Konzert geliefert werden. Beim Song Spicken ist erlaubt formiert sich dann zum Beispiel ein stumm geschaltetes Flötenorchester, welches daran arbeitet über Abgucken die gleichen Töne zu treffen. Für I’m sorry we have to start again werden vorbereitete Mini-Keyboards per Radkurier in Frankfurter Wohnzimmer geliefert. Sonntags ab 16 Uhr werden dann kollektive Melodien gewürfelt und gemeinsam alle sechs Töne aufgeführt. Aber obwohl die Online – Konzerte auf Partizipation hin komponiert sind, kannst du dich immer noch auch zurücklehnen und einfach deinen Afternoon Tea and Kaffe und Kuchen genießen.

Möglichkeiten mitzumachen unter: tediouswork@liebt-dich.de

Kostenloser Zugang zu den Online-Performances (Kamera, Ton und Mikrofon empfohlen) unter: https://flabfestival.com

Am Samstag, den 2.7. findet ein live-Konzert der Trennungssongs of Togetherness statt. Alle Informationen dazu finden sich hier.


Cast & Credits

Tedious Work wähnen sich eine Band inmitten einer Welttournee. Sie stellen sich vor, dass sie es langsam leid sind, ihr Debütalbum TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS für eine Person nach der anderen zu spielen.

Die unausweichliche Verschiebung ist in vollem Gange. Zuschauer:innen erleben live mit, wie sie ihr bestehendes Repertoire aktualisieren, ihm neues Leben einzuhauchen suchen und heimlich neue Songs einschmuggeln, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen.

Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; der Hänger im zweiten Jahr, das Waten durch die Düsternis bis ein neues Album unweigerlich gespielt werden wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Tedious Work laden Euch ein, dieselbe Welt auf dieselbe Weise anzusehen, und gleichzeitig etwas ganz anderes zu sehen.

Tedious Work, das seid ihr und Paul Norman und Leander Ripchinsky.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

Biographien

Tedious Work, das bist Du, das seid ihr … und Paul Norman & Leander Ripchinsky.

Tedious Work glauben, eine Band inmitten einer Welttournee zu sein, die es langsam leid ist, ihr Debütalbum „Afternoon Tea & Kaffee und Kuchen“ für eine Person nach der anderen zu spielen. Also aktualisieren sie ihr bestehendes Repertoire, hauchen ihm neues Leben ein und schmuggeln heimlich neue Songs ein, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen. Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; am Ende der Durststrecke des zweiten Jahres – bis das neue Album endlich gespielt wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

26.6
So, 20:00 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 1
Solidarisches Preissystem:
8 / 13 / 26 / 40 EUR
Dauer: ca. 60 Min.
keine Pause
Tanz, Performance, Installation
Festival Warm-up: TRACES
Performance-Installation von Tänzer:innen der Dresden Frankfurt Dance Company

Unter dem Titel TRACES gehen die fünf Ensemblemitglieder Felix Berning, Kevin Beyer, Anne Jung, Michael Ostenrath und Sam Young-Wright auf Spurensuche und verbinden bisherige tänzerische Einflüsse, die gegenwärtige choreografische Forschung unter Jacopo Godani und ihre eigenen choreografischen Handschriften zu einer kollaborativen Arbeit. Die daraus entstehende Performance-Installation gleicht einem Palimpsest – Ideen werden eingebracht, durch andere ergänzt und wieder durch neue überschrieben. Die bleibenden Spuren aus Vergangenheit und Gegenwart mischen sich mit den Ideen der jungen Choreograf:innen zu einem vibrierenden, experimentellen Stück.


© Dominik Mentzos
Cast & Credits

Konzept/Bühne/Kostüm/Licht: Felix Berning, Kevin Beyer, Anne Jung, Michael Ostenrath, Sam Young- Wright; In Zusammenarbeit mit: Jochen Goepfert, Dietrich Krüger, Dorothee Merg, Ulf Naumann, Martin Weinheimer

Musik: Krzysztof Penderecki: Auszüge aus Sinfonietta per archi; Terry Riley: III. The Gift und IV. The Ecstasy aus Salome Dances for Peace; György Ligeti: Konzert für Violoncello und Orchester

Tänzer:innen: Todd Baker, Felix Berning, Kevin Beyer, Roberta Inghilterra, Anne Jung, Barbora Kubátová, Clay Koonar, Amanda Lana, Zoe Lenzi Allaria, Allison McGuire, Gjergji Meshaj, Alessandra Miotti, Gaizka Morales Richard, David Leonidas Thiel, Tars Vandebeek, Sam Young-Wright

Uraufführung: 14.9.2021 im Sommerbau, Offenbach

Biographien

Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ein Ensemble für zeitgenössisches Ballett auf höchstem Niveau unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Jacopo Godani. Die Company entwickelt, präsentiert und vermittelt Tanz mit dem Ziel, Menschen zu verbinden, zu inspirieren und für Tanz zu begeistern. Sie ist an ihren beiden Residenzspielorten in Dresden und Frankfurt am Main zu Hause und geht als international gefragtes Ensemble auf Gastspielreisen.

Der unverwechselbare Stil der Dresden Frankfurt Dance Company verbindet auf einzigartige Weise traditionelles Erbe und zeitgenössisches Denken. Das Repertoire besteht maßgeblich aus Choreografien von Jacopo Godani, aber auch renommierte Gastchoreografen wie Marco Goecke und Rafael Bonachela kreieren regelmäßig für die Company. Meilensteine des zeitgenössischen Balletts wie von William Forsythe werden ebenfalls gepflegt und aufgeführt.

Der international renommierte Choreograf Jacopo Godani stammt aus dem italienischen La Spezia, wo er klassisches Ballett und moderne Tanztechniken studierte. Außerdem widmete er sich dem Studium der Bildenden Kunst in Carrara und setzte seine Ausbildung an Maurice Béjarts École Mudra in Brüssel fort. Sein professionelles Debüt gab Godani 1988 in Paris. Mit der Gründung einer eigenen Kompanie in Brüssel begann er 1990 seine Laufbahn als Choreograf. Von 1991 bis 2000 war er führender Solist bei William Forsythes Ballett Frankfurt und arbeitete dort mit Forsythe bei der choreografischen Kreation vieler wichtiger Stücke zusammen. Godani hat Werke für eine Vielzahl internationaler Kompanien choreografiert, darunter das Royal Ballet Covent Garden, das Bayerische Staatsballett, die Compañía Nacional de Danza, das Nederlands Dans Theater, das Ballet du Capitole de Toulouse, das Semperoper Ballett und die Sydney Dance Company. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Jacopo Godani Künstlerischer Direktor und Choreograf der Dresden Frankfurt Dance Company.

Godani schreibt auch Texte, entwirft Kostüme, entwickelt innovative Wege für den Einsatz von Licht, Video und Projektionen und kreiert oder bearbeitet Musik für einige seiner Stücke.

Felix Berning wurde in Datteln geboren. Er begann mit seiner Tanzausbildung am Gymnasium Essen-Werden und setzte diese 2014 mit seinem Studium an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden fort. Dort intensivierte Felix Berning die Arbeit an klassischen, modernen und improvisatorischen Tanztechniken. Während dieser Zeit war er unter anderem in Choreografien von Jirí Kylián, Andreas Heise oder Felix Landerer zu sehen. In 2017 schloss er das Studium ab und erwarb den Bachelor of Arts in Tanz. Seit August 2016 ist er Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Kevin Beyer wurde in Greifswald geboren. Er begann seine Tanzausbildung mit Standard und Lateinamerikanischem Tanz, bis er sein Interesse für das Musical entdeckte. Nach dem Umzug nach Hamburg entdeckte er seine Passion für den zeitgenössischen Tanz und begann Ballettunterricht bei Víctor Mateos zu nehmen. 2020 schloss er sein Bachelor Studium für Tanz an der Codarts Hogeschool voor de Kunsten in Rotterdam ab. Hier tanzte er unter anderem in Choreografien von Marco Goecke, Hofesh Shechter, Cayetano Soto und Jiří Kylián. Kevin Beyer ist seit August 2019 Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Anne Jung wurde in Groß-Umstadt geboren. Sie begann im Kindesalter mit Rhythmischer Sportgymnastik und nahm im Laufe ihrer Karriere an Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen teil. Ihre Tanzausbildung erhielt sie später an der Musikhochschule Köln. Durch ein Stipendium der Kunststiftung NRW kam sie zum ballettmainz und war dort unter der Leitung von Pascal Touzeau von 2009 bis 2013 Ensemblemitglied. Neben Touzeau arbeitete sie mit Jacopo Godani, Georg Reischl und Didy Veldman. Im Januar 2014 wechselte sie zum Nederlands Dans Theater 1 und tanzte in Werken von Marco Goecke, Paul Lightfoot, Sol León, Jiří Kylián, Medhi Walerski, Mats Ek und Franck Chartier. Seit Anfang 2017 ist sie Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Michael Ostenrath wurde in Aachen geboren. Er begann sein Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen und wechselte nach dem ersten Jahr im Bachelorprogramm an die Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Dort schloss er das Studium 2016 ab und erwarb den Bachelor of Arts in Tanz. Michael Ostenrath absolvierte Workshops in William Forsythes Improvisationstechniken, in Ohad Naharins Gaga-Technik und mit Russell Maliphant. Während seines Studiums tanzte er in Werken von Ihsan Rustem, Ohad Naharin und Katharina Christl. Von 2016 bis 2021 war er Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Sam Young-Wright wurde in Canberra, Australien geboren und begann seine Tanzausbildung bei der Ql2 Youth Dance Company, Fresh Funk und der National Capital Ballet School. Seinen Abschluss machte er an der Western Australian Academy of Performing Arts und der Sydney Dance Company. Im Anschluss tanzte er bei der Sydney Dance Company unter anderem in Werken von Rafael Bonachela, William Forsythe, Alexander Ekman, Cheng Tsung-Lung, Andonis Foniadakis, Gideon Obarzanek, Gabrielle Nankivell und Melanie Lane. 2014 tanzte er als Stipendiat beim Nederlands Dans Theater Summer Intensive in Werken von Marco Goecke, Crystal Pite, Sol León und Paul Lightfoot. Seit Januar 2018 gehört Sam Young-Wright zur Dresden Frankfurt Dance Company.

27.6
Mo, 20:00 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 1
Solidarisches Preissystem:
8 / 13 / 26 / 40 EUR
Dauer: ca. 60 Min.
keine Pause
Tanz, Performance, Installation
Festival Warm-up: TRACES
Performance-Installation von Tänzer:innen der Dresden Frankfurt Dance Company

Unter dem Titel TRACES gehen die fünf Ensemblemitglieder Felix Berning, Kevin Beyer, Anne Jung, Michael Ostenrath und Sam Young-Wright auf Spurensuche und verbinden bisherige tänzerische Einflüsse, die gegenwärtige choreografische Forschung unter Jacopo Godani und ihre eigenen choreografischen Handschriften zu einer kollaborativen Arbeit. Die daraus entstehende Performance-Installation gleicht einem Palimpsest – Ideen werden eingebracht, durch andere ergänzt und wieder durch neue überschrieben. Die bleibenden Spuren aus Vergangenheit und Gegenwart mischen sich mit den Ideen der jungen Choreograf:innen zu einem vibrierenden, experimentellen Stück.


© Dominik Mentzos
Cast & Credits

Konzept/Bühne/Kostüm/Licht: Felix Berning, Kevin Beyer, Anne Jung, Michael Ostenrath, Sam Young- Wright; In Zusammenarbeit mit: Jochen Goepfert, Dietrich Krüger, Dorothee Merg, Ulf Naumann, Martin Weinheimer

Musik: Krzysztof Penderecki: Auszüge aus Sinfonietta per archi; Terry Riley: III. The Gift und IV. The Ecstasy aus Salome Dances for Peace; György Ligeti: Konzert für Violoncello und Orchester

Tänzer:innen: Todd Baker, Felix Berning, Kevin Beyer, Roberta Inghilterra, Anne Jung, Barbora Kubátová, Clay Koonar, Amanda Lana, Zoe Lenzi Allaria, Allison McGuire, Gjergji Meshaj, Alessandra Miotti, Gaizka Morales Richard, David Leonidas Thiel, Tars Vandebeek, Sam Young-Wright

Uraufführung: 14.9.2021 im Sommerbau, Offenbach

Biographien

Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ein Ensemble für zeitgenössisches Ballett auf höchstem Niveau unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Jacopo Godani. Die Company entwickelt, präsentiert und vermittelt Tanz mit dem Ziel, Menschen zu verbinden, zu inspirieren und für Tanz zu begeistern. Sie ist an ihren beiden Residenzspielorten in Dresden und Frankfurt am Main zu Hause und geht als international gefragtes Ensemble auf Gastspielreisen.

Der unverwechselbare Stil der Dresden Frankfurt Dance Company verbindet auf einzigartige Weise traditionelles Erbe und zeitgenössisches Denken. Das Repertoire besteht maßgeblich aus Choreografien von Jacopo Godani, aber auch renommierte Gastchoreografen wie Marco Goecke und Rafael Bonachela kreieren regelmäßig für die Company. Meilensteine des zeitgenössischen Balletts wie von William Forsythe werden ebenfalls gepflegt und aufgeführt.

Der international renommierte Choreograf Jacopo Godani stammt aus dem italienischen La Spezia, wo er klassisches Ballett und moderne Tanztechniken studierte. Außerdem widmete er sich dem Studium der Bildenden Kunst in Carrara und setzte seine Ausbildung an Maurice Béjarts École Mudra in Brüssel fort. Sein professionelles Debüt gab Godani 1988 in Paris. Mit der Gründung einer eigenen Kompanie in Brüssel begann er 1990 seine Laufbahn als Choreograf. Von 1991 bis 2000 war er führender Solist bei William Forsythes Ballett Frankfurt und arbeitete dort mit Forsythe bei der choreografischen Kreation vieler wichtiger Stücke zusammen. Godani hat Werke für eine Vielzahl internationaler Kompanien choreografiert, darunter das Royal Ballet Covent Garden, das Bayerische Staatsballett, die Compañía Nacional de Danza, das Nederlands Dans Theater, das Ballet du Capitole de Toulouse, das Semperoper Ballett und die Sydney Dance Company. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Jacopo Godani Künstlerischer Direktor und Choreograf der Dresden Frankfurt Dance Company.

Godani schreibt auch Texte, entwirft Kostüme, entwickelt innovative Wege für den Einsatz von Licht, Video und Projektionen und kreiert oder bearbeitet Musik für einige seiner Stücke.

Felix Berning wurde in Datteln geboren. Er begann mit seiner Tanzausbildung am Gymnasium Essen-Werden und setzte diese 2014 mit seinem Studium an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden fort. Dort intensivierte Felix Berning die Arbeit an klassischen, modernen und improvisatorischen Tanztechniken. Während dieser Zeit war er unter anderem in Choreografien von Jirí Kylián, Andreas Heise oder Felix Landerer zu sehen. In 2017 schloss er das Studium ab und erwarb den Bachelor of Arts in Tanz. Seit August 2016 ist er Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Kevin Beyer wurde in Greifswald geboren. Er begann seine Tanzausbildung mit Standard und Lateinamerikanischem Tanz, bis er sein Interesse für das Musical entdeckte. Nach dem Umzug nach Hamburg entdeckte er seine Passion für den zeitgenössischen Tanz und begann Ballettunterricht bei Víctor Mateos zu nehmen. 2020 schloss er sein Bachelor Studium für Tanz an der Codarts Hogeschool voor de Kunsten in Rotterdam ab. Hier tanzte er unter anderem in Choreografien von Marco Goecke, Hofesh Shechter, Cayetano Soto und Jiří Kylián. Kevin Beyer ist seit August 2019 Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Anne Jung wurde in Groß-Umstadt geboren. Sie begann im Kindesalter mit Rhythmischer Sportgymnastik und nahm im Laufe ihrer Karriere an Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen teil. Ihre Tanzausbildung erhielt sie später an der Musikhochschule Köln. Durch ein Stipendium der Kunststiftung NRW kam sie zum ballettmainz und war dort unter der Leitung von Pascal Touzeau von 2009 bis 2013 Ensemblemitglied. Neben Touzeau arbeitete sie mit Jacopo Godani, Georg Reischl und Didy Veldman. Im Januar 2014 wechselte sie zum Nederlands Dans Theater 1 und tanzte in Werken von Marco Goecke, Paul Lightfoot, Sol León, Jiří Kylián, Medhi Walerski, Mats Ek und Franck Chartier. Seit Anfang 2017 ist sie Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Michael Ostenrath wurde in Aachen geboren. Er begann sein Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen und wechselte nach dem ersten Jahr im Bachelorprogramm an die Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Dort schloss er das Studium 2016 ab und erwarb den Bachelor of Arts in Tanz. Michael Ostenrath absolvierte Workshops in William Forsythes Improvisationstechniken, in Ohad Naharins Gaga-Technik und mit Russell Maliphant. Während seines Studiums tanzte er in Werken von Ihsan Rustem, Ohad Naharin und Katharina Christl. Von 2016 bis 2021 war er Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Sam Young-Wright wurde in Canberra, Australien geboren und begann seine Tanzausbildung bei der Ql2 Youth Dance Company, Fresh Funk und der National Capital Ballet School. Seinen Abschluss machte er an der Western Australian Academy of Performing Arts und der Sydney Dance Company. Im Anschluss tanzte er bei der Sydney Dance Company unter anderem in Werken von Rafael Bonachela, William Forsythe, Alexander Ekman, Cheng Tsung-Lung, Andonis Foniadakis, Gideon Obarzanek, Gabrielle Nankivell und Melanie Lane. 2014 tanzte er als Stipendiat beim Nederlands Dans Theater Summer Intensive in Werken von Marco Goecke, Crystal Pite, Sol León und Paul Lightfoot. Seit Januar 2018 gehört Sam Young-Wright zur Dresden Frankfurt Dance Company.

30.6
Do, 18:00 Uhr - 21:30 Uhr
Z-Zentrum
Eintritt frei
Dauer: Bitte bringen Sie etwas Zeit mit.
Installation, Forschung
B CH/K RP R LA D HA T
Ausstellung von J.F. Schmidt-Colinet & Li Lorian

Landschaft wird oft verstanden als Szenerie, als Hintergrund für menschliches Handeln. Sie existiert vermeintlich außerhalb von uns, ist einfach da, stumm um uns herum. J.F. Schmidt-Colinet und Li Lorian haben im Rahmen der HTA-Postgraduiertenförderung die Konstruktion von Landschaft und Gender untersucht mittels einer Auseinandersetzung mit Bild- und Buchformaten als performativem Raum. Sie haben performative Vorgänge, sowohl beim Produzieren als auch beim Anschauen und Durchblättern von Bildern und Büchern erforscht und untersucht, wie unterschiedliche Interaktionen queere Les- und Sichtweisen auf Landschaft und Gender eröffnen können.

Die Installation zeigt einen Ausschnitt der künstlerischen Arbeit, die im Rahmen des Forschungsprozesses entstanden ist, und bietet einen Einblick mit mannigfaltigen Ausblicken.


© Li Lorian
Cast & Credits

Ein Projekt von Li Lorian und J. F. Schmidt-Colinet.

Die HTA-Postgraduiertenförderung „Künstlerisches Forschen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Frankfurt LAB und Hessischer Theaterakademie, ermöglicht durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Biographien

J.F. Schmidt-Colinet realisiert in unterschiedlichen Arbeitskonstellationen Performances, arbeitet im Bereich Bühnenbild, Grafikdesign/Illustration und stellt Künstler:innenbücher her. Ein besonderes Interesse von ihm liegt dabei in Prozessen der Verräumlichung und kreativen Erzählweisen mit Bildern und Objekten. Zuletzt waren Schmidt-Colinets Arbeiten unter anderm zu sehen am Künstlerhaus Mousonturm (Bühnenbild für IM INTERNET GIBT ES KEINE MÄDCHEN/zaungäste, 2021), Studio Naxos (NEIN, EINFACH NEIN, 2021), Nationaltheater Mannheim (Illustration/Grafikdesign für SCHILLERNDE AUSSICHTEN/zaungäste, 2021) und am Stadttheater Gießen (morbus helveticus, 2019). Im Wintersemester 2021/22 hatte J.F. Schmidt-Colinet einen Lehrauftrag am Institut für Angewandte Theaterwissfenschaft an der JLU Gießen (praktischer Kurs: „Grundlagen Bühnenbild“). J. F. Schmidt-Colinet absolvierte das gestalterische Propädeutikum an der Zürcher Hochschule der Künste, studierte Bühnenbild an der UdK Berlin und Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Univerisität Gießen sowie Illustration:Authorial Practice im Rahmen eines Auslandsaufenthalts an der Falmouth University in England.

Li Lorian, geboren in Haifa, ist eine interdisziplinäre Künslerin aus Jerusalem. Sie beschäftigt sich künstlerisch mit der Recherche von visueller Sprache und neuen Performancepraktiken und interessiert sich dafür, wie dokumentarisches Material in künstlerisches Material übersetzt werden können. Sie war Residenzkünstlerin am Mamuta Art and Media Center in Jerusalem (2012), im Schloss Bröllin (2015), beim Arad Art and Architecture Residency Program (2015), in der Akademie Schloss Solitude (2016, 2017) – wo sie das Stück EXODUS entwickelte, dass zu den Berliner Festspielen / Theatertreffen Stückemarkt (2018) eingeladen wurde. Sie beteiligte sich an Rechercheprojekten im Rahmen einer Residenz an der Schaubude, Berlin (2020), der HTA-Postgraduiertenförderung (2020) und Tights: Dance and Thought in Tel-Aviv (2022). Sie ist zurzeit Teil einer Recherchegruppe an der Beit Hagefen Art Gallery in Haifa, in Kooperation mit Sikkuy: Association for the Advancement of Civic Equality. Li Lorian ist eine Absolventin der School of Visual Theater in Jerusalem (2011), studierte künstlerisches Puppenspiel für Kinder am Train Theatre Hamama und im Masterstudiengang Choreografie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, als Stipendiatin des DAAD.

30.6
Do, 19:00 Uhr
Frankfurt LAB
Solidarisches Preissystem
Dauer: ca. 60 Min.
keine Pause
Tanz, Musik
Eröffnung: WITH THESE HANDS
Dresden Frankfurt Dance Company, Ensemble Modern & Jan Bang

Bei WITH THESE HANDS bestimmt Improvisation das Gesamtkonzept: Jeden Abend entsteht ein neuer Dialog zwischen Musik und Tanz. Die Musiker:innen des Ensemble Modern sowie die Tänzer:innen der Dresden Frankfurt Dance Company spielen sich die Impulse zu, entwickeln Geräusche und Bewegungen, die vom norwegischen Jazzmusiker und Live-Elektroniker Jan Bang aufgenommen, verarbeitet, verändert und wieder in das Geschehen eingebracht werden. So entsteht ein sich langsam verändernder Strom aus Bewegung und Musik, in dem Klang und Tanz untrennbar verwoben sind. Für diese Produktion verwandelt Jacopo Godani die Tänzer:innen mit Hilfe von überdimensionalen Kopfskulpturen zu epischen Titanen und mythologischen, fremden Wesen und schafft so eine Welt in ihrer ganz eigenen Ästhetik.

In den letzten Jahren hat die Dresden Frankfurt Dance Company bereits mehrfach mit dem Ensemble Modern kooperiert. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wird nun fortgesetzt und mit der Kollaboration des norwegischen Jazzmusikers und Live-Elektronikers Jan Bang um eine neue Dimension erweitert.


© Dominik Mentzos
Cast & Credits

Konzept und Choreografie: Jacopo Godani

Musik: Jan Bang (Live-Elektronik), Ensemble Modern (Dietmar Wiesner – Flöte, Saar Berger – Horn, Sava Stoianov – Trompete, Jagdish Mistry – Violine, Eva Böcker – Violoncello, Norbert Ommer – Klangregie)

Komposition: Jan Bang / Ensemble Modern

Bühne/Kostüm/Licht: Jacopo Godani

Kopfskulpturen Konzept und Design: Jacopo Godani
Kopfskulpturen Umsetzung: Wiebke Quenzel

Tänzer:innen: Todd Baker, Felix Berning, Kevin Beyer, Roberta Inghilterra, Anne Jung, Barbora Kubátová, Clay Koonar, Amanda Lana, Zoe Lenzi Allaria, Allison McGuire, Gjergji Meshaj, Alessandra Miotti, Gaizka Morales Richard, David Leonidas Thiel, Tars Vandebeek, Sam Young-Wright

Uraufführung: 8.7.2021 in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden

Eine Produktion der Dresden Frankfurt Dance Company in Kooperation mit dem Ensemble Modern und dem F°LAB Festival. Gefördert durch den Kulturfonds Rhein Main und die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege.

Biographien

Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ein Ensemble für zeitgenössisches Ballett auf höchstem Niveau unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Jacopo Godani. Die Company entwickelt, präsentiert und vermittelt Tanz mit dem Ziel, Menschen zu verbinden, zu inspirieren und für Tanz zu begeistern. Sie ist an ihren beiden Residenzspielorten in Dresden und Frankfurt am Main zu Hause und geht als international gefragtes Ensemble auf Gastspielreisen.

Der unverwechselbare Stil der Dresden Frankfurt Dance Company verbindet auf einzigartige Weise traditionelles Erbe und zeitgenössisches Denken. Das Repertoire besteht maßgeblich aus Choreografien von Jacopo Godani, aber auch renommierte Gastchoreografen wie Marco Goecke und Rafael Bonachela kreieren regelmäßig für die Company. Meilensteine des zeitgenössischen Balletts wie von William Forsythe werden ebenfalls gepflegt und aufgeführt.

Jan Bang ist ein norwegischer Musiker und Plattenproduzent, der durch mehrere Alben und langjährige Kooperationen mit Musikern wie Sidsel Endresen, Jon Hassell, Tigran Hamasyan, Nils Petter Molvær, Eivind Aarset, Arve Henriksen und Erik Honoré bekannt ist. Gemeinsam mit Letzterem gründete er 2005 auch das Punkt Festival in Kristiansand. Bang ist einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Produzenten Norwegens, und sein Beiname „Electronic Mastermind“ begleitet ihn aus gutem Grund. Der Norweger ist eine Art musikalischer Innovator und Brückenbauer, dem es auf konsequente Weise gelingt, progressives Denken mit populärer Anziehungskraft in Einklang zu bringen. Stets sucht er Wege, um die Musik und die Menschen voranzubringen und neue Kommunikationsebenen und musikalische Schnittstellen zu schaffen. Bang ist Professor für Elektronische Musik an der Universität von Agder, Norwegen.

Seit seiner Gründung 1980 zählt das Ensemble Modern (EM) zu den führenden Formationen für Neue Musik. Es vereint rund 20 Solist:innen aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Indien, Israel, Japan, den USA und der Schweiz. Das in Frankfurt am Main beheimatete Ensemble ist bekannt für seine einzigartige Arbeits- und basisdemokratische Organisationsweise. Seine unverwechselbare programmatische Bandbreite umfasst Musiktheater, Tanz- und Videoprojekte, Kammermusik, Ensemble- und Orchesterkonzerte. Tourneen und Gastspiele führen das Ensemble Modern zu renommierten Festivals und herausragenden Spielstätten in aller Welt. In enger Zusammenarbeit mit den Komponist:innen erarbeitet das Ensemble, mit dem Anspruch der größtmöglichen Authentizität, jedes Jahr durchschnittlich 70 Werke neu, darunter etwa 20 Uraufführungen. So entstanden über die Jahre außergewöhnliche und oftmals langjährige Zusammenarbeiten u. a. mit John Adams, Mark Andre, George Benjamin, Peter Eötvös, Brian Ferneyhough, Heiner Goebbels, Hans Werner Henze, Mauricio Kagel, György Kurtág, Helmut Lachenmann, György Ligeti, Olga Neuwirth, Enno Poppe, Rebecca Saunders, Simon Steen-Andersen, Karlheinz Stockhausen, Steve Reich, Frank Zappa oder Vito Žuraj. Neben seinen vielfältigen Aktivitäten auf dem Podium präsentiert das Ensemble Modern die Ergebnisse seiner Arbeit auch auf Tonträgern. Fast 50 der insgesamt über 150 Produktionen erschienen im eigenen, 1999 initiierten Label Ensemble Modern Medien. 2003 wurde die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) als eigene Ausbildungsstätte mit dem Ziel gegründet, das musikalische Erbe weiterzutragen und neue Wege des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens zu fördern.

Der international renommierte Choreograf Jacopo Godani stammt aus dem italienischen La Spezia, wo er klassisches Ballett und moderne Tanztechniken studierte. Außerdem widmete er sich dem Studium der Bildenden Kunst in Carrara und setzte seine Ausbildung an Maurice Béjarts École Mudra in Brüssel fort. Sein professionelles Debüt gab Godani 1988 in Paris. Mit der Gründung einer eigenen Kompanie in Brüssel begann er 1990 seine Laufbahn als Choreograf. Von 1991 bis 2000 war er führender Solist bei William Forsythes Ballett Frankfurt und arbeitete dort mit Forsythe bei der choreografischen Kreation vieler wichtiger Stücke zusammen. Godani hat Werke für eine Vielzahl internationaler Kompanien choreografiert, darunter das Royal Ballet Covent Garden, das Bayerische Staatsballett, die Compañía Nacional de Danza, das Nederlands Dans Theater, das Ballet du Capitole de Toulouse, das Semperoper Ballett und die Sydney Dance Company. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Jacopo Godani Künstlerischer Direktor und Choreograf der Dresden Frankfurt Dance Company.

Godani schreibt auch Texte, entwirft Kostüme, entwickelt innovative Wege für den Einsatz von Licht, Video und Projektionen und kreiert oder bearbeitet Musik für einige seiner Stücke.

30.6
Do, 20:30 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 2
Solidarisches Preissystem
Dauer: ca. 45 Min.
keine Pause
Tanz, Kunst
TANZKAMERA OBSCURA
Fotografische Tanz-Szenogramme von Paul Pape zusammen mit Pablo Garretón, Joanna Gruberska, Raphaël Languillat, Moritz Schneidewendt, Felix Pape, Agnes Storch-Pape & Veerle Vervliet

Tänzer:innen und Musiker:innen erschaffen im performativen Dialog mit einer selbst entwickelten Kamera ganz eigene neue Bewegungschiffren. Ihr Rhythmus und die Dynamik der entstehenden Klang- und Bildräume reagieren mit der lichtempfindlichen Emulsion des Bildträgers und verdichten sich in Form einer Langzeitbelichtung. Auf dem Fotopapier zeichnet sich sowohl eine schemenhafte, figürliche Abbildung der Situation ab, als auch die zur Linienzeichnung gewordene Spur der Bewegungen. Möglich wird diese Abbildung durch eine 3D-gedruckte Kamerakonstruktion, welche über Fäden mit den Gliedmaßen der Tanzenden verbunden ist.

Weitere Informationen unter: www.tanzkamera.com


© Hannah Moser
Cast & Credits

Konzept und Fotographie: Paul Pape
Kamerabau: Felix Pape
Kostüm- und Bühnenbild: Agnes Storch-Pape
Grafik: Veerle Vervliet
Tanz: Joanna Gruberska
Musik / Komposition: Moritz Schneidewendt, Raphaël Languillat & Pablo Garretón

Mit freundlicher Unterstützung von:

HfG Offenbach, Hessische Theaterakademie

Biographien

Paul Pape studiert Kunst an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Bereits in vergangenen Arbeiten hatte Paul Bewegungen des Windes mit einer Art Windzeichenmaschine festgehalten und diese Idee darüber hinaus mit einer eigens entwickelten Lichtwind Camera Obscura verbunden. Die geradezu klassische Idee eines „Pencil of Nature“, anhand derer Henry Fox Talbot in einem Frühwerk der Fotografiegeschichte das Licht selbst zum Bildschöpfer werden lässt, ergänzt Paul Pape dabei um ein Wind-Lichtpendel, wodurch der selbst nicht sichtbare Wind Spuren auf dem Bildträger hinterlässt. Die Weiterentwicklung ist die Tanzkamera Obscura, mit der nun Bewegungs- und Tanzsequenzen einzelner oder mehrerer, von Live-Musik begleiteter Tänzer:innen eingefangen werden können.

Felix Pape studierte Produktdesign an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Neben den Kooperationsprojekten mit Paul Pape ist er Co-Founder von FrameOne, einem Startup von maßproduzierten, 3D-gedruckten Fahrrädern.

rameone.bike
instagram: felix_pape

Agnes Storch-Pape studierte nach ihrer Maßschneiderausbildung Kostümbild an der Hochschule Hannover bei Heide Kastler, Maren Christensen und Karin Lohr. Neben eigenen Projekten (zuletzt Lady Macbeth von Mzensk) ist sie Kostümassistentin an der Oper ­Frankfurt.

agnesstorch.com
instagram: l.a.s_h

Moritz Schneidewendt ist Klarinettist und interessiert sich besonders für zeitgenössische Musik und das künstlerische Potential des Miteinanders. In diversen Ensembles und eigenen freien Projekten untersucht er die musikalischen Mittel von heute und sucht danach, tradierte Strukturen des Musikbetriebs zu erneuern.

soundcloud/moritzschneidewendt
instagram: moritzschneidewendt

Als Komponist und multimedialer Künstler bewegt sich Raphaël Languillat an der Schnittstelle zwischen experimenteller Musik, Video und Bild und kombiniert das Instrumentale mit elektronischen Klängen.

raphaellanguillat.com
instagram: raphael.languillat

Veerle Vervliet ist eine Grafikdesignerin aus Brüssel, Belgien. Sie hat sich in ihrem Master auf Social Design und Künstlerbücher spezialisiert. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sie sich besonders mit dem sozialen Aspekt des Menschseins und dessen Wahnsinn auseinander.

veerlevervliet.com
instagram: verveervliet

Joanna Gruberska ist eine Tanzkünstlerin aus Posen, Polen. Derzeit studiert sie MA Contemporary Dance Education an der HfMDK in Frankfurt. Sie arbeitet mit dem Begriff der Vermittlung in zeitgenössischen Tanzpraktiken.

Der chilenische Komponist Pablo Garretón arbeitet sowohl instrumental als auch elektroakustisch. Sein Schaffen umfasst interaktive Kunst, Multimedia- und Performance-Stücke – gleichzeitig performt er selbst an analogen Synthesizern. Als Komponist und Interpret für live-Elektronic, arbeitet er zusammen mit diversen Theatern und Tanzkompanien. Momentan ist er Stipendiat der Internationalen Ensemble Modern Akademie Frankfurt.

https://www.pablogarreton.com
instagram: pablogarreton

30.6
Do, 21:30 Uhr
bett
Preis: 11 € zzgl. VVK-Gebühren
Dauer: ca. 90 Min.
keine Pause
Musik
CATS & BREAKKIES
Konzert

Cats & Breakkies, das sind vier junge Berliner mit Jazz im Herzen und Techno in den Genen. In klassischer Band-Besetzung – E-Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keys – rocken sie jederzeit ein instrumentales DJ-Live-Set auf Bühnen, Floors und Festivals. Immer tanzbar, mit Mut zu elegischen Melodien, opulenten Breaks und satten Flächen überzeugen sie vor allem durch die Präzision im Spannungsaufbau und die klangliche Weite ihrer Arrangements. Nach ihrem 2015 erschienenen Debütalbum organic electro, in produzentischer Zusammenarbeit mit David August, wurden sie 2016 für den „Bremer Jazzpreis 2016“ in der Kategorie „Jazz & Electronics“ nominiert, es folgten zahlreiche Auftritte auf Festivals und in Clubs, u. a. in der Kantine am Berghain, dem Tallinn Music Festival und dem Festival Berlistanbul. Mit spectral haben sie 2018 noch einmal eine Schippe drauf gelegt. In zehn tracks, die zusammen drei eigenständige Kurzsets ergeben, weben sie kunstvoll klangliche und metrische Schichten ineinander, bohren dicke Disco-Bretter, liefern perfekte build up und drop Dramaturgie – und machen vor allem auf entspannte Weise unheimlich viel Druck. Cats & Breakkies, das ist eleganter, schnörkelloser Live-Techno aus Berlin.


© Stephan Noe
Cast & Credits

Keyboard: Johannes Gottschick
Gitarre: Benedikt Schnitzler
Bass: Bastian Kaletta
Schlagzeug: Raphael Kaletta

1.7
Fr, 18:00 Uhr
Mousonturm Saal
Solidarisches Preissystem
Dauer: ca. 60 Min.
keine Pause
In englischer Sprache
Performance
TO SEE CLIMATE (CHANGE)
Romuald Krężel & René Alejandro Huari Mateus

TO SEE CLIMATE (CHANGE) ist das Ergebnis eines künstlerischen Forschungsprojekts, das Romuald Krężel und René Alejandro Huari Mateus 2020 im Frankfurt LAB initiierten und seither in Zusammenarbeit mit Monica Duncan, Clara Reiner und Patrick Faurot durch Residenzen am Europäischen Zentrum der Künste Hellerau in Dresden, der Biennale Warszawa und dem ZAMEK Cultural Center in Poznań, Polen, weiterentwickelten. Die Premiere der Performance fand in der Kaserne Basel während des Treibstoff Theatertage Festivals im September 2021 statt.

Ausgehend von Fragen zur Nachhaltigkeit inmitten einer Umweltkrise und deren Auswirkungen auf den heimischen Wohnraum, widmet sich die Performance den Ambivalenzen und Ambiguitäten der Beziehung zwischen dem Menschen und der kleinen Dosis Natur, die man zu Hause finden kann: Zimmerpflanzen. Indem die Künstler:innen die Pflanzen einladen, ihre Arbeit spekulativ mitzugestalten, suchen sie nach Möglichkeiten, das Unsichtbare – das Klima und seine Veränderungen – mit performativen Mitteln sichtbar zu machen.

In der Erkenntnis, dass es für die Schaffung eines ökologischen Bewusstseins mit greifbaren und dauerhaften Auswirkungen notwendig ist, den fehlenden Dialog zwischen Menschen und Mehr-als-Menschen anzuerkennen, erforscht die Performance, inwieweit die Überwindung dieses kommunikativen Bruchs den Weg zu einer egalitäreren Koexistenz zwischen den verschiedenen Lebensformen auf der Erde bereiten kann.

Im Anschluss an die Vorstellung steht ein kostenloser Shuttle-Service zur Kirche Maria Hilf zur Verfügung, um die Vorstellung OLIVIER MESSIAEN zu besuchen. Um Anmeldung unter info@frankfurt-lab.de bis zum 30.6.2022 wird gebeten.


© Nefeli Avgeris
Cast & Credits

Konzept & Künstlerische Leitung: René Alejandro Huari Mateus, Romuald Krężel

Dramaturgie, Choreografie: Monica Duncan, René Alejandro Huari Mateus, Romuald Krężel, Clara Reiner

Performance: Antonia Beeskow, René Alejandro Huari Mateus, Romuald Krężel, Zuzana Žabková

Video & Sounddesign: Monica Duncan

Live Sound Performance & Tontechnik: Antonia Beeskow

Technische Leitung &  Licht: Patrick Faurot

Technische Mitarbeit: Felix Schwarzrock

Kostüm: Maldoror

Produktionsleitung: Sven Rausch

Mitarbeit Produktion: Joshua Geißler

Premiere: September 2021, Kaserne Basel (Treibstoff Theatertage Basel)

Eine Produktion von René Alejandro Huari Mateus und Romuald Krężel, in Koproduktion mit dem Festival Treibstoff Theatertage in Basel (Schweiz), mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden und dem Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main. Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Koproduktionsförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR, sowie durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt, das Frankfurt LAB – Residenzprogramm, die Biennale Warszawa (Polen), das Kulturzentrum ZAMEK in Poznań (Polen) sowie die Berliner Senatsveraltung für Kultur und Europa und die Stiftung Edith Maryon.

Biographien

René Alejandro Huari Mateus und Romuald Krężel arbeiten im Bereich der Performance und der zeitgenössischen Choreografie. Zusammen mit Monica Duncan, Patrick Faurot, Clara Reiner und Zuzana Žabková lernten sie sich vor sieben Jahren am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen kennen. Die gemeinsame Arbeit der Gruppe basiert auf choreografischen Praktiken, die visuelle und performative Elemente einbeziehen. Die daraus resultierenden Performances, ortsspezifischen Installationen, partizipatorischen Projekte und andere hybride Formate haben sich unter anderem mit Themen wie Arbeit, Geschlecht und Umweltkatastrophen auseinandergesetzt.

René Alejandro Huari Mateus hat in Deutschland als Tänzer:in, Performer:in und Choreograf:in studiert und gearbeitet. Die intersektionalen Diskriminierungen von Klasse, Geschlecht und Herkunft, die den Institutionen, in denen diese Disziplinen entwickelt werden, innewohnen, haben ihre:seine Identität und künstlerische Positionierung geformt. René ist interessiert an kritischen dekolonialen Zukunftsvorstellungen und diese mit anderen kreativ zu erkunden.

Romuald Krężel lebt in Berlin. In seiner Arbeit verbindet er erweiterte choreografische Praktiken mit performativen Elementen und visuellem Denken, indem er verschiedene experimentelle Formen schafft, darunter bewegungsbasierte Performances, ortsspezifische Installationen, Videos, partizipative Performances und andere hybride Formate. Sie erforschen Themen wie Umweltkatastrophen, den möglichen Austausch zwischen Menschen und Mehr-als-Menschen, Arbeit und Klassismus.

Monica Duncan ist eine Video- und Performance- Künstlerin. In ihrer Arbeit untersucht sie die Natur der visuellen Perzeption, die Beziehungen zwischen Publikum und Performer:in und die queere Potenzialität durch Camouflage, Stille und kollektive Bildgestaltung.

Zuzana Žabková macht Kunst, Tanz, Magie, Choreografie durch Performance, Video und Installationen. Sie stößt auf scheiternde Utopien und bewegt sich am liebsten als Reptil. Sie arbeitet allein und mit Freunden zusammen, um die Wertschätzung von Arbeit und Pflege zu überdenken. Sie ist Mitbegründerin der Plattform björnsonova – eine fiktive Figur, eine Gemeinschaft und ein tanzender Mehrkörper mit Wurzeln und Verbindungen, die sich über Zeit, Raum und Kunstformen erstrecken. Gemeinsam mit Tamara Antonijević, Tanja Šljivar, Lucia Kvočáková, Lucie Mičíková, Nik Timková und anderen praktiziert sie Anti-Strategien, Schicksalsarbeit und Scheinheilung.

Patrick Faurot ist ein multidisziplinär arbeitender Performancekünstler und Theatertechniker. Außerdem würde er gerne einige Berge besteigen.

Clara Reiner lebt in Offenbach. Sie performt, macht Stücke und Keramiken, schätzt Humor und arbeitet meist mit anderen. Mit Max Brands und Christopher Weickenmeier bildet sie ein ruhendes, schwaches Kollektiv das um choreographische Systeme, Sci-Fi Narrative, queere Theorie, Theaterdispositive und Freundschaft kreist.

1.7
Fr, 19:30 Uhr
Maria Hilf
Solidarisches Preissystem
Dauer: ca. 50 Min
keine Pause
Konzert
OLIVIER MESSIAEN
Ensemble Modern, Hochschulorchester der HfMDK & Michael Wendeberg, Kathrin Isabelle Klein, Miharu Ogura, Ueli Wiget

Der französische Komponist Oliver Messiaen liebte die Natur. Ganz besonders faszinierten ihn die Stimmen und Gesänge der Vögel. Gemeinsam mit dem Orchester der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt realisiert das Ensemble Modern beim F°LAB Festival mehrere Kompositionen Messiaens, in denen die musikproduktive Ornithologie sehr präsent ist.

Olivier Messiaen: Couleurs de la Cité Céleste für Klavier, Bläser und Schlagzeug (1963)

Olivier Messiaen: 13. Le Courlis cendré (aus: Catalogue d’oiseaux) für Klavier (1956–58)

Olivier Messiaen: Oiseaux exotiques für Klavier und Ensemble (1955)

Im Anschluss an die Vorstellung TO SEE CLIMATE (CHANGE) steht ein kostenloser Shuttle-Service vom Künstlerhaus Mousonturm zur Kirche Maria Hilf zu Verfügung. Um Anmeldung unter info@frankfurt-lab.de bis zum 30.6.2022 wird gebeten.


© Vincent Stefan
Cast & Credits

Ensemble Modern
Hochschulorchester der HfMDK

Klavier, Couleurs: Kathrin Isabelle Klein

Klavier, Courlis: Miharu Ogura

Klavier, Oiseaux exotiques: Ueli Wiget

Dirigent: Michael Wendeberg

Biographien

Seit seiner Gründung 1980 zählt das Ensemble Modern (EM) zu den führenden Formationen für Neue Musik. Es vereint rund 20 Solist:innen aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Indien, Israel, Japan, den USA und der Schweiz. Das in Frankfurt am Main beheimatete Ensemble ist bekannt für seine einzigartige Arbeits- und basisdemokratische Organisationsweise. Seine unverwechselbare programmatische Bandbreite umfasst Musiktheater, Tanz- und Videoprojekte, Kammermusik, Ensemble- und Orchesterkonzerte. Tourneen und Gastspiele führen das Ensemble Modern zu renommierten Festivals und herausragenden Spielstätten in aller Welt. In enger Zusammenarbeit mit den Komponist:innen erarbeitet das Ensemble, mit dem Anspruch der größtmöglichen Authentizität, jedes Jahr durchschnittlich 70 Werke neu, darunter etwa 20 Uraufführungen. So entstanden über die Jahre außergewöhnliche und oftmals langjährige Zusammenarbeiten u. a. mit John Adams, Mark Andre, George Benjamin, Eötvös, Brian Ferneyhough, Heiner Goebbels, Hans Werner Henze, Mauricio Kagel, György Kurtág, Helmut Lachenmann, György Ligeti, Olga Neuwirth, Enno Poppe, Rebecca Saunders, Simon Steen-Andersen, Karlheinz Stockhausen, Steve Reich, Frank Zappa oder Vito Žuraj. Neben seinen vielfältigen Aktivitäten auf dem Podium präsentiert das Ensemble Modern die Ergebnisse seiner Arbeit auch auf Tonträgern. Fast 50 der insgesamt über 150 Produktionen erschienen im eigenen, 1999 initiierten Label Ensemble Modern Medien. 2003 wurde die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) als eigene Ausbildungsstätte mit dem Ziel gegründet, das musikalische Erbe weiterzutragen und neue Wege des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens zu fördern.

Das Orchester der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt setzt sich überwiegend aus Studierenden der Bachelor- und Masterstudiengänge „Künstlerische Instrumentalausbildung“ zusammen. Die Konzerte berücksichtigen unterschiedliche programmatische Vorgaben im Rahmen des Studiums angehender Orchestermusiker:innen und finden nicht selten auch an Veranstaltungsorten außerhalb der Hochschule statt.

Seit Oktober 2016 leitet Vassilis Christopoulos das Hochschulorchester.

Unter seiner Leitung konzertierte das Symphonieorchester der HfMDK zum ersten Mal im Sommer 2017 außerhalb der Hochschule. Dank der Unterstützung der GFF erklang Bruckners 7. Symphonie in großer Besetzung in der Heiliggeistkirche des Dominikanerklosters Frankfurt.
Eine Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk ermöglicht pro Spielzeit ein Konzert im hr-Sendesaal. Am 29.11.2020 wurde dort das Programm „Sehnsucht“ pandemiebedingt ohne Publikum gespielt und aufgenommen. Den Beginn dieser Kooperation machte im Wintersemester 2017/18 ein französisches Programm unter dem Titel „Flûte alors!“ mit Werken von Debussy, Ravel und Ibert. Auch das Abschiedskonzert des langjährigen Professors für Chorleitung Winfried Toll fand gemeinsam mit dem Hochschulchor und der Frankfurter Kantorei 2019 im hr-Sendesaal statt. Auf dem Programm stand Verdis „Messa da Requiem.“
Weitere Highlights in der Orchesterarbeit sind ein Auftritt beim Rheingau Musik Festival im Kloster Eberbach im Juli 2018  sowie eine Kooperation mit dem Ensemble Modern anlässlich des F°LAB Festivals im Juni 2019.

Im Mai 2021 produzierte das Orchester der HfMDK die CD Unerhört – Strawinsky und Tschaikowsky mit Strawinskys „Konzert für Klavier und Blasinstrumente“, seinen „Bläsersinfonien“ sowie Tschaikowskys „Serenade für Streichorchester“.

Die Pianistin Kathrin Isabelle Klein zeichnet eine besondere Vielseitigkeit aus. Ihre Vorliebe für moderne und zeitgenössische Musik konnte sie insbesondere als Preisträgerin beim Internationalen Klavierwettbewerb Orléans 2014 unter Beweis stellen. Doch auch in allen anderen Epochen der Klavierliteratur fühlt sich Kathrin Isabelle Klein zu Hause. 2017 wurde sie mit dem Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis der Stadt München ausgezeichnet, 2018 war sie mit dem Bariton Manuel Adt Finalistin beim Deutschen Musikwettbewerb in der Kategorie Liedduo und erhielt einen Sonderpreis.

Neben der Solo- und Kammermusik, die sie in verschiedenen Besetzungen pflegt, ist das Spielen im Orchester und in Ensembles eine weitere Leidenschaft Kathrin Isabelle Kleins. So war sie von 2008 bis 2011 Pianistin im Bundesjugendorchester sowie von 2014 bis 2017 Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Im Sommer 2016 nahm sie an der Luzern Festival Akademie teil, 2018 war sie Teil des dortigen Alumni Ensembles. Für die Saison 2020/2021 war sie Akademistin der Internationalen Ensemble Modern Akademie Frankfurt.
Kathrin Isabelle Klein erlangte 2015 ihren Bachelor-Abschluss im Fach Klavier künstlerisch an der Hochschule für Musik Würzburg und führte ihre Studien bis Juli 2018 im Masterstudiengang an der Hochschule für Musik und Theater München in der Klasse von Prof. Markus Bellheim fort. Seit Oktober 2021 studiert sie in der Soloklasse der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Ewa Kupiec. Seit 2018 ist Kathrin Isabelle Klein Lehrbeauftragte an der HMT München. Darüber hinaus studierte sie von 2014 bis 2020 Klassische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und lehrt und arbeitet dort seit 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Pianistin/Komponistin Miharu Ogura wurde 1996 in Tokyo/Japan geboren. Konzertreisen und Projekte führten sie bereits ins europäische Ausland, wie z. B. Darmstädter Ferienkurse, ManiFeste (Paris), Royaumont, Klangspuren Schwaz (Innsbruck), Festival Mixtur (Barcelona), Monopiano Festival (Stockholm) usw.  Außerdem hat sie im März 2019 eine künstlerische Residenz in der Abbaye de Fontevraud verbracht.

In Japan hat sie an vielen interessante Projekten mitgewirkt. Beim internationalen Musikfestival Hoktuopia 2018 spielte sie Mantra von K. Stockhausen und Structures II von P. Boulez. 2021 gab sie eine Konzert, wo sie alle Klavierstücke I-XI von Stockhausen gespielt hat. Als Solistin trat sie in renommierten Konzertsälen wie z. B. bei Steinway & Sons Tokyo, in der Kioi-hall und in der Hamarikyu-Asahi-Hall auf.

Nachdem sie 2016 den 2. Preis beim Wettbewerb für zeitgenössische Musik „Kyogaku“ in Japan gewonnen hatte, erhielt sie sieben Preise einschließlich des Preises „André Chevillon – Yvonne Bonnaud“ beim internationalen Klavierwettbewerb Orléans 2018. Außerdem war sie Finalistin beim Musikwettbewerb Japan, Abteilung Komposition 2019 und erhielt 2. Preis beim 5. Internationalen Kompositionswettbewerb Alfred Schnittke 2021.

Sie schloss ihr Bachelorstudium an der Toho Musikhochschule ab, wo sie bei Yumiko Meguri (Klavier) und Masahiro Ishijima (Komposition) studierte. Seit 2019 studiert sie im Masterstudiengang bei Florian Hölscher an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.

1957 in Winterthur geboren, erhielt Ueli Wiget mit zehn Jahren den ersten Klavierunterricht bei Klaus Wolters. Von 1978 bis 1983 studierte er Klavier und Harfe in den Klassen von Hans Leygraf und Ruth Konhäuser in Hannover und schloss beide Fächer mit dem Konzertexamen ab. Von 1983 bis 1986 setzte er seine Studien bei György Kurtág und Zoltán Kocsis an der Budapester Liszt-Akademie fort. Ueli Wiget gewann den 1. Schweizer Jugendmusikwettbewerb sowie den Wettbewerb der BRD-Musikhochschulen, ebenso ist er Träger internationaler Preise (Sydney, Monza, Leipzig). Seit 1986 ist Ueli Wiget Pianist des Ensemble Modern und dort mit vielfältigen Aufgaben und Stilrichtungen betraut; solistisch ist er bei den großen Festivals aufgetreten, ebenso als Solopartner namhafter Orchester. Auch als Kammermusiker ist er häufig präsent, regelmäßig mit dem Vermeer- und dem Carmina-Quartett. Seine 2009 bei Ensemble Modern Medien erschienene Porträt-CD enthält ausschließlich Kammermusik des griechischen Komponisten Nikos Skalkottas.

Für den Dirigenten und Pianisten Michael Wendeberg ist der Umgang mit dem Konzertrepertoire von Bach bis Schönberg ebenso selbstverständlich wie die intensive Beschäftigung mit neuer und neuester Musik. Mit Beginn der Spielzeit 2020/21 wirkt er als Chefdirigent der Oper an den Bühnen Halle, wo er seit 2016 als erster Kapellmeister tätig war. In dieser Saison dirigiert er dort u. a. die Premieren von Brittens Ein Sommernachtstraum, Wagners Tristan und Isolde sowie Paderewskis Manru.Gleichzeitig ist er als Gastdirigent bei renommierten Orchestern und Ensembles gefragt und leitete unter anderem die Staatskapelle Berlin, das WDR-Sinfonieorchester, die Junge Deutsche Philharmonie, die Slowenische Philharmonie, das Klangforum Wien, das Remix Ensemble Porto, das Ensemble intercontemporain, die Birmingham Contemporary Music Group, das Nationale Estnische Sinfonieorchester in Tallinn und die Sinfonietta Basel. Beim Lucerne Festival, der Münchner Biennale, den Bregenzer Festspielen, der Biennale in Venedig, dem ECLAT Festival Stuttgart, dem Ultraschall Festival Berlin, den Klangspuren Schwaz und bei Wien Modern war er mit verschiedenen Programmen zu Gast. Zuletzt debütierte er beim SWR-Sinfonieorchester, mit dem Mahler Chamber Orchestra beim Beethovenfest Bonn sowie mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin beim Festival Acht Brücken in Köln. Von 2011 bis 2018 war er directeur musical des Ensemble Contrechamps in Genf.

In der Saison 2021/22 dirigiert Michael Wendeberg Konzerte mit dem Ensemble Modern in Frankfurt, s’Hertogenbosch und Prag sowie Messiaens Turangalîla mit der Slowenischen Philharmonie in Ljubljana. An der Dresdner Semperoper gibt er sein Hausdebüt mit der Uraufführung von Torsten Raschs Die andere Frau. Bei der Staatskapelle Halle leitet er außerdem mehrere Konzerte, darunter ein Sinfoniekonzert mit Beethovens Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 und Zemlinskys Lyrischer Symphonie.

Sein Opernrepertoire reicht von Händels Orlando über Mozart, Beethoven, Donizetti, Verdi, Bizet, Puccini, Strauss und Britten bis zu zahlreichen Uraufführungen. 2017 dirigierte er Die Zauberflöte und eine Neuproduktion von Aribert Reimanns Gespenstersonate an der Staatsoper Berlin. In Halle leitete er in den vergangenen Spielzeiten u. a. Beethovens Fidelio, Verdis Aida und Puccinis Tosca sowie die Premieren von Mozarts Don Giovanni und Strauss‘ Ariadne auf Naxos.

Als Pianist war Michael Wendeberg Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe und trat als Solist mit namhaften Orchestern unter Dirigenten wie Jonathan Nott, Marek Janowski und Daniel Barenboim auf. Von 2000 bis 2005 gehörte er als Pianist dem Ensemble intercontemporain an und arbeitete intensiv mit Pierre Boulez zusammen. Dessen komplettes Klavierwerk führte er 2015 bei den Festtagen der Berliner Staatsoper sowie 2018 im Boulez-Saal auf; eine CD-Gesamtaufnahme ist 2021 bei dem Berliner Label bastille musique erschienen.

Michael Wendeberg studierte Klavier bei Markus Stange, Bernd Glemser und Benedetto Lupo sowie Dirigieren in der Meisterklasse von Toshiyuki Kamioka in Saarbrücken. Schon während seiner Studienzeit arbeitete er als Assistent von Toshiyuki Kamioka an den Wuppertaler Bühnen. Es folgten Stationen am Nationaltheater Mannheim, am Luzerner Theater als Erster Kapellmeister sowie an der Staatsoper Berlin, wo er Daniel Barenboim und Gastdirigenten wie Pierre Boulez und Sir Simon Rattle assistierte.

1.7
Fr, 19:30 Uhr - 21:30 Uhr
Z-Zentrum
Eintritt frei
Dauer: Bitte bringen Sie etwas Zeit mit.
Installation, Forschung
B CH/K RP R LA D HA T
Ausstellung von J.F. Schmidt-Colinet & Li Lorian

Landschaft wird oft verstanden als Szenerie, als Hintergrund für menschliches Handeln. Sie existiert vermeintlich außerhalb von uns, ist einfach da, stumm um uns herum. J.F. Schmidt-Colinet und Li Lorian haben im Rahmen der HTA-Postgraduiertenförderung die Konstruktion von Landschaft und Gender untersucht mittels einer Auseinandersetzung mit Bild- und Buchformaten als performativem Raum. Sie haben performative Vorgänge, sowohl beim Produzieren als auch beim Anschauen und Durchblättern von Bildern und Büchern erforscht und untersucht, wie unterschiedliche Interaktionen queere Les- und Sichtweisen auf Landschaft und Gender eröffnen können.

Die Installation zeigt einen Ausschnitt der künstlerischen Arbeit, die im Rahmen des Forschungsprozesses entstanden ist, und bietet einen Einblick mit mannigfaltigen Ausblicken.


© Li Lorian
Cast & Credits

Ein Projekt von Li Lorian und J. F. Schmidt-Colinet.

Die HTA-Postgraduiertenförderung „Künstlerisches Forschen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Frankfurt LAB und Hessischer Theaterakademie, ermöglicht durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Biographien

J.F. Schmidt-Colinet realisiert in unterschiedlichen Arbeitskonstellationen Performances, arbeitet im Bereich Bühnenbild, Grafikdesign/Illustration und stellt Künstler:innenbücher her. Ein besonderes Interesse von ihm liegt dabei in Prozessen der Verräumlichung und kreativen Erzählweisen mit Bildern und Objekten. Zuletzt waren Schmidt-Colinets Arbeiten unter anderm zu sehen am Künstlerhaus Mousonturm (Bühnenbild für IM INTERNET GIBT ES KEINE MÄDCHEN/zaungäste, 2021), Studio Naxos (NEIN, EINFACH NEIN, 2021), Nationaltheater Mannheim (Illustration/Grafikdesign für SCHILLERNDE AUSSICHTEN/zaungäste, 2021) und am Stadttheater Gießen (morbus helveticus, 2019). Im Wintersemester 2021/22 hatte J.F. Schmidt-Colinet einen Lehrauftrag am Institut für Angewandte Theaterwissfenschaft an der JLU Gießen (praktischer Kurs: „Grundlagen Bühnenbild“). J. F. Schmidt-Colinet absolvierte das gestalterische Propädeutikum an der Zürcher Hochschule der Künste, studierte Bühnenbild an der UdK Berlin und Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Univerisität Gießen sowie Illustration:Authorial Practice im Rahmen eines Auslandsaufenthalts an der Falmouth University in England.

Li Lorian, geboren in Haifa, ist eine interdisziplinäre Künslerin aus Jerusalem. Sie beschäftigt sich künstlerisch mit der Recherche von visueller Sprache und neuen Performancepraktiken und interessiert sich dafür, wie dokumentarisches Material in künstlerisches Material übersetzt werden können. Sie war Residenzkünstlerin am Mamuta Art and Media Center in Jerusalem (2012), im Schloss Bröllin (2015), beim Arad Art and Architecture Residency Program (2015), in der Akademie Schloss Solitude (2016, 2017) – wo sie das Stück EXODUS entwickelte, dass zu den Berliner Festspielen / Theatertreffen Stückemarkt (2018) eingeladen wurde. Sie beteiligte sich an Rechercheprojekten im Rahmen einer Residenz an der Schaubude, Berlin (2020), der HTA-Postgraduiertenförderung (2020) und Tights: Dance and Thought in Tel-Aviv (2022). Sie ist zurzeit Teil einer Recherchegruppe an der Beit Hagefen Art Gallery in Haifa, in Kooperation mit Sikkuy: Association for the Advancement of Civic Equality. Li Lorian ist eine Absolventin der School of Visual Theater in Jerusalem (2011), studierte künstlerisches Puppenspiel für Kinder am Train Theatre Hamama und im Masterstudiengang Choreografie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, als Stipendiatin des DAAD.

1.7
Fr, 21:30 Uhr
Frankfurt LAB
Solidarisches Preissystem
Dauer: ca. 60 Min.
keine Pause
Tanz, Musik
WITH THESE HANDS
Dresden Frankfurt Dance Company, Ensemble Modern & Jan Bang

Bei WITH THESE HANDS bestimmt Improvisation das Gesamtkonzept: Jeden Abend entsteht ein neuer Dialog zwischen Musik und Tanz. Die Musiker:innen des Ensemble Modern sowie die Tänzer:innen der Dresden Frankfurt Dance Company spielen sich die Impulse zu, entwickeln Geräusche und Bewegungen, die vom norwegischen Jazzmusiker und Live-Elektroniker Jan Bang aufgenommen, verarbeitet, verändert und wieder in das Geschehen eingebracht werden. So entsteht ein sich langsam verändernder Strom aus Bewegung und Musik, in dem Klang und Tanz untrennbar verwoben sind. Für diese Produktion verwandelt Jacopo Godani die Tänzer:innen mit Hilfe von überdimensionalen Kopfskulpturen zu epischen Titanen und mythologischen, fremden Wesen und schafft so eine Welt in ihrer ganz eigenen Ästhetik.

In den letzten Jahren hat die Dresden Frankfurt Dance Company bereits mehrfach mit dem Ensemble Modern kooperiert. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wird nun fortgesetzt und mit der Kollaboration des norwegischen Jazzmusikers und Live-Elektronikers Jan Bang um eine neue Dimension erweitert.


© Dominik Mentzos
Cast & Credits

Konzept und Choreografie: Jacopo Godani

Musik: Jan Bang (Live-Elektronik), Ensemble Modern (Dietmar Wiesner – Flöte, Saar Berger – Horn, Sava Stoianov – Trompete, Jagdish Mistry – Violine, Eva Böcker – Violoncello, Norbert Ommer – Klangregie)

Komposition: Jan Bang / Ensemble Modern

Bühne/Kostüm/Licht: Jacopo Godani

Kopfskulpturen Konzept und Design: Jacopo Godani
Kopfskulpturen Umsetzung: Wiebke Quenzel

Tänzer:innen: Todd Baker, Felix Berning, Kevin Beyer, Roberta Inghilterra, Anne Jung, Barbora Kubátová, Clay Koonar, Amanda Lana, Zoe Lenzi Allaria, Allison McGuire, Gjergji Meshaj, Alessandra Miotti, Gaizka Morales Richard, David Leonidas Thiel, Tars Vandebeek, Sam Young-Wright

Uraufführung: 8.7.2021 in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden

Eine Produktion der Dresden Frankfurt Dance Company in Kooperation mit dem Ensemble Modern und dem F°LAB Festival. Gefördert durch den Kulturfonds Rhein Main und die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege.

Biographien

Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ein Ensemble für zeitgenössisches Ballett auf höchstem Niveau unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Jacopo Godani. Die Company entwickelt, präsentiert und vermittelt Tanz mit dem Ziel, Menschen zu verbinden, zu inspirieren und für Tanz zu begeistern. Sie ist an ihren beiden Residenzspielorten in Dresden und Frankfurt am Main zu Hause und geht als international gefragtes Ensemble auf Gastspielreisen.

Der unverwechselbare Stil der Dresden Frankfurt Dance Company verbindet auf einzigartige Weise traditionelles Erbe und zeitgenössisches Denken. Das Repertoire besteht maßgeblich aus Choreografien von Jacopo Godani, aber auch renommierte Gastchoreografen wie Marco Goecke und Rafael Bonachela kreieren regelmäßig für die Company. Meilensteine des zeitgenössischen Balletts wie von William Forsythe werden ebenfalls gepflegt und aufgeführt.

Jan Bang ist ein norwegischer Musiker und Plattenproduzent, der durch mehrere Alben und langjährige Kooperationen mit Musikern wie Sidsel Endresen, Jon Hassell, Tigran Hamasyan, Nils Petter Molvær, Eivind Aarset, Arve Henriksen und Erik Honoré bekannt ist. Gemeinsam mit Letzterem gründete er 2005 auch das Punkt Festival in Kristiansand. Bang ist einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Produzenten Norwegens, und sein Beiname „Electronic Mastermind“ begleitet ihn aus gutem Grund. Der Norweger ist eine Art musikalischer Innovator und Brückenbauer, dem es auf konsequente Weise gelingt, progressives Denken mit populärer Anziehungskraft in Einklang zu bringen. Stets sucht er Wege, um die Musik und die Menschen voranzubringen und neue Kommunikationsebenen und musikalische Schnittstellen zu schaffen. Bang ist Professor für Elektronische Musik an der Universität von Agder, Norwegen.

Seit seiner Gründung 1980 zählt das Ensemble Modern (EM) zu den führenden Formationen für Neue Musik. Es vereint rund 20 Solist:innen aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Indien, Israel, Japan, den USA und der Schweiz. Das in Frankfurt am Main beheimatete Ensemble ist bekannt für seine einzigartige Arbeits- und basisdemokratische Organisationsweise. Seine unverwechselbare programmatische Bandbreite umfasst Musiktheater, Tanz- und Videoprojekte, Kammermusik, Ensemble- und Orchesterkonzerte. Tourneen und Gastspiele führen das Ensemble Modern zu renommierten Festivals und herausragenden Spielstätten in aller Welt. In enger Zusammenarbeit mit den Komponist:innen erarbeitet das Ensemble, mit dem Anspruch der größtmöglichen Authentizität, jedes Jahr durchschnittlich 70 Werke neu, darunter etwa 20 Uraufführungen. So entstanden über die Jahre außergewöhnliche und oftmals langjährige Zusammenarbeiten u. a. mit John Adams, Mark Andre, George Benjamin, Peter Eötvös, Brian Ferneyhough, Heiner Goebbels, Hans Werner Henze, Mauricio Kagel, György Kurtág, Helmut Lachenmann, György Ligeti, Olga Neuwirth, Enno Poppe, Rebecca Saunders, Simon Steen-Andersen, Karlheinz Stockhausen, Steve Reich, Frank Zappa oder Vito Žuraj. Neben seinen vielfältigen Aktivitäten auf dem Podium präsentiert das Ensemble Modern die Ergebnisse seiner Arbeit auch auf Tonträgern. Fast 50 der insgesamt über 150 Produktionen erschienen im eigenen, 1999 initiierten Label Ensemble Modern Medien. 2003 wurde die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) als eigene Ausbildungsstätte mit dem Ziel gegründet, das musikalische Erbe weiterzutragen und neue Wege des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens zu fördern.

Der international renommierte Choreograf Jacopo Godani stammt aus dem italienischen La Spezia, wo er klassisches Ballett und moderne Tanztechniken studierte. Außerdem widmete er sich dem Studium der Bildenden Kunst in Carrara und setzte seine Ausbildung an Maurice Béjarts École Mudra in Brüssel fort. Sein professionelles Debüt gab Godani 1988 in Paris. Mit der Gründung einer eigenen Kompanie in Brüssel begann er 1990 seine Laufbahn als Choreograf. Von 1991 bis 2000 war er führender Solist bei William Forsythes Ballett Frankfurt und arbeitete dort mit Forsythe bei der choreografischen Kreation vieler wichtiger Stücke zusammen. Godani hat Werke für eine Vielzahl internationaler Kompanien choreografiert, darunter das Royal Ballet Covent Garden, das Bayerische Staatsballett, die Compañía Nacional de Danza, das Nederlands Dans Theater, das Ballet du Capitole de Toulouse, das Semperoper Ballett und die Sydney Dance Company. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Jacopo Godani Künstlerischer Direktor und Choreograf der Dresden Frankfurt Dance Company.

Godani schreibt auch Texte, entwirft Kostüme, entwickelt innovative Wege für den Einsatz von Licht, Video und Projektionen und kreiert oder bearbeitet Musik für einige seiner Stücke.

1.7
Fr, 22:30 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 2
Solidarisches Preissystem
Dauer: ca. 40 Min.
keine Pause
Performance
WO WIRST DU JETZT GEWESEN
Aran Kleebaur

Es ist eine Woche nach der sog. Krawallnacht vom 18. Juli 2020. Es ist der Tag, an dem der Frankfurter OB Feldmann am Opernplatz seinen PR-Auftritt haben wird, während in der unmittelbaren Umgebung Aktivist*innen rassistische Polizeikontrollen dokumentieren und damit gleichzeitig zum Widerstand in Echtzeit aufrufen. Wie bei so vielen politischen Aktionen der letzten Jahre spielte sich das Drama dieser Nächte gefühlt genauso sehr auf Screens und in Feeds ab wie auf den Straßen: zwischen schwitzendem Asphalt, Feuer-Emojis, Lautsprecher-Feedback und verbrauchtem Datenvolumen, verwaschenen Pixeln und dem Entsetzen, das in ihnen zum Ausdruck kommen soll.
Vor einem Jahr produzierte und zeigte Aran Kleebaur WO WIRST DU JETZT GEWESEN als Videoarbeit. Ausgehend von dem damaligen Material kehrt die Performance wieder zu diesem Tag vor nun zwei Jahren zurück. Anhand der persönlich als auch gemeinschaftlich erfahrenen Ereignisse jener Woche und deren Medialitäten dreht es sich um die Frage, wie sich Reaktionen auf rassistische Polizeikontrollen über digitale Interfaces und verschiedene Formen des physischen Zusammenkommens auf Straßen, Plätzen und vor den jeweiligen Bildschirmen wechselseitig affizieren.

 


Cast & Credits

Von und mit: Aran Kleebaur
Dramaturgie: Jeanne J. Eschert

Gefördert durch ein Projektstipendium der Hessischen Kulturstiftung im Rahmen des Kulturpakets „Hessen kulturell neu eröffnen“.

Biographien

Aran Kleebaur studierte am Trinity College, Dublin, sowie am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen. Er ist Performer, Noise-Musiker und DJ. In seiner künstlerischen Praxis und Recherche beschäftigt er sich hauptsächlich mit den Materialitäten, Affekten und Beziehungen an den Schnittstellen medialer Situationen, und fokussiert sich dabei insbesondere auf die darin enthaltenen und produzierten Reize, Brüche, Hemmungen und Potenzialitäten.

Als bemerkenswerte Produktionen der letzten Jahre sind zum einen die performative Videoinstallation Der Prolog Akt 2 hervorzuheben, welche 2019 mehrfach mit Liesa Harzer aufgeführt wurde, unter anderem in Gießen, am Frankfurt LAB, am TNT Marburg, im Bärenzwinger in Berlin und am Schauspiel Köln. Im Februar 2020 führte er seine Abschlussinszenierung mit dem Titel Das ist kein Club. Das ist kein Rave am Künstlerhaus Mousonturm auf, und wurde damit zum Körber Studio Junge Regie 2021 am Thalia Theater eingeladen. Weitere Aufführungen fanden am TNT Marburg statt, sowie im Kunstverein Wagenhalle in Stuttgart. Im Sommer 2021 produzierte Aran Kleebaur das Video wo wirst du jetzt gewesen, welches als Stream am digitalen Mousonturm Premiere hatte, später als öffentliches Screening im AtelierFrankfurt gezeigt wurde, und nun für das F°LAB Festival 2022 für die Bühne umgearbeitet wurde.

Desweiteren legt er als Hit & Miss experimentellen Techno auf und produziert Noise-Musik. Für die Performance EXPLODED GOO (2019) der Tänzerin und Choreographin Zrinka Užbinec konzipierte Aran Kleebaur den Sound und spielt in den Aufführungen live improvisatorisch dazu; dies bereits u.a. am Künstlerhaus Mousonturm, sowie auf Tanz- und Performance-Festivals in Sofia, Rijeka, Belgrad, Prag und Kopenhagen.

2.7
Sa, 16:00 Uhr
Studio der Dresden Frankfurt Dance Company
Eintritt frei
Dauer: 2 Stunden
Workshop, Tanz
COMMUNITY DANCE WORKSHOP zur Produktion WITH THESE HANDS
Dresden Frankfurt Dance Company

Der Community Dance workshop zu WITH THESE HANDS richtet sich an alle zwischen 14 und 99 Jahren, die Lust auf Tanz haben und die Basis der choreografischen Arbeit von Jacopo Godani kennenlernen möchten. Der Workshop beginnt mit einem Warm-up, das auf der zeitgenössischen Tanztechnik beruht. Mit Hilfe von Improvisationsübungen werden Blockaden und Unsicherheiten im Umgang mit dem eigenen Körper gelöst und die eigene Bewegungssprache ganz neu entdeckt. Im Rahmen des Workshops werden Improvisationsmittel aus der aktuellen Produktion WITH THESE HANDS erlernt und auf dieser Basis eine gemeinsame Choreografie erarbeitet.

Der Workshop richtet sich an Anfänger:innen und Fortgeschrittene im Alter von 14-99 Jahre.

Anmeldungen unter: https://www.dresdenfrankfurtdancecompany.com/de/education/#c3647

In deutscher Sprache


2.7
Sa, 17:00 Uhr - 19:30 Uhr
Z-Zentrum
Eintritt frei
Dauer: Bitte bringen Sie etwas Zeit mit.
Installation, Forschung
B CH/K RP R LA D HA T
Ausstellung von J.F. Schmidt-Colinet & Li Lorian

Landschaft wird oft verstanden als Szenerie, als Hintergrund für menschliches Handeln. Sie existiert vermeintlich außerhalb von uns, ist einfach da, stumm um uns herum. J.F. Schmidt-Colinet und Li Lorian haben im Rahmen der HTA-Postgraduiertenförderung die Konstruktion von Landschaft und Gender untersucht mittels einer Auseinandersetzung mit Bild- und Buchformaten als performativem Raum. Sie haben performative Vorgänge, sowohl beim Produzieren als auch beim Anschauen und Durchblättern von Bildern und Büchern erforscht und untersucht, wie unterschiedliche Interaktionen queere Les- und Sichtweisen auf Landschaft und Gender eröffnen können.

Die Installation zeigt einen Ausschnitt der künstlerischen Arbeit, die im Rahmen des Forschungsprozesses entstanden ist, und bietet einen Einblick mit mannigfaltigen Ausblicken.


© Li Lorian
Cast & Credits

Ein Projekt von Li Lorian und J. F. Schmidt-Colinet.

Die HTA-Postgraduiertenförderung „Künstlerisches Forschen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Frankfurt LAB und Hessischer Theaterakademie, ermöglicht durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Biographien

J.F. Schmidt-Colinet realisiert in unterschiedlichen Arbeitskonstellationen Performances, arbeitet im Bereich Bühnenbild, Grafikdesign/Illustration und stellt Künstler:innenbücher her. Ein besonderes Interesse von ihm liegt dabei in Prozessen der Verräumlichung und kreativen Erzählweisen mit Bildern und Objekten. Zuletzt waren Schmidt-Colinets Arbeiten unter anderm zu sehen am Künstlerhaus Mousonturm (Bühnenbild für IM INTERNET GIBT ES KEINE MÄDCHEN/zaungäste, 2021), Studio Naxos (NEIN, EINFACH NEIN, 2021), Nationaltheater Mannheim (Illustration/Grafikdesign für SCHILLERNDE AUSSICHTEN/zaungäste, 2021) und am Stadttheater Gießen (morbus helveticus, 2019). Im Wintersemester 2021/22 hatte J.F. Schmidt-Colinet einen Lehrauftrag am Institut für Angewandte Theaterwissfenschaft an der JLU Gießen (praktischer Kurs: „Grundlagen Bühnenbild“). J. F. Schmidt-Colinet absolvierte das gestalterische Propädeutikum an der Zürcher Hochschule der Künste, studierte Bühnenbild an der UdK Berlin und Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Univerisität Gießen sowie Illustration:Authorial Practice im Rahmen eines Auslandsaufenthalts an der Falmouth University in England.

Li Lorian, geboren in Haifa, ist eine interdisziplinäre Künslerin aus Jerusalem. Sie beschäftigt sich künstlerisch mit der Recherche von visueller Sprache und neuen Performancepraktiken und interessiert sich dafür, wie dokumentarisches Material in künstlerisches Material übersetzt werden können. Sie war Residenzkünstlerin am Mamuta Art and Media Center in Jerusalem (2012), im Schloss Bröllin (2015), beim Arad Art and Architecture Residency Program (2015), in der Akademie Schloss Solitude (2016, 2017) – wo sie das Stück EXODUS entwickelte, dass zu den Berliner Festspielen / Theatertreffen Stückemarkt (2018) eingeladen wurde. Sie beteiligte sich an Rechercheprojekten im Rahmen einer Residenz an der Schaubude, Berlin (2020), der HTA-Postgraduiertenförderung (2020) und Tights: Dance and Thought in Tel-Aviv (2022). Sie ist zurzeit Teil einer Recherchegruppe an der Beit Hagefen Art Gallery in Haifa, in Kooperation mit Sikkuy: Association for the Advancement of Civic Equality. Li Lorian ist eine Absolventin der School of Visual Theater in Jerusalem (2011), studierte künstlerisches Puppenspiel für Kinder am Train Theatre Hamama und im Masterstudiengang Choreografie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, als Stipendiatin des DAAD.

2.7
Sa, 18:00 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 1
Solidarisches Preissystem
Dauer: ca. 60 Min.
keine Pause
Performance
HAPPY BIRTHDAY
Ein Theaterstück für die schönen Geister von Sahar Rezaei

Der Philosoph Giorgio Agamben formuliert in seiner Arbeit eine Radikalkritik an den Menschenrechten und der Nationalstaatlichen Ordnung. Im Zentrum steht immer die Frage, innerhalb von welchen Grenzen wir uns eigentlich befinden. Und damit ist für ihn jede Person, die die Bedeutung von Grenzen hinterfragt, eine Figur, die in den Fokus gesetzt werden soll.
In HAPPY BIRTHDAY, einem Stück von und mit Sahar Rezaei, steht die Regisseurin alleine auf der Bühne. Mit dem Auftreten des Publikums, wird alles, was es auf der Bühne gibt, zu einem Bild: selbst die Figur, die auf der Bühne steht und auf die Zuschauer:innen wartet, wird zum Teil dieses gerahmten Bildes. Aus existentiellen Gründen fragt sie sich, was dieses Bild sei und erinnert sich an Erfahrungen, die sie in ihrem Leben mit Bildern hatte. Durch ihre persönliche Geschichte, die am Ende nicht mehr so persönlich erscheint, sind wir Zeug:innen einer Reise durch die letzten dreißig Jahre: Von Teheran über Prag nach Frankfurt begleiten wir die Figur auf der Bühne bei ihrer Suche nach irgendeiner Art Befreiung aus den Rahmen.


© Christian Schuller
Cast & Credits

Von und Mit: Sahar Rezaei
Video und Schauspielcoaching: Samuel Simon
Dramaturgie: Björn Fischer
Musik: Sara Trawöger
Fotos: Christian Schuller

Mit vielen herzlichen Dank an Friederike Thielmann, für die Projektbetreuung, Richard Milling, Alina Huppertz, Mutsumi Itto, Claudia Warth und Mareike Wehrmann, für Komposition, Musik und Kostüm bei der Uraufführung.

 

Biographien

Sahar Rezaei ist Theater- und Filmregisseurin. Nach ihrem Studium zu Ingenieurwesen an der Polytechnischen Universität Teherans hat sie an der HfMDK (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt ) Regie studiert. Vor allem beschäftigte sie sich mit der zeitgenössischen Philosophie, Kunst und Politik und war als Autorin, Fotografin und Regisseurin tätig. Im Jahr 2018 erhielt sie den DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an der HfMDK. 2021 hat sie an dem Masterprogramm der DAMU (Theaterfakultät der Akademie der Musischen Künste in Prag) unterrichtet.
Ihre Projekte waren im Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, Frankfurt LAB, Studio NAXOS, Schauspiel Hannover, Divadlo Archa in Prag und in Teheran zu sehen.

2.7
Sa, 19:30 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 2
Solidarisches Preissystem
Dauer: ca. 60 Min.
keine Pause
In englischer Sprache
Lecture-Performance
ONLY IF I HAVE NOTHING TO CITE, I DANCE
Li Lorian

Ich sitze in der Bibliothek in Jerusalem und versuche mich auf meine Semesterarbeit zu konzentrieren. Kleine Tropfen salzigen Schweißes laufen mir aus der Achselhöhle, obwohl ich bewegungslos vor Butlers Schriften über subversive mimetische Praxis sitze. Handelt es sich dabei um den peformativen Ausdruck von Lesen? Ein Aufsatz mit dem Titel Diaspora: Generation and the Ground of Jewish Identity zwinkert mir unter einem Stapel Notizen zu, während Arkadi Zaides Dokumentation ARCHIVE in einem neuen Tab geöffnet ist. Vielleicht ist es auch nur die Sommerhitze im Nahen Osten.
Ein Aufsatz und eine Performance, eine theoretische verkörperte Forschung, Rede und Handlung.

Li Lorian wird im Rahmen des F°LAB Festivals am Sonntag, 3.7. den kostenlosen Workshop COMMUNAL BIOGRAPHIES anbieten. Anmeldungen bis zum 30.6. unter: info@frankfurt-lab.de


© Michal Hai
Cast & Credits

Von & mit: Li Lorian
Live Musik: Michal Sapir
Texte: Li Lorian, Stefan Zweig, Rhona Burns

Ein Auftragswerk für The Gathering – Performance Conference 0:8, mit freundlicher Unterstützung durch HaZira, School of Visual Theater, Jerusalem, sowie der Gießener Hochschulgesellschaft.

Mit Dank an: Ira Avneri, Rhona Burns, Yair Garbuz, Uriel Kon, Bojana Kunst, Yair Lipshitz, Nofar Sela und Arkadi Zaides

Biographien

Li Lorian ist eine interdisziplinäre Künstlerin aus Jerusalem. Sie war Residenzkünstlerin am Mamuta Art and Media Center in Jerusalem (2012), im Schloss Bröllin (2015), beim Arad Art and Architecture Residency Program (2015), in der Akademie Schloss Solitude (2016, 2017) – wo sie das Stück EXODUS entwickelte, dass zu den Berliner Festspielen / Theatertreffen Stückemarkt (2018) eingeladen wurde – und an der Schaubude, Berlin (2020). Li ist eine Absolventin der School of Visual Theater in Jerusalem (2011), studierte künstlerisches Puppenspiel für Kinder am Train Theatre Hamama und im Masterstudiengang Choreografie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, als Stipendiatin des DAAD. Ihre letzten Bühnenstücke sind u. a. Three Biographies which are not mine (Künstlerhaus Mousonturm, 2020), Only if I Have Nothing to Cite, I Dance (Performance 0:8 conference, Jerusalem 2019) und gemeinsam mit Marc Villanueva Mir Correspondence #1, das am Frankfurter Kunstverein uraufgeführt wurde (2018).

2.7
Sa, 21:00 Uhr
bett
Solidarisches Preissystem
Dauer: ca. 90 Min.
keine Pause
Performance, Musik
TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS: THE DIFFICULT SECOND ALBUM
Tedious Work

Tedious Work präsentieren eine neu überdachte Version der nun „unaufführbaren“ Arbeit TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS. Fort mit dem Teilen von Instrumenten direkt vom Mund eines Fremden in deinen eigenen, vielleicht sogar weg mit der einfachen Handlung des Würfeltauschens; es bleibt irgendwie, so oder so, das getrennt zusammen Spielen und die Weiterführung der Frage: „Wie genau macht man ein Stück über getrennte Zusammengehörigkeit, ohne darüber zu sprechen?“


Cast & Credits

Tedious Work wähnen sich eine Band inmitten einer Welttournee. Sie stellen sich vor, dass sie es langsam leid sind, ihr Debütalbum TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS für eine Person nach der anderen zu spielen.
Die unausweichliche Verschiebung ist in vollem Gange. Zuschauer:innen erleben live mit, wie sie ihr bestehendes Repertoire aktualisieren, ihm neues Leben einzuhauchen suchen und heimlich neue Songs einschmuggeln, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen.

Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; der Hänger im zweiten Jahr, das Waten durch die Düsternis bis ein neues Album unweigerlich gespielt werden wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Tedious Work laden Euch ein, dieselbe Welt auf dieselbe Weise anzusehen, und gleichzeitig etwas ganz anderes zu sehen.
Tedious Work, das seid ihr und Paul Norman und Leander Ripchinsky.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der
Aventis Foundation

3.7
So, 12:00 Uhr
Frankfurt LAB
Eintritt frei
Dauer: ca. 2 Std.
Austausch, Nahrung
F°LAB FESTIVAL BRUNCH
Festival-Frühstück für Nachbar:innen, Künstler:innen, Macher:innen

Es sprießt und blüht, Vögel bauen Nester und Tische laden zum Verweilen ein. Wer hätte so einen lauschigen Ort mitten im Industriegebiet erwartet? Am Sonntagvormittag laden wir alle Festivalbeteiligten, Besucher:innen und Nachbar:innen zu einem entspannten Brunch auf der Terrasse ein. Hier kann man sich über das Gesehene austauschen oder einfach nur die Vormittagssonne bei einem Kaffee genießen. Ihr seid herzlich eingeladen!


3.7
So, 14:00 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 2
Eintritt frei
Dauer: ca. 2 Std.
In englischer Sprache
Workshop, Performance
COMMUNAL BIOGRAPHIES WORKSHOP
Li Lorian

Die Teilnehmer:innen des Workshops entwickeln ihr eigene (wahre oder fiktive) Biografie, die sich aus (individuellen oder kollektiven) Erinnerungen, aus der Geschichte oder Sprache speist, wobei sie zwischen persönlichen Erzählungen und dem sozialen Gruppenkontext vermitteln.In der Verbindung verschiedener Disziplinen, möchte der Workshop kreative Menschen dazu einladen ihre privaten Fragestellungen innerhalb eines befreienden Forschungsrahmens zu beleuchten.

Bitte bringen Sie etwas zu Schreiben mit.

Anmeldungen bis zum 30.6. unter: info@frankfurt-lab.de


© Nastya Dzyuban
Cast & Credits

Von und mit Li Lorian

Biographien

Li Lorian, geboren in Haifa, ist eine interdisziplinäre Künslerin aus Jerusalem. Sie beschäftigt sich künstlerisch mit der Recherche von visueller Sprache und neuen Performancepraktiken und interessiert sich dafür, wie dokumentarisches Material in künstlerisches Material übersetzt werden können.
Sie war Residenzkünstlerin am Mamuta Art and Media Center in Jerusalem (2012), im Schloss Bröllin (2015), beim Arad Art and Architecture Residency Program (2015), in der Akademie Schloss Solitude (2016, 2017) – wo sie das Stück EXODUS entwickelte, dass zu den Berliner Festspielen / Theatertreffen Stückemarkt (2018) eingeladen wurde. Sie beteiligte sich an Rechercheprojekten im Rahmen einer Residenz an der Schaubude, Berlin (2020), der HTA-Postgraduiertenförderung (2020) und Tights: Dance and Thought in Tel-Aviv (2022). Sie ist zurzeit Teil einer Recherchegruppe an der Beit Hagefen Art Gallery in Haifa, in Kooperation mit Sikkuy: Association for the Advancement of Civic Equality. Li Lorian ist eine Absolventin der School of Visual Theater in Jerusalem (2011), studierte künstlerisches Puppenspiel für Kinder am Train Theatre Hamama und im Masterstudiengang Choreografie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, als Stipendiatin des DAAD.

3.7
So, 15:00 Uhr
Frankenallee/Gallus
Eintritt frei
Die Veranstaltung ist Teil von DIE KOLLEKTION, welche vom 30.6.-2.7. jeweils von 15.00 – 21.00 Uhr in der Frankenallee stattfindet.
Performance, Workshop, Intervention
DIE KOLLEKTION: ALLES MUSS RAUS PROMENADE
Mobile Albania

Mobile Albania hat ausgiebig analysiert, Leute befragt, Datensätze angelegt und Schwingungen ausgewertet. Nun ist es endlich so weit und nach über zwei Jahren der Datenverarbeitung und -lagerung packen wir sie aus: Unsere Kollektion! Wir laden zur Anpassung, Änderung und Anprobe! Um sie anschließend zu verpacken und in den Versand zu geben. Wie trägt es sich auf der Frankenallee? Prêt-à-porter oder Prêt-à-jeter? Wir freuen uns auf schnurrende Nähmaschinen im Takt der Stadt und fulminante Auftritte in neuen Gewändern. Der Catwalk ist ausgerollt! Herzlich willkommen in Mobile Albania!


Cast & Credits

Von und mit: Mobile Albania

Eine Produktion von Mobile Albania als Koproduktion und in Kooperation mit Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt Offenes Haus der Kulturen Frankfurt, Schwankhalle Bremen, Freischwimmen Residenz Festival.

Gefördert durch: Fonds Soziokultur, Kulturamt der Stadt Frankfurt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

3.7
So, 16:00 Uhr
Frankfurt LAB, Terrasse
Eintritt frei
Dauer: ca. 90 Min.
keine Pause
Konzert
DIG UP
Poor Northern (Paul Norman)

Lass uns gemeinsam einen einfachen, verschlafenen Sonntag bei ein paar Liedern und Tunes verbringen, die ich in zwei kurzen Sets mit Euch teile.

Wenn das erste Set wie das langsame Abrutschen der Gedanken eines Mittdreißigers ist, der den Bezug zu seiner Herkunft verloren hat und der keine Ahnung hat, wohin er als nächstes geht, so ähnelt das zweite Set vielleicht einer verschlissenen Strickleiter, an der man gerade so die niedrigste Sprosse erreichen kann.


© Paul Norman
Cast & Credits

Solo Gesang, Synthesiser, Drum Machine: Paul Norman

Biographien

Poor Northern ist wie ein Autounfall in Zeitlupe, bei dem man nicht wegschauen kann. Außer, dass der Unfall nur jemand ist, der in einem zwielichtigen Teil von England langsam rückwärts in eine Straßenlaterne fährt, bevor er aus vollstem Halse Scheiße! brüllt.

3.7
So, 16:00 Uhr
Studio der Dresden Frankfurt Dance Company
Eintritt frei
Dauer: 2 Stunden
Workshop, Tanz
COMMUNITY DANCE WORKSHOP zur Produktion WITH THESE HANDS
Dresden Frankfurt Dance Company

Der Community Dance workshop zu WITH THESE HANDS richtet sich an alle zwischen 14 und 99 Jahren, die Lust auf Tanz haben und die Basis der choreografischen Arbeit von Jacopo Godani kennenlernen möchten. Der Workshop beginnt mit einem Warm-up, das auf der zeitgenössischen Tanztechnik beruht. Mit Hilfe von Improvisationsübungen werden Blockaden und Unsicherheiten im Umgang mit dem eigenen Körper gelöst und die eigene Bewegungssprache ganz neu entdeckt. Im Rahmen des Workshops werden Improvisationsmittel aus der aktuellen Produktion WITH THESE HANDS erlernt und auf dieser Basis eine gemeinsame Choreografie erarbeitet.

Der Workshop richtet sich an Anfänger:innen und Fortgeschrittene im Alter von 14-99 Jahre.

Anmeldungen unter: https://www.dresdenfrankfurtdancecompany.com/de/education/#c3647

In deutscher Sprache


© De-Da-Productions
3.7
So, 16:00 Uhr - 19:00 Uhr
Z-Zentrum
Eintritt frei
Dauer: Bitte bringen Sie etwas Zeit mit.
Installation, Forschung
B CH/K RP R LA D HA T
Ausstellung von J.F. Schmidt-Colinet & Li Lorian

Landschaft wird oft verstanden als Szenerie, als Hintergrund für menschliches Handeln. Sie existiert vermeintlich außerhalb von uns, ist einfach da, stumm um uns herum. J.F. Schmidt-Colinet und Li Lorian haben im Rahmen der HTA-Postgraduiertenförderung die Konstruktion von Landschaft und Gender untersucht mittels einer Auseinandersetzung mit Bild- und Buchformaten als performativem Raum. Sie haben performative Vorgänge, sowohl beim Produzieren als auch beim Anschauen und Durchblättern von Bildern und Büchern erforscht und untersucht, wie unterschiedliche Interaktionen queere Les- und Sichtweisen auf Landschaft und Gender eröffnen können.

Die Installation zeigt einen Ausschnitt der künstlerischen Arbeit, die im Rahmen des Forschungsprozesses entstanden ist, und bietet einen Einblick mit mannigfaltigen Ausblicken.


© Li Lorian
Cast & Credits

Ein Projekt von Li Lorian und J. F. Schmidt-Colinet.

Die HTA-Postgraduiertenförderung „Künstlerisches Forschen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Frankfurt LAB und Hessischer Theaterakademie, ermöglicht durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Biographien

J.F. Schmidt-Colinet realisiert in unterschiedlichen Arbeitskonstellationen Performances, arbeitet im Bereich Bühnenbild, Grafikdesign/Illustration und stellt Künstler:innenbücher her. Ein besonderes Interesse von ihm liegt dabei in Prozessen der Verräumlichung und kreativen Erzählweisen mit Bildern und Objekten. Zuletzt waren Schmidt-Colinets Arbeiten unter anderm zu sehen am Künstlerhaus Mousonturm (Bühnenbild für IM INTERNET GIBT ES KEINE MÄDCHEN/zaungäste, 2021), Studio Naxos (NEIN, EINFACH NEIN, 2021), Nationaltheater Mannheim (Illustration/Grafikdesign für SCHILLERNDE AUSSICHTEN/zaungäste, 2021) und am Stadttheater Gießen (morbus helveticus, 2019). Im Wintersemester 2021/22 hatte J.F. Schmidt-Colinet einen Lehrauftrag am Institut für Angewandte Theaterwissfenschaft an der JLU Gießen (praktischer Kurs: „Grundlagen Bühnenbild“). J. F. Schmidt-Colinet absolvierte das gestalterische Propädeutikum an der Zürcher Hochschule der Künste, studierte Bühnenbild an der UdK Berlin und Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Univerisität Gießen sowie Illustration:Authorial Practice im Rahmen eines Auslandsaufenthalts an der Falmouth University in England.

Li Lorian, geboren in Haifa, ist eine interdisziplinäre Künstlerin aus Jerusalem. Sie beschäftigt sich künstlerisch mit der Recherche von visueller Sprache und neuen Performancepraktiken und interessiert sich dafür, wie dokumentarisches Material in künstlerisches Material übersetzt werden können. Sie war Residenzkünstlerin am Mamuta Art and Media Center in Jerusalem (2012), im Schloss Bröllin (2015), beim Arad Art and Architecture Residency Program (2015), in der Akademie Schloss Solitude (2016, 2017) – wo sie das Stück EXODUS entwickelte, dass zu den Berliner Festspielen / Theatertreffen Stückemarkt (2018) eingeladen wurde. Sie beteiligte sich an Rechercheprojekten im Rahmen einer Residenz an der Schaubude, Berlin (2020), der HTA-Postgraduiertenförderung (2020) und Tights: Dance and Thought in Tel-Aviv (2022). Sie ist zurzeit Teil einer Recherchegruppe an der Beit Hagefen Art Gallery in Haifa, in Kooperation mit Sikkuy: Association for the Advancement of Civic Equality. Li Lorian ist eine Absolventin der School of Visual Theater in Jerusalem (2011), studierte künstlerisches Puppenspiel für Kinder am Train Theatre Hamama und im Masterstudiengang Choreografie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, als Stipendiatin des DAAD.

3.7
So, 18:30 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 1
Solidarisches Preissystem
Dauer: ca. 75 Min.
eine Pause
In englischer Sprache
Konzert
DOMINO DREAMS
IEMA-Ensemble 2021 / 22, Luca Bagnoli (IRCAM Sound Diffusion), Quentin Nivromont (IRCAM Electronics) & Lukas Nowok (Elektronik)

In diesem Konzert werden die physikalischen Eigenschaften des Klangs und die Beobachtung der menschlichen Natur auf eine zutiefst sinnliche Weise miteinander verbunden. Das IEMA-Ensemble 2021 / 22 wird ein Repertoire voller Kontraste aufführen, das das Drama des inneren Selbst in Bezug auf eine reale, äußere Welt erforscht. Träume und Realität verschmelzen in immersiven klanglichen Erkundungen durch den Einsatz von Surround-Elektronik, Video und auch durch die Meisterhaftigkeit des Streichquartett-Formats. Die Dualität von physischen Klanggesten und der inneren persönlichen Welt lädt zu einer interessanten musikalischen Reise ein und führt zu unerforschten Orten.

Pablo Garretón: Proteus Reflexions II (2022) (15‘) für Ensemble und Elektronik

Rebecca Saunders: Fletch (2012) (15‘) für Streichquartett

Pause

Sebastian Hilli/Jenny Jokela: Hibernation (2021 / 22) für großes Ensemble, Animation und Elektronik (2022) (25‘) (Deutsche Erstaufführung)


© Barbara Fahle
Cast & Credits

IEMA-Ensemble 2021 / 22
Quentin Nivremont, IRCAM Electronics
Luca Bagnoli, IRCAM Sound diffusion
Lukas Nowok, Elektronik

Das Werk von Hilli/Jokela ist ein Auftragswerk von Internationale Ensemble Modern Akademie, IRCAM-Centre Pompidou, Time of Music und Gaudeamus Muziekweek im Rahmen des Ulysses Netzwerkes und mit Unterstützung des Creative Europe Programme der Europäischen Union.

Die Elektronik wurde von Manuel Poletti (IRCAM Computer Music Designer) in den Studios des IRCAM-Centre Pompidou realisiert.

Biographien

Die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) ist die Ausbildungsstätte des Ensemble Modern und wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, neben der Vermittlung des zeitgenössischen Repertoires neue Wege des heutigen künstlerischen Schaffens aufzuzeigen. Sie bietet Ausbildungsprogramme für verschiedene Zielgruppen von Education-Projekten über internationale Meisterkurse für Instrumentalist:innen bis hin zu Formaten für Nachwuchskünster:innen zu Beginn ihres Berufseinstiegs an. Ab 2022 etwa initiiert sie für junge Komponist:innen und Dirigent:innen gemeinsam mit dem Ensemble Modern und der Aventis Foundation das neue Mentoringprogramm ICCS (International Composer & Conductor Seminars). Zudem versteht sich die IEMA als Plattform für diskursive Formate. So begründete sie 2018 gemeinsam mit Hans Zender und der Stadt Meersburg die Meersburger KonzertGespräche, konzipiert als Denkwerkstatt mit öffentlichen Proben, Vorträgen und Konzerten. Seit 2021 wird das Format um einen neuen Meisterkurs, die Hans Zender Akademie, erweitert. 2019 veranstaltete die IEMA ein Symposium zu Entwicklungen in der Ensemblelandschaft in der aktuellen Musik; ein nächstes Symposium ist 2022 geplant.

Den Schwerpunkt aber bildet der Masterstudiengang, der seit 2006 in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) durchgeführt wird. Jeder Jahrgang bildet dabei ein eigenes IEMA-Ensemble. Durch u. a. die Förderung der Kunststiftung NRW, der GVL sowie weiterer Projektmittel können Studierende unterschiedlicher Disziplinen (Instrumentalspiel, Klangregie, Dirigat und Komposition) ein Jahr lang mit den Musiker:innen des Ensemble Modern und renommierten Komponisten- und Dirigentenpersönlichkeiten wie z. B. Heinz Holliger, Helmut Lachenmann, Mark Andre, Lucia Ronchetti, Stefan Prins, Sebastian Hilli, Lucas Vis, Stefan Asbury oder Jonathan Stockhammer am zeitgenössischen Repertoire arbeiten. In ca. 20 Konzerten im In- und Ausland werden die Ergebnisse der Arbeit als IEMA-Ensemble präsentiert.

Für das IEMA-Ensemble 2021/22 sind neben Konzerten in Frankfurt u. a. Auftritte bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik sowie im Rahmen des Ulysses Netzwerkes beim Festival Manifeste in Paris, dem Time of Music Festival in Viitasaari/Finnland und der Gaudeamus Muziekweek in Utrecht geplant. Ermöglicht durch die Crespo Foundation bildet auch der Bereich der Musikvermittlung einen Schwerpunkt des Studiengangs: Nach Ausbildung in Theorie und Praxis führt das IEMA-Ensemble im Juni 2022 ein einwöchiges Educationprojekt an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Ober-Ramstadt durch.

3.7
So, 20:00 Uhr
bett
Preis: 11 € zzgl. VVK-Gebühren
Dauer: ca. 90 Min
keine Pause
In spanischer Sprache
Konzert
CISCO PEMA *** FÄLLT AUS ***
Konzert

Cisco Pema, argentinischer Bassist, Produzent und Sänger, geboren und aufgewachsen in Buenos Aires, spielte in jungen Jahren in verschiedenen Bands, tourte dann mit lateinamerikanischer Musik durch Südamerika und kam schließlich nach Europa, um in Österreich Bass zu studieren und sich 2012 Berlin niederzulassen. Seit 2016 ist er Solokünstler und veröffentlichte bereits 3 Alben.
Der zwei Meter hohe, famose und charismatische Musiker vermittelt eine überzeugende und unterhaltsame Mischung aus modernem Songwriting und südamerikanischem Flair. Beim Hören fühlt man sich wie ein Argentinier, der in einer langen Nacht durch die Straßen Berlins zieht, von einer Samba-Party zu einer Jazz-Session und weiter in einen Elektro-Club. Wer sich diese Reise nicht entgehen lassen will, sollte unbedingt beim F°LAB Festival ins Bett gehen…


© Matteo Molina
5.6
So, 16:00 Uhr
Online
Musik, Performance, Gespräch
Festival Warm-up: TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS: AFTERNOON TEA & KAFFEE UND KUCHEN
Trennungssongs of Togetherness von Tedious Work

Dies ist eine herzliche Einladung, sich an den vier Sonntagen im Juni um 16 Uhr (3pm UK time) zum Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen für eine halbe Stunde online dazuzuschalten. 

Die experimentelle Pop-Band Tedious Work, lädt sich zum Kaffeekränzchen bei euch zu Hause ein. Tedious Work sind Paul Norman, Leander Ripchinsky und alle, die sich dazuschalten. Hier entsteht partizipative Musik auch für unmusikalische Menschen, die sich vor Mitmach-Theater gruseln und skeptisch sind, noch mehr Zeit am Rechner zu verbringen. Macht euch einen Tee oder einen Kaffee, bringt euch vielleicht ein Stück Kuchen mit, dann lässt es sich hier gut für eine halbe Stunde miteinander allein sein.

Welche Zustände des Zusammen-Seins kann es geben? Wie können wir, räumlich getrennt durch unsere digitalen Geräte, Erfahrungen der Verbundenheit machen? Wie machen wir eine Performance über Menschen online ohne über Menschen online zu sprechen?

Eine Session von  Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen ist aufgebaut wie ein Konzert, konzipiert für verschiedene Zu-Hauses. Paul & Leander bringen eine Setlist mit für diesen Anlass geschriebenen Songs mit. Song für Song wird eine neue Einladung ausgesprochen und dann gemeinsam jeweils ein anderes kurzes performatives Experiment durchgeführt.

Für den Song Bad Connection werden alle Teilnehmenden gebeten, ihre Kamera zu der Stelle im Haus zu gehen, an der sie die schlechteste Verbindung haben. Von dort werden wir versuchen über diese besonderen Orte zu berichten. Wer vorher eine Email an tediouswork@liebt-dich.de sendet, dem kann außerdem ein präpariertes Instrument für ein Konzert geliefert werden. Beim Song Spicken ist erlaubt formiert sich dann zum Beispiel ein stumm geschaltetes Flötenorchester, welches daran arbeitet über Abgucken die gleichen Töne zu treffen. Für I’m sorry we have to start again werden vorbereitete Mini-Keyboards per Radkurier in Frankfurter Wohnzimmer geliefert. Sonntags ab 16 Uhr werden dann kollektive Melodien gewürfelt und gemeinsam alle sechs Töne aufgeführt. Aber obwohl die Online – Konzerte auf Partizipation hin komponiert sind, kannst du dich immer noch auch zurücklehnen und einfach deinen Afternoon Tea and Kaffe und Kuchen genießen.

Möglichkeiten mitzumachen unter: tediouswork@liebt-dich.de

Kostenloser Zugang zu den Online-Performances (Kamera, Ton und Mikrofon empfohlen) unter: https://flabfestival.com

Am Samstag, den 2.7. findet ein live-Konzert der Trennungssongs of Togetherness statt. Alle Informationen dazu finden sich hier.


Cast & Credits

Tedious Work wähnen sich eine Band inmitten einer Welttournee. Sie stellen sich vor, dass sie es langsam leid sind, ihr Debütalbum TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS für eine Person nach der anderen zu spielen.

Die unausweichliche Verschiebung ist in vollem Gange. Zuschauer:innen erleben live mit, wie sie ihr bestehendes Repertoire aktualisieren, ihm neues Leben einzuhauchen suchen und heimlich neue Songs einschmuggeln, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen.

Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; der Hänger im zweiten Jahr, das Waten durch die Düsternis bis ein neues Album unweigerlich gespielt werden wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Tedious Work laden Euch ein, dieselbe Welt auf dieselbe Weise anzusehen, und gleichzeitig etwas ganz anderes zu sehen.

Tedious Work, das seid ihr und Paul Norman und Leander Ripchinsky.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

Biographien

Tedious Work, das bist Du, das seid ihr … und Paul Norman & Leander Ripchinsky.

Tedious Work glauben, eine Band inmitten einer Welttournee zu sein, die es langsam leid ist, ihr Debütalbum „Afternoon Tea & Kaffee und Kuchen“ für eine Person nach der anderen zu spielen. Also aktualisieren sie ihr bestehendes Repertoire, hauchen ihm neues Leben ein und schmuggeln heimlich neue Songs ein, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen. Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; am Ende der Durststrecke des zweiten Jahres – bis das neue Album endlich gespielt wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

12.6
So, 16:00 Uhr
Online
Musik, Performance, Gespräch
Festival Warm-up: TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS: AFTERNOON TEA & KAFFEE UND KUCHEN
Trennungssongs of Togetherness von Tedious Work

Dies ist eine herzliche Einladung, sich an den vier Sonntagen im Juni um 16 Uhr (3pm UK time) zum Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen für eine halbe Stunde online dazuzuschalten. 

Die experimentelle Pop-Band Tedious Work, lädt sich zum Kaffeekränzchen bei euch zu Hause ein. Tedious Work sind Paul Norman, Leander Ripchinsky und alle, die sich dazuschalten. Hier entsteht partizipative Musik auch für unmusikalische Menschen, die sich vor Mitmach-Theater gruseln und skeptisch sind, noch mehr Zeit am Rechner zu verbringen. Macht euch einen Tee oder einen Kaffee, bringt euch vielleicht ein Stück Kuchen mit, dann lässt es sich hier gut für eine halbe Stunde miteinander allein sein.

Welche Zustände des Zusammen-Seins kann es geben? Wie können wir, räumlich getrennt durch unsere digitalen Geräte, Erfahrungen der Verbundenheit machen? Wie machen wir eine Performance über Menschen online ohne über Menschen online zu sprechen?

Eine Session von  Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen ist aufgebaut wie ein Konzert, konzipiert für verschiedene Zu-Hauses. Paul & Leander bringen eine Setlist mit für diesen Anlass geschriebenen Songs mit. Song für Song wird eine neue Einladung ausgesprochen und dann gemeinsam jeweils ein anderes kurzes performatives Experiment durchgeführt.

Für den Song Bad Connection werden alle Teilnehmenden gebeten, ihre Kamera zu der Stelle im Haus zu gehen, an der sie die schlechteste Verbindung haben. Von dort werden wir versuchen über diese besonderen Orte zu berichten. Wer vorher eine Email an tediouswork@liebt-dich.de sendet, dem kann außerdem ein präpariertes Instrument für ein Konzert geliefert werden. Beim Song Spicken ist erlaubt formiert sich dann zum Beispiel ein stumm geschaltetes Flötenorchester, welches daran arbeitet über Abgucken die gleichen Töne zu treffen. Für I’m sorry we have to start again werden vorbereitete Mini-Keyboards per Radkurier in Frankfurter Wohnzimmer geliefert. Sonntags ab 16 Uhr werden dann kollektive Melodien gewürfelt und gemeinsam alle sechs Töne aufgeführt. Aber obwohl die Online – Konzerte auf Partizipation hin komponiert sind, kannst du dich immer noch auch zurücklehnen und einfach deinen Afternoon Tea and Kaffe und Kuchen genießen.

Möglichkeiten mitzumachen unter: tediouswork@liebt-dich.de

Kostenloser Zugang zu den Online-Performances (Kamera, Ton und Mikrofon empfohlen) unter: https://flabfestival.com

Am Samstag, den 2.7. findet ein live-Konzert der Trennungssongs of Togetherness statt. Alle Informationen dazu finden sich here.


Cast & Credits

Tedious Work wähnen sich eine Band inmitten einer Welttournee. Sie stellen sich vor, dass sie es langsam leid sind, ihr Debütalbum TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS für eine Person nach der anderen zu spielen.

Die unausweichliche Verschiebung ist in vollem Gange. Zuschauer:innen erleben live mit, wie sie ihr bestehendes Repertoire aktualisieren, ihm neues Leben einzuhauchen suchen und heimlich neue Songs einschmuggeln, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen.

Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; der Hänger im zweiten Jahr, das Waten durch die Düsternis bis ein neues Album unweigerlich gespielt werden wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Tedious Work laden Euch ein, dieselbe Welt auf dieselbe Weise anzusehen, und gleichzeitig etwas ganz anderes zu sehen.

Tedious Work, das seid ihr und Paul Norman und Leander Ripchinsky.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

Biographien

Tedious Work, das bist Du, das seid ihr … und Paul Norman & Leander Ripchinsky.

Tedious Work glauben, eine Band inmitten einer Welttournee zu sein, die es langsam leid ist, ihr Debütalbum „Afternoon Tea & Kaffee und Kuchen“ für eine Person nach der anderen zu spielen. Also aktualisieren sie ihr bestehendes Repertoire, hauchen ihm neues Leben ein und schmuggeln heimlich neue Songs ein, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen. Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; am Ende der Durststrecke des zweiten Jahres – bis das neue Album endlich gespielt wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

19.6
So, 16:00 Uhr
Online
Musik, Performance, Gespräch
Festival Warm-up: TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS: AFTERNOON TEA & KAFFEE UND KUCHEN
Trennungssongs of Togetherness von Tedious Work

Dies ist eine herzliche Einladung, sich an den vier Sonntagen im Juni um 16 Uhr (3pm UK time) zum Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen für eine halbe Stunde online dazuzuschalten. 

Die experimentelle Pop-Band Tedious Work, lädt sich zum Kaffeekränzchen bei euch zu Hause ein. Tedious Work sind Paul Norman, Leander Ripchinsky und alle, die sich dazuschalten. Hier entsteht partizipative Musik auch für unmusikalische Menschen, die sich vor Mitmach-Theater gruseln und skeptisch sind, noch mehr Zeit am Rechner zu verbringen. Macht euch einen Tee oder einen Kaffee, bringt euch vielleicht ein Stück Kuchen mit, dann lässt es sich hier gut für eine halbe Stunde miteinander allein sein.

Welche Zustände des Zusammen-Seins kann es geben? Wie können wir, räumlich getrennt durch unsere digitalen Geräte, Erfahrungen der Verbundenheit machen? Wie machen wir eine Performance über Menschen online ohne über Menschen online zu sprechen?

Eine Session von  Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen ist aufgebaut wie ein Konzert, konzipiert für verschiedene Zu-Hauses. Paul & Leander bringen eine Setlist mit für diesen Anlass geschriebenen Songs mit. Song für Song wird eine neue Einladung ausgesprochen und dann gemeinsam jeweils ein anderes kurzes performatives Experiment durchgeführt.

Für den Song Bad Connection werden alle Teilnehmenden gebeten, ihre Kamera zu der Stelle im Haus zu gehen, an der sie die schlechteste Verbindung haben. Von dort werden wir versuchen über diese besonderen Orte zu berichten. Wer vorher eine Email an tediouswork@liebt-dich.de sendet, dem kann außerdem ein präpariertes Instrument für ein Konzert geliefert werden. Beim Song Spicken ist erlaubt formiert sich dann zum Beispiel ein stumm geschaltetes Flötenorchester, welches daran arbeitet über Abgucken die gleichen Töne zu treffen. Für I’m sorry we have to start again werden vorbereitete Mini-Keyboards per Radkurier in Frankfurter Wohnzimmer geliefert. Sonntags ab 16 Uhr werden dann kollektive Melodien gewürfelt und gemeinsam alle sechs Töne aufgeführt. Aber obwohl die Online – Konzerte auf Partizipation hin komponiert sind, kannst du dich immer noch auch zurücklehnen und einfach deinen Afternoon Tea and Kaffe und Kuchen genießen.

Möglichkeiten mitzumachen unter: tediouswork@liebt-dich.de

Kostenloser Zugang zu den Online-Performances (Kamera, Ton und Mikrofon empfohlen) unter: https://flabfestival.com

Am Samstag, den 2.7. findet ein live-Konzert der Trennungssongs of Togetherness statt. Alle Informationen dazu finden sich hier.


Cast & Credits

Tedious Work wähnen sich eine Band inmitten einer Welttournee. Sie stellen sich vor, dass sie es langsam leid sind, ihr Debütalbum TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS für eine Person nach der anderen zu spielen.

Die unausweichliche Verschiebung ist in vollem Gange. Zuschauer:innen erleben live mit, wie sie ihr bestehendes Repertoire aktualisieren, ihm neues Leben einzuhauchen suchen und heimlich neue Songs einschmuggeln, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen.

Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; der Hänger im zweiten Jahr, das Waten durch die Düsternis bis ein neues Album unweigerlich gespielt werden wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Tedious Work laden Euch ein, dieselbe Welt auf dieselbe Weise anzusehen, und gleichzeitig etwas ganz anderes zu sehen.

Tedious Work, das seid ihr und Paul Norman und Leander Ripchinsky.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

Biographien

Tedious Work, das bist Du, das seid ihr … und Paul Norman & Leander Ripchinsky.

Tedious Work glauben, eine Band inmitten einer Welttournee zu sein, die es langsam leid ist, ihr Debütalbum „Afternoon Tea & Kaffee und Kuchen“ für eine Person nach der anderen zu spielen. Also aktualisieren sie ihr bestehendes Repertoire, hauchen ihm neues Leben ein und schmuggeln heimlich neue Songs ein, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen. Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; am Ende der Durststrecke des zweiten Jahres – bis das neue Album endlich gespielt wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

25.6
Sa, 20:00 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 1
Tanz, Performance, Installation
Festival Warm-up: TRACES
Performance-Installation von Tänzer:innen der Dresden Frankfurt Dance Company

Unter dem Titel TRACES gehen die fünf Ensemblemitglieder Felix Berning, Kevin Beyer, Anne Jung, Michael Ostenrath und Sam Young-Wright auf Spurensuche und verbinden bisherige tänzerische Einflüsse, die gegenwärtige choreografische Forschung unter Jacopo Godani und ihre eigenen choreografischen Handschriften zu einer kollaborativen Arbeit. Die daraus entstehende Performance-Installation gleicht einem Palimpsest – Ideen werden eingebracht, durch andere ergänzt und wieder durch neue überschrieben. Die bleibenden Spuren aus Vergangenheit und Gegenwart mischen sich mit den Ideen der jungen Choreograf:innen zu einem vibrierenden, experimentellen Stück.


© Dominik Mentzos
Cast & Credits

Konzept/Bühne/Kostüm/Licht: Felix Berning, Kevin Beyer, Anne Jung, Michael Ostenrath, Sam Young- Wright; In Zusammenarbeit mit: Jochen Goepfert, Dietrich Krüger, Dorothee Merg, Ulf Naumann, Martin Weinheimer

Musik: Krzysztof Penderecki: Auszüge aus Sinfonietta per archi; Terry Riley: III. The Gift und IV. The Ecstasy aus Salome Dances for Peace; György Ligeti: Konzert für Violoncello und Orchester

Tänzer:innen: Todd Baker, Felix Berning, Kevin Beyer, Roberta Inghilterra, Anne Jung, Barbora Kubátová, Clay Koonar, Amanda Lana, Zoe Lenzi Allaria, Allison McGuire, Gjergji Meshaj, Alessandra Miotti, Gaizka Morales Richard, David Leonidas Thiel, Tars Vandebeek, Sam Young-Wright

Uraufführung: 14.9.2021 im Sommerbau, Offenbach

Biographien

Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ein Ensemble für zeitgenössisches Ballett auf höchstem Niveau unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Jacopo Godani. Die Company entwickelt, präsentiert und vermittelt Tanz mit dem Ziel, Menschen zu verbinden, zu inspirieren und für Tanz zu begeistern. Sie ist an ihren beiden Residenzspielorten in Dresden und Frankfurt am Main zu Hause und geht als international gefragtes Ensemble auf Gastspielreisen.

Der unverwechselbare Stil der Dresden Frankfurt Dance Company verbindet auf einzigartige Weise traditionelles Erbe und zeitgenössisches Denken. Das Repertoire besteht maßgeblich aus Choreografien von Jacopo Godani, aber auch renommierte Gastchoreografen wie Marco Goecke und Rafael Bonachela kreieren regelmäßig für die Company. Meilensteine des zeitgenössischen Balletts wie von William Forsythe werden ebenfalls gepflegt und aufgeführt.

Der international renommierte Choreograf Jacopo Godani stammt aus dem italienischen La Spezia, wo er klassisches Ballett und moderne Tanztechniken studierte. Außerdem widmete er sich dem Studium der Bildenden Kunst in Carrara und setzte seine Ausbildung an Maurice Béjarts École Mudra in Brüssel fort. Sein professionelles Debüt gab Godani 1988 in Paris. Mit der Gründung einer eigenen Kompanie in Brüssel begann er 1990 seine Laufbahn als Choreograf. Von 1991 bis 2000 war er führender Solist bei William Forsythes Ballett Frankfurt und arbeitete dort mit Forsythe bei der choreografischen Kreation vieler wichtiger Stücke zusammen. Godani hat Werke für eine Vielzahl internationaler Kompanien choreografiert, darunter das Royal Ballet Covent Garden, das Bayerische Staatsballett, die Compañía Nacional de Danza, das Nederlands Dans Theater, das Ballet du Capitole de Toulouse, das Semperoper Ballett und die Sydney Dance Company. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Jacopo Godani Künstlerischer Direktor und Choreograf der Dresden Frankfurt Dance Company.

Godani schreibt auch Texte, entwirft Kostüme, entwickelt innovative Wege für den Einsatz von Licht, Video und Projektionen und kreiert oder bearbeitet Musik für einige seiner Stücke.

Felix Berning wurde in Datteln geboren. Er begann mit seiner Tanzausbildung am Gymnasium Essen-Werden und setzte diese 2014 mit seinem Studium an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden fort. Dort intensivierte Felix Berning die Arbeit an klassischen, modernen und improvisatorischen Tanztechniken. Während dieser Zeit war er unter anderem in Choreografien von Jirí Kylián, Andreas Heise oder Felix Landerer zu sehen. In 2017 schloss er das Studium ab und erwarb den Bachelor of Arts in Tanz. Seit August 2016 ist er Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Kevin Beyer wurde in Greifswald geboren. Er begann seine Tanzausbildung mit Standard und Lateinamerikanischem Tanz, bis er sein Interesse für das Musical entdeckte. Nach dem Umzug nach Hamburg entdeckte er seine Passion für den zeitgenössischen Tanz und begann Ballettunterricht bei Víctor Mateos zu nehmen. 2020 schloss er sein Bachelor Studium für Tanz an der Codarts Hogeschool voor de Kunsten in Rotterdam ab. Hier tanzte er unter anderem in Choreografien von Marco Goecke, Hofesh Shechter, Cayetano Soto und Jiří Kylián. Kevin Beyer ist seit August 2019 Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Anne Jung wurde in Groß-Umstadt geboren. Sie begann im Kindesalter mit Rhythmischer Sportgymnastik und nahm im Laufe ihrer Karriere an Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen teil. Ihre Tanzausbildung erhielt sie später an der Musikhochschule Köln. Durch ein Stipendium der Kunststiftung NRW kam sie zum ballettmainz und war dort unter der Leitung von Pascal Touzeau von 2009 bis 2013 Ensemblemitglied. Neben Touzeau arbeitete sie mit Jacopo Godani, Georg Reischl und Didy Veldman. Im Januar 2014 wechselte sie zum Nederlands Dans Theater 1 und tanzte in Werken von Marco Goecke, Paul Lightfoot, Sol León, Jiří Kylián, Medhi Walerski, Mats Ek und Franck Chartier. Seit Anfang 2017 ist sie Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Michael Ostenrath wurde in Aachen geboren. Er begann sein Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen und wechselte nach dem ersten Jahr im Bachelorprogramm an die Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Dort schloss er das Studium 2016 ab und erwarb den Bachelor of Arts in Tanz. Michael Ostenrath absolvierte Workshops in William Forsythes Improvisationstechniken, in Ohad Naharins Gaga-Technik und mit Russell Maliphant. Während seines Studiums tanzte er in Werken von Ihsan Rustem, Ohad Naharin und Katharina Christl. Von 2016 bis 2021 war er Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Sam Young-Wright wurde in Canberra, Australien geboren und begann seine Tanzausbildung bei der Ql2 Youth Dance Company, Fresh Funk und der National Capital Ballet School. Seinen Abschluss machte er an der Western Australian Academy of Performing Arts und der Sydney Dance Company. Im Anschluss tanzte er bei der Sydney Dance Company unter anderem in Werken von Rafael Bonachela, William Forsythe, Alexander Ekman, Cheng Tsung-Lung, Andonis Foniadakis, Gideon Obarzanek, Gabrielle Nankivell und Melanie Lane. 2014 tanzte er als Stipendiat beim Nederlands Dans Theater Summer Intensive in Werken von Marco Goecke, Crystal Pite, Sol León und Paul Lightfoot. Seit Januar 2018 gehört Sam Young-Wright zur Dresden Frankfurt Dance Company.

26.6
So, 16:00 Uhr
Online
Musik, Performance, Gespräch
Festival Warm-up: TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS: AFTERNOON TEA & KAFFEE UND KUCHEN
Trennungssongs of Togetherness von Tedious Work
Dies ist eine herzliche Einladung, sich an den vier Sonntagen im Juni um 16 Uhr (3pm UK time) zum Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen für eine halbe Stunde online dazuzuschalten. 

Die experimentelle Pop-Band Tedious Work, lädt sich zum Kaffeekränzchen bei euch zu Hause ein. Tedious Work sind Paul Norman, Leander Ripchinsky und alle, die sich dazuschalten. Hier entsteht partizipative Musik auch für unmusikalische Menschen, die sich vor Mitmach-Theater gruseln und skeptisch sind, noch mehr Zeit am Rechner zu verbringen. Macht euch einen Tee oder einen Kaffee, bringt euch vielleicht ein Stück Kuchen mit, dann lässt es sich hier gut für eine halbe Stunde miteinander allein sein.

Welche Zustände des Zusammen-Seins kann es geben? Wie können wir, räumlich getrennt durch unsere digitalen Geräte, Erfahrungen der Verbundenheit machen? Wie machen wir eine Performance über Menschen online ohne über Menschen online zu sprechen?

Eine Session von  Afternoon Tea and Kaffee und Kuchen ist aufgebaut wie ein Konzert, konzipiert für verschiedene Zu-Hauses. Paul & Leander bringen eine Setlist mit für diesen Anlass geschriebenen Songs mit. Song für Song wird eine neue Einladung ausgesprochen und dann gemeinsam jeweils ein anderes kurzes performatives Experiment durchgeführt.

Für den Song Bad Connection werden alle Teilnehmenden gebeten, ihre Kamera zu der Stelle im Haus zu gehen, an der sie die schlechteste Verbindung haben. Von dort werden wir versuchen über diese besonderen Orte zu berichten. Wer vorher eine Email an tediouswork@liebt-dich.de sendet, dem kann außerdem ein präpariertes Instrument für ein Konzert geliefert werden. Beim Song Spicken ist erlaubt formiert sich dann zum Beispiel ein stumm geschaltetes Flötenorchester, welches daran arbeitet über Abgucken die gleichen Töne zu treffen. Für I’m sorry we have to start again werden vorbereitete Mini-Keyboards per Radkurier in Frankfurter Wohnzimmer geliefert. Sonntags ab 16 Uhr werden dann kollektive Melodien gewürfelt und gemeinsam alle sechs Töne aufgeführt. Aber obwohl die Online – Konzerte auf Partizipation hin komponiert sind, kannst du dich immer noch auch zurücklehnen und einfach deinen Afternoon Tea and Kaffe und Kuchen genießen.

Möglichkeiten mitzumachen unter: tediouswork@liebt-dich.de

Kostenloser Zugang zu den Online-Performances (Kamera, Ton und Mikrofon empfohlen) unter: https://flabfestival.com

Am Samstag, den 2.7. findet ein live-Konzert der Trennungssongs of Togetherness statt. Alle Informationen dazu finden sich hier.


Cast & Credits

Tedious Work wähnen sich eine Band inmitten einer Welttournee. Sie stellen sich vor, dass sie es langsam leid sind, ihr Debütalbum TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS für eine Person nach der anderen zu spielen.

Die unausweichliche Verschiebung ist in vollem Gange. Zuschauer:innen erleben live mit, wie sie ihr bestehendes Repertoire aktualisieren, ihm neues Leben einzuhauchen suchen und heimlich neue Songs einschmuggeln, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen.

Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; der Hänger im zweiten Jahr, das Waten durch die Düsternis bis ein neues Album unweigerlich gespielt werden wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Tedious Work laden Euch ein, dieselbe Welt auf dieselbe Weise anzusehen, und gleichzeitig etwas ganz anderes zu sehen.

Tedious Work, das seid ihr und Paul Norman und Leander Ripchinsky.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

Biographien

Tedious Work, das bist Du, das seid ihr … und Paul Norman & Leander Ripchinsky.

Tedious Work glauben, eine Band inmitten einer Welttournee zu sein, die es langsam leid ist, ihr Debütalbum „Afternoon Tea & Kaffee und Kuchen“ für eine Person nach der anderen zu spielen. Also aktualisieren sie ihr bestehendes Repertoire, hauchen ihm neues Leben ein und schmuggeln heimlich neue Songs ein, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen. Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; am Ende der Durststrecke des zweiten Jahres – bis das neue Album endlich gespielt wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation“

26.6
So, 20:00 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 1
Tanz, Performance, Installation
Festival Warm-up: TRACES
Performance-Installation von Tänzer:innen der Dresden Frankfurt Dance Company

Unter dem Titel TRACES gehen die fünf Ensemblemitglieder Felix Berning, Kevin Beyer, Anne Jung, Michael Ostenrath und Sam Young-Wright auf Spurensuche und verbinden bisherige tänzerische Einflüsse, die gegenwärtige choreografische Forschung unter Jacopo Godani und ihre eigenen choreografischen Handschriften zu einer kollaborativen Arbeit. Die daraus entstehende Performance-Installation gleicht einem Palimpsest – Ideen werden eingebracht, durch andere ergänzt und wieder durch neue überschrieben. Die bleibenden Spuren aus Vergangenheit und Gegenwart mischen sich mit den Ideen der jungen Choreograf:innen zu einem vibrierenden, experimentellen Stück.


© Dominik Mentzos
Cast & Credits

Konzept/Bühne/Kostüm/Licht: Felix Berning, Kevin Beyer, Anne Jung, Michael Ostenrath, Sam Young- Wright; In Zusammenarbeit mit: Jochen Goepfert, Dietrich Krüger, Dorothee Merg, Ulf Naumann, Martin Weinheimer

Musik: Krzysztof Penderecki: Auszüge aus Sinfonietta per archi; Terry Riley: III. The Gift und IV. The Ecstasy aus Salome Dances for Peace; György Ligeti: Konzert für Violoncello und Orchester

Tänzer:innen: Todd Baker, Felix Berning, Kevin Beyer, Roberta Inghilterra, Anne Jung, Barbora Kubátová, Clay Koonar, Amanda Lana, Zoe Lenzi Allaria, Allison McGuire, Gjergji Meshaj, Alessandra Miotti, Gaizka Morales Richard, David Leonidas Thiel, Tars Vandebeek, Sam Young-Wright

Uraufführung: 14.9.2021 im Sommerbau, Offenbach

Biographien

Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ein Ensemble für zeitgenössisches Ballett auf höchstem Niveau unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Jacopo Godani. Die Company entwickelt, präsentiert und vermittelt Tanz mit dem Ziel, Menschen zu verbinden, zu inspirieren und für Tanz zu begeistern. Sie ist an ihren beiden Residenzspielorten in Dresden und Frankfurt am Main zu Hause und geht als international gefragtes Ensemble auf Gastspielreisen.

Der unverwechselbare Stil der Dresden Frankfurt Dance Company verbindet auf einzigartige Weise traditionelles Erbe und zeitgenössisches Denken. Das Repertoire besteht maßgeblich aus Choreografien von Jacopo Godani, aber auch renommierte Gastchoreografen wie Marco Goecke und Rafael Bonachela kreieren regelmäßig für die Company. Meilensteine des zeitgenössischen Balletts wie von William Forsythe werden ebenfalls gepflegt und aufgeführt.

Der international renommierte Choreograf Jacopo Godani stammt aus dem italienischen La Spezia, wo er klassisches Ballett und moderne Tanztechniken studierte. Außerdem widmete er sich dem Studium der Bildenden Kunst in Carrara und setzte seine Ausbildung an Maurice Béjarts École Mudra in Brüssel fort. Sein professionelles Debüt gab Godani 1988 in Paris. Mit der Gründung einer eigenen Kompanie in Brüssel begann er 1990 seine Laufbahn als Choreograf. Von 1991 bis 2000 war er führender Solist bei William Forsythes Ballett Frankfurt und arbeitete dort mit Forsythe bei der choreografischen Kreation vieler wichtiger Stücke zusammen. Godani hat Werke für eine Vielzahl internationaler Kompanien choreografiert, darunter das Royal Ballet Covent Garden, das Bayerische Staatsballett, die Compañía Nacional de Danza, das Nederlands Dans Theater, das Ballet du Capitole de Toulouse, das Semperoper Ballett und die Sydney Dance Company. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Jacopo Godani Künstlerischer Direktor und Choreograf der Dresden Frankfurt Dance Company.

Godani schreibt auch Texte, entwirft Kostüme, entwickelt innovative Wege für den Einsatz von Licht, Video und Projektionen und kreiert oder bearbeitet Musik für einige seiner Stücke.

Felix Berning wurde in Datteln geboren. Er begann mit seiner Tanzausbildung am Gymnasium Essen-Werden und setzte diese 2014 mit seinem Studium an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden fort. Dort intensivierte Felix Berning die Arbeit an klassischen, modernen und improvisatorischen Tanztechniken. Während dieser Zeit war er unter anderem in Choreografien von Jirí Kylián, Andreas Heise oder Felix Landerer zu sehen. In 2017 schloss er das Studium ab und erwarb den Bachelor of Arts in Tanz. Seit August 2016 ist er Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Kevin Beyer wurde in Greifswald geboren. Er begann seine Tanzausbildung mit Standard und Lateinamerikanischem Tanz, bis er sein Interesse für das Musical entdeckte. Nach dem Umzug nach Hamburg entdeckte er seine Passion für den zeitgenössischen Tanz und begann Ballettunterricht bei Víctor Mateos zu nehmen. 2020 schloss er sein Bachelor Studium für Tanz an der Codarts Hogeschool voor de Kunsten in Rotterdam ab. Hier tanzte er unter anderem in Choreografien von Marco Goecke, Hofesh Shechter, Cayetano Soto und Jiří Kylián. Kevin Beyer ist seit August 2019 Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Anne Jung wurde in Groß-Umstadt geboren. Sie begann im Kindesalter mit Rhythmischer Sportgymnastik und nahm im Laufe ihrer Karriere an Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen teil. Ihre Tanzausbildung erhielt sie später an der Musikhochschule Köln. Durch ein Stipendium der Kunststiftung NRW kam sie zum ballettmainz und war dort unter der Leitung von Pascal Touzeau von 2009 bis 2013 Ensemblemitglied. Neben Touzeau arbeitete sie mit Jacopo Godani, Georg Reischl und Didy Veldman. Im Januar 2014 wechselte sie zum Nederlands Dans Theater 1 und tanzte in Werken von Marco Goecke, Paul Lightfoot, Sol León, Jiří Kylián, Medhi Walerski, Mats Ek und Franck Chartier. Seit Anfang 2017 ist sie Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Michael Ostenrath wurde in Aachen geboren. Er begann sein Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen und wechselte nach dem ersten Jahr im Bachelorprogramm an die Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Dort schloss er das Studium 2016 ab und erwarb den Bachelor of Arts in Tanz. Michael Ostenrath absolvierte Workshops in William Forsythes Improvisationstechniken, in Ohad Naharins Gaga-Technik und mit Russell Maliphant. Während seines Studiums tanzte er in Werken von Ihsan Rustem, Ohad Naharin und Katharina Christl. Von 2016 bis 2021 war er Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Sam Young-Wright wurde in Canberra, Australien geboren und begann seine Tanzausbildung bei der Ql2 Youth Dance Company, Fresh Funk und der National Capital Ballet School. Seinen Abschluss machte er an der Western Australian Academy of Performing Arts und der Sydney Dance Company. Im Anschluss tanzte er bei der Sydney Dance Company unter anderem in Werken von Rafael Bonachela, William Forsythe, Alexander Ekman, Cheng Tsung-Lung, Andonis Foniadakis, Gideon Obarzanek, Gabrielle Nankivell und Melanie Lane. 2014 tanzte er als Stipendiat beim Nederlands Dans Theater Summer Intensive in Werken von Marco Goecke, Crystal Pite, Sol León und Paul Lightfoot. Seit Januar 2018 gehört Sam Young-Wright zur Dresden Frankfurt Dance Company.

27.6
Mo, 20:00 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 1
Tanz, Performance, Installation
Festival Warm-up: TRACES
Performance-Installation von Tänzer:innen der Dresden Frankfurt Dance Company

Unter dem Titel TRACES gehen die fünf Ensemblemitglieder Felix Berning, Kevin Beyer, Anne Jung, Michael Ostenrath und Sam Young-Wright auf Spurensuche und verbinden bisherige tänzerische Einflüsse, die gegenwärtige choreografische Forschung unter Jacopo Godani und ihre eigenen choreografischen Handschriften zu einer kollaborativen Arbeit. Die daraus entstehende Performance-Installation gleicht einem Palimpsest – Ideen werden eingebracht, durch andere ergänzt und wieder durch neue überschrieben. Die bleibenden Spuren aus Vergangenheit und Gegenwart mischen sich mit den Ideen der jungen Choreograf:innen zu einem vibrierenden, experimentellen Stück.


© Dominik Mentzos
Cast & Credits

Konzept/Bühne/Kostüm/Licht: Felix Berning, Kevin Beyer, Anne Jung, Michael Ostenrath, Sam Young- Wright; In Zusammenarbeit mit: Jochen Goepfert, Dietrich Krüger, Dorothee Merg, Ulf Naumann, Martin Weinheimer

Musik: Krzysztof Penderecki: Auszüge aus Sinfonietta per archi; Terry Riley: III. The Gift und IV. The Ecstasy aus Salome Dances for Peace; György Ligeti: Konzert für Violoncello und Orchester

Tänzer:innen: Todd Baker, Felix Berning, Kevin Beyer, Roberta Inghilterra, Anne Jung, Barbora Kubátová, Clay Koonar, Amanda Lana, Zoe Lenzi Allaria, Allison McGuire, Gjergji Meshaj, Alessandra Miotti, Gaizka Morales Richard, David Leonidas Thiel, Tars Vandebeek, Sam Young-Wright

Uraufführung: 14.9.2021 im Sommerbau, Offenbach

Biographien

Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ein Ensemble für zeitgenössisches Ballett auf höchstem Niveau unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Jacopo Godani. Die Company entwickelt, präsentiert und vermittelt Tanz mit dem Ziel, Menschen zu verbinden, zu inspirieren und für Tanz zu begeistern. Sie ist an ihren beiden Residenzspielorten in Dresden und Frankfurt am Main zu Hause und geht als international gefragtes Ensemble auf Gastspielreisen.

Der unverwechselbare Stil der Dresden Frankfurt Dance Company verbindet auf einzigartige Weise traditionelles Erbe und zeitgenössisches Denken. Das Repertoire besteht maßgeblich aus Choreografien von Jacopo Godani, aber auch renommierte Gastchoreografen wie Marco Goecke und Rafael Bonachela kreieren regelmäßig für die Company. Meilensteine des zeitgenössischen Balletts wie von William Forsythe werden ebenfalls gepflegt und aufgeführt.

Der international renommierte Choreograf Jacopo Godani stammt aus dem italienischen La Spezia, wo er klassisches Ballett und moderne Tanztechniken studierte. Außerdem widmete er sich dem Studium der Bildenden Kunst in Carrara und setzte seine Ausbildung an Maurice Béjarts École Mudra in Brüssel fort. Sein professionelles Debüt gab Godani 1988 in Paris. Mit der Gründung einer eigenen Kompanie in Brüssel begann er 1990 seine Laufbahn als Choreograf. Von 1991 bis 2000 war er führender Solist bei William Forsythes Ballett Frankfurt und arbeitete dort mit Forsythe bei der choreografischen Kreation vieler wichtiger Stücke zusammen. Godani hat Werke für eine Vielzahl internationaler Kompanien choreografiert, darunter das Royal Ballet Covent Garden, das Bayerische Staatsballett, die Compañía Nacional de Danza, das Nederlands Dans Theater, das Ballet du Capitole de Toulouse, das Semperoper Ballett und die Sydney Dance Company. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Jacopo Godani Künstlerischer Direktor und Choreograf der Dresden Frankfurt Dance Company.

Godani schreibt auch Texte, entwirft Kostüme, entwickelt innovative Wege für den Einsatz von Licht, Video und Projektionen und kreiert oder bearbeitet Musik für einige seiner Stücke.

Felix Berning wurde in Datteln geboren. Er begann mit seiner Tanzausbildung am Gymnasium Essen-Werden und setzte diese 2014 mit seinem Studium an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden fort. Dort intensivierte Felix Berning die Arbeit an klassischen, modernen und improvisatorischen Tanztechniken. Während dieser Zeit war er unter anderem in Choreografien von Jirí Kylián, Andreas Heise oder Felix Landerer zu sehen. In 2017 schloss er das Studium ab und erwarb den Bachelor of Arts in Tanz. Seit August 2016 ist er Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Kevin Beyer wurde in Greifswald geboren. Er begann seine Tanzausbildung mit Standard und Lateinamerikanischem Tanz, bis er sein Interesse für das Musical entdeckte. Nach dem Umzug nach Hamburg entdeckte er seine Passion für den zeitgenössischen Tanz und begann Ballettunterricht bei Víctor Mateos zu nehmen. 2020 schloss er sein Bachelor Studium für Tanz an der Codarts Hogeschool voor de Kunsten in Rotterdam ab. Hier tanzte er unter anderem in Choreografien von Marco Goecke, Hofesh Shechter, Cayetano Soto und Jiří Kylián. Kevin Beyer ist seit August 2019 Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Anne Jung wurde in Groß-Umstadt geboren. Sie begann im Kindesalter mit Rhythmischer Sportgymnastik und nahm im Laufe ihrer Karriere an Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen teil. Ihre Tanzausbildung erhielt sie später an der Musikhochschule Köln. Durch ein Stipendium der Kunststiftung NRW kam sie zum ballettmainz und war dort unter der Leitung von Pascal Touzeau von 2009 bis 2013 Ensemblemitglied. Neben Touzeau arbeitete sie mit Jacopo Godani, Georg Reischl und Didy Veldman. Im Januar 2014 wechselte sie zum Nederlands Dans Theater 1 und tanzte in Werken von Marco Goecke, Paul Lightfoot, Sol León, Jiří Kylián, Medhi Walerski, Mats Ek und Franck Chartier. Seit Anfang 2017 ist sie Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Michael Ostenrath wurde in Aachen geboren. Er begann sein Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen und wechselte nach dem ersten Jahr im Bachelorprogramm an die Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Dort schloss er das Studium 2016 ab und erwarb den Bachelor of Arts in Tanz. Michael Ostenrath absolvierte Workshops in William Forsythes Improvisationstechniken, in Ohad Naharins Gaga-Technik und mit Russell Maliphant. Während seines Studiums tanzte er in Werken von Ihsan Rustem, Ohad Naharin und Katharina Christl. Von 2016 bis 2021 war er Mitglied der Dresden Frankfurt Dance Company.

Sam Young-Wright wurde in Canberra, Australien geboren und begann seine Tanzausbildung bei der Ql2 Youth Dance Company, Fresh Funk und der National Capital Ballet School. Seinen Abschluss machte er an der Western Australian Academy of Performing Arts und der Sydney Dance Company. Im Anschluss tanzte er bei der Sydney Dance Company unter anderem in Werken von Rafael Bonachela, William Forsythe, Alexander Ekman, Cheng Tsung-Lung, Andonis Foniadakis, Gideon Obarzanek, Gabrielle Nankivell und Melanie Lane. 2014 tanzte er als Stipendiat beim Nederlands Dans Theater Summer Intensive in Werken von Marco Goecke, Crystal Pite, Sol León und Paul Lightfoot. Seit Januar 2018 gehört Sam Young-Wright zur Dresden Frankfurt Dance Company.

30.6
Do, 18:00 Uhr - 21:30 Uhr
Z-Zentrum
Installation, Forschung
B CH/K RP R LA D HA T
Ausstellung von J.F. Schmidt-Colinet & Li Lorian

Landschaft wird oft verstanden als Szenerie, als Hintergrund für menschliches Handeln. Sie existiert vermeintlich außerhalb von uns, ist einfach da, stumm um uns herum. J.F. Schmidt-Colinet und Li Lorian haben im Rahmen der HTA-Postgraduiertenförderung die Konstruktion von Landschaft und Gender untersucht mittels einer Auseinandersetzung mit Bild- und Buchformaten als performativem Raum. Sie haben performative Vorgänge, sowohl beim Produzieren als auch beim Anschauen und Durchblättern von Bildern und Büchern erforscht und untersucht, wie unterschiedliche Interaktionen queere Les- und Sichtweisen auf Landschaft und Gender eröffnen können.

Die Installation zeigt einen Ausschnitt der künstlerischen Arbeit, die im Rahmen des Forschungsprozesses entstanden ist, und bietet einen Einblick mit mannigfaltigen Ausblicken.


© Li Lorian
Cast & Credits

Ein Projekt von Li Lorian und J. F. Schmidt-Colinet.

Die HTA-Postgraduiertenförderung „Künstlerisches Forschen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Frankfurt LAB und Hessischer Theaterakademie, ermöglicht durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Biographien

J.F. Schmidt-Colinet realisiert in unterschiedlichen Arbeitskonstellationen Performances, arbeitet im Bereich Bühnenbild, Grafikdesign/Illustration und stellt Künstler:innenbücher her. Ein besonderes Interesse von ihm liegt dabei in Prozessen der Verräumlichung und kreativen Erzählweisen mit Bildern und Objekten. Zuletzt waren Schmidt-Colinets Arbeiten unter anderm zu sehen am Künstlerhaus Mousonturm (Bühnenbild für IM INTERNET GIBT ES KEINE MÄDCHEN/zaungäste, 2021), Studio Naxos (NEIN, EINFACH NEIN, 2021), Nationaltheater Mannheim (Illustration/Grafikdesign für SCHILLERNDE AUSSICHTEN/zaungäste, 2021) und am Stadttheater Gießen (morbus helveticus, 2019). Im Wintersemester 2021/22 hatte J.F. Schmidt-Colinet einen Lehrauftrag am Institut für Angewandte Theaterwissfenschaft an der JLU Gießen (praktischer Kurs: „Grundlagen Bühnenbild“). J. F. Schmidt-Colinet absolvierte das gestalterische Propädeutikum an der Zürcher Hochschule der Künste, studierte Bühnenbild an der UdK Berlin und Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Univerisität Gießen sowie Illustration:Authorial Practice im Rahmen eines Auslandsaufenthalts an der Falmouth University in England.

Li Lorian, geboren in Haifa, ist eine interdisziplinäre Künslerin aus Jerusalem. Sie beschäftigt sich künstlerisch mit der Recherche von visueller Sprache und neuen Performancepraktiken und interessiert sich dafür, wie dokumentarisches Material in künstlerisches Material übersetzt werden können. Sie war Residenzkünstlerin am Mamuta Art and Media Center in Jerusalem (2012), im Schloss Bröllin (2015), beim Arad Art and Architecture Residency Program (2015), in der Akademie Schloss Solitude (2016, 2017) – wo sie das Stück EXODUS entwickelte, dass zu den Berliner Festspielen / Theatertreffen Stückemarkt (2018) eingeladen wurde. Sie beteiligte sich an Rechercheprojekten im Rahmen einer Residenz an der Schaubude, Berlin (2020), der HTA-Postgraduiertenförderung (2020) und Tights: Dance and Thought in Tel-Aviv (2022). Sie ist zurzeit Teil einer Recherchegruppe an der Beit Hagefen Art Gallery in Haifa, in Kooperation mit Sikkuy: Association for the Advancement of Civic Equality. Li Lorian ist eine Absolventin der School of Visual Theater in Jerusalem (2011), studierte künstlerisches Puppenspiel für Kinder am Train Theatre Hamama und im Masterstudiengang Choreografie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, als Stipendiatin des DAAD.

30.6
Do, 19:00 Uhr
Frankfurt LAB
Tanz, Musik
Eröffnung: WITH THESE HANDS
Dresden Frankfurt Dance Company, Ensemble Modern & Jan Bang

Bei WITH THESE HANDS bestimmt Improvisation das Gesamtkonzept: Jeden Abend entsteht ein neuer Dialog zwischen Musik und Tanz. Die Musiker:innen des Ensemble Modern sowie die Tänzer:innen der Dresden Frankfurt Dance Company spielen sich die Impulse zu, entwickeln Geräusche und Bewegungen, die vom norwegischen Jazzmusiker und Live-Elektroniker Jan Bang aufgenommen, verarbeitet, verändert und wieder in das Geschehen eingebracht werden. So entsteht ein sich langsam verändernder Strom aus Bewegung und Musik, in dem Klang und Tanz untrennbar verwoben sind. Für diese Produktion verwandelt Jacopo Godani die Tänzer:innen mit Hilfe von überdimensionalen Kopfskulpturen zu epischen Titanen und mythologischen, fremden Wesen und schafft so eine Welt in ihrer ganz eigenen Ästhetik.

In den letzten Jahren hat die Dresden Frankfurt Dance Company bereits mehrfach mit dem Ensemble Modern kooperiert. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wird nun fortgesetzt und mit der Kollaboration des norwegischen Jazzmusikers und Live-Elektronikers Jan Bang um eine neue Dimension erweitert.


© Dominik Mentzos
Cast & Credits

Konzept und Choreografie: Jacopo Godani

Musik: Jan Bang (Live-Elektronik), Ensemble Modern (Dietmar Wiesner – Flöte, Saar Berger – Horn, Sava Stoianov – Trompete, Jagdish Mistry – Violine, Eva Böcker – Violoncello, Norbert Ommer – Klangregie)

Komposition: Jan Bang / Ensemble Modern

Bühne/Kostüm/Licht: Jacopo Godani

Kopfskulpturen Konzept und Design: Jacopo Godani
Kopfskulpturen Umsetzung: Wiebke Quenzel

Tänzer:innen: Todd Baker, Felix Berning, Kevin Beyer, Roberta Inghilterra, Anne Jung, Barbora Kubátová, Clay Koonar, Amanda Lana, Zoe Lenzi Allaria, Allison McGuire, Gjergji Meshaj, Alessandra Miotti, Gaizka Morales Richard, David Leonidas Thiel, Tars Vandebeek, Sam Young-Wright

Uraufführung: 8.7.2021 in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden

Eine Produktion der Dresden Frankfurt Dance Company in Kooperation mit dem Ensemble Modern und dem F°LAB Festival. Gefördert durch den Kulturfonds Rhein Main und die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege.

Biographien

Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ein Ensemble für zeitgenössisches Ballett auf höchstem Niveau unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Jacopo Godani. Die Company entwickelt, präsentiert und vermittelt Tanz mit dem Ziel, Menschen zu verbinden, zu inspirieren und für Tanz zu begeistern. Sie ist an ihren beiden Residenzspielorten in Dresden und Frankfurt am Main zu Hause und geht als international gefragtes Ensemble auf Gastspielreisen.

Der unverwechselbare Stil der Dresden Frankfurt Dance Company verbindet auf einzigartige Weise traditionelles Erbe und zeitgenössisches Denken. Das Repertoire besteht maßgeblich aus Choreografien von Jacopo Godani, aber auch renommierte Gastchoreografen wie Marco Goecke und Rafael Bonachela kreieren regelmäßig für die Company. Meilensteine des zeitgenössischen Balletts wie von William Forsythe werden ebenfalls gepflegt und aufgeführt.

Jan Bang ist ein norwegischer Musiker und Plattenproduzent, der durch mehrere Alben und langjährige Kooperationen mit Musikern wie Sidsel Endresen, Jon Hassell, Tigran Hamasyan, Nils Petter Molvær, Eivind Aarset, Arve Henriksen und Erik Honoré bekannt ist. Gemeinsam mit Letzterem gründete er 2005 auch das Punkt Festival in Kristiansand. Bang ist einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Produzenten Norwegens, und sein Beiname „Electronic Mastermind“ begleitet ihn aus gutem Grund. Der Norweger ist eine Art musikalischer Innovator und Brückenbauer, dem es auf konsequente Weise gelingt, progressives Denken mit populärer Anziehungskraft in Einklang zu bringen. Stets sucht er Wege, um die Musik und die Menschen voranzubringen und neue Kommunikationsebenen und musikalische Schnittstellen zu schaffen. Bang ist Professor für Elektronische Musik an der Universität von Agder, Norwegen.

Seit seiner Gründung 1980 zählt das Ensemble Modern (EM) zu den führenden Formationen für Neue Musik. Es vereint rund 20 Solist:innen aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Indien, Israel, Japan, den USA und der Schweiz. Das in Frankfurt am Main beheimatete Ensemble ist bekannt für seine einzigartige Arbeits- und basisdemokratische Organisationsweise. Seine unverwechselbare programmatische Bandbreite umfasst Musiktheater, Tanz- und Videoprojekte, Kammermusik, Ensemble- und Orchesterkonzerte. Tourneen und Gastspiele führen das Ensemble Modern zu renommierten Festivals und herausragenden Spielstätten in aller Welt. In enger Zusammenarbeit mit den Komponist:innen erarbeitet das Ensemble, mit dem Anspruch der größtmöglichen Authentizität, jedes Jahr durchschnittlich 70 Werke neu, darunter etwa 20 Uraufführungen. So entstanden über die Jahre außergewöhnliche und oftmals langjährige Zusammenarbeiten u. a. mit John Adams, Mark Andre, George Benjamin, Peter Eötvös, Brian Ferneyhough, Heiner Goebbels, Hans Werner Henze, Mauricio Kagel, György Kurtág, Helmut Lachenmann, György Ligeti, Olga Neuwirth, Enno Poppe, Rebecca Saunders, Simon Steen-Andersen, Karlheinz Stockhausen, Steve Reich, Frank Zappa oder Vito Žuraj. Neben seinen vielfältigen Aktivitäten auf dem Podium präsentiert das Ensemble Modern die Ergebnisse seiner Arbeit auch auf Tonträgern. Fast 50 der insgesamt über 150 Produktionen erschienen im eigenen, 1999 initiierten Label Ensemble Modern Medien. 2003 wurde die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) als eigene Ausbildungsstätte mit dem Ziel gegründet, das musikalische Erbe weiterzutragen und neue Wege des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens zu fördern.

Der international renommierte Choreograf Jacopo Godani stammt aus dem italienischen La Spezia, wo er klassisches Ballett und moderne Tanztechniken studierte. Außerdem widmete er sich dem Studium der Bildenden Kunst in Carrara und setzte seine Ausbildung an Maurice Béjarts École Mudra in Brüssel fort. Sein professionelles Debüt gab Godani 1988 in Paris. Mit der Gründung einer eigenen Kompanie in Brüssel begann er 1990 seine Laufbahn als Choreograf. Von 1991 bis 2000 war er führender Solist bei William Forsythes Ballett Frankfurt und arbeitete dort mit Forsythe bei der choreografischen Kreation vieler wichtiger Stücke zusammen. Godani hat Werke für eine Vielzahl internationaler Kompanien choreografiert, darunter das Royal Ballet Covent Garden, das Bayerische Staatsballett, die Compañía Nacional de Danza, das Nederlands Dans Theater, das Ballet du Capitole de Toulouse, das Semperoper Ballett und die Sydney Dance Company. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Jacopo Godani Künstlerischer Direktor und Choreograf der Dresden Frankfurt Dance Company.

Godani schreibt auch Texte, entwirft Kostüme, entwickelt innovative Wege für den Einsatz von Licht, Video und Projektionen und kreiert oder bearbeitet Musik für einige seiner Stücke.

30.6
Do, 20:30 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 2
Tanz, Kunst
TANZKAMERA OBSCURA
Fotografische Tanz-Szenogramme von Paul Pape zusammen mit Pablo Garretón, Joanna Gruberska, Raphaël Languillat, Moritz Schneidewendt, Felix Pape, Agnes Storch-Pape & Veerle Vervliet

Tänzer:innen und Musiker:innen erschaffen im performativen Dialog mit einer selbst entwickelten Kamera ganz eigene neue Bewegungschiffren. Ihr Rhythmus und die Dynamik der entstehenden Klang- und Bildräume reagieren mit der lichtempfindlichen Emulsion des Bildträgers und verdichten sich in Form einer Langzeitbelichtung. Auf dem Fotopapier zeichnet sich sowohl eine schemenhafte, figürliche Abbildung der Situation ab, als auch die zur Linienzeichnung gewordene Spur der Bewegungen. Möglich wird diese Abbildung durch eine 3D-gedruckte Kamerakonstruktion, welche über Fäden mit den Gliedmaßen der Tanzenden verbunden ist.

Weitere Informationen unter: www.tanzkamera.com


© Hannah Moser
Cast & Credits

Konzept und Fotographie: Paul Pape
Kamerabau: Felix Pape
Kostüm- und Bühnenbild: Agnes Storch-Pape
Grafik: Veerle Vervliet
Tanz: Joanna Gruberska
Musik / Komposition: Moritz Schneidewendt, Raphaël Languillat & Pablo Garretón

Mit freundlicher Unterstützung von:

HfG Offenbach, Hessische Theaterakademie

Biographien

Paul Pape studiert Kunst an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Bereits in vergangenen Arbeiten hatte Paul Bewegungen des Windes mit einer Art Windzeichenmaschine festgehalten und diese Idee darüber hinaus mit einer eigens entwickelten Lichtwind Camera Obscura verbunden. Die geradezu klassische Idee eines „Pencil of Nature“, anhand derer Henry Fox Talbot in einem Frühwerk der Fotografiegeschichte das Licht selbst zum Bildschöpfer werden lässt, ergänzt Paul Pape dabei um ein Wind-Lichtpendel, wodurch der selbst nicht sichtbare Wind Spuren auf dem Bildträger hinterlässt. Die Weiterentwicklung ist die Tanzkamera Obscura, mit der nun Bewegungs- und Tanzsequenzen einzelner oder mehrerer, von Live-Musik begleiteter Tänzer:innen eingefangen werden können.

Felix Pape studierte Produktdesign an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Neben den Kooperationsprojekten mit Paul Pape ist er Co-Founder von FrameOne, einem Startup von maßproduzierten, 3D-gedruckten Fahrrädern.

rameone.bike
instagram: felix_pape

Agnes Storch-Pape studierte nach ihrer Maßschneiderausbildung Kostümbild an der Hochschule Hannover bei Heide Kastler, Maren Christensen und Karin Lohr. Neben eigenen Projekten (zuletzt Lady Macbeth von Mzensk) ist sie Kostümassistentin an der Oper ­Frankfurt.

agnesstorch.com
instagram: l.a.s_h

Moritz Schneidewendt ist Klarinettist und interessiert sich besonders für zeitgenössische Musik und das künstlerische Potential des Miteinanders. In diversen Ensembles und eigenen freien Projekten untersucht er die musikalischen Mittel von heute und sucht danach, tradierte Strukturen des Musikbetriebs zu erneuern.

soundcloud/moritzschneidewendt
instagram: moritzschneidewendt

Als Komponist und multimedialer Künstler bewegt sich Raphaël Languillat an der Schnittstelle zwischen experimenteller Musik, Video und Bild und kombiniert das Instrumentale mit elektronischen Klängen.

raphaellanguillat.com
instagram: raphael.languillat

Veerle Vervliet ist eine Grafikdesignerin aus Brüssel, Belgien. Sie hat sich in ihrem Master auf Social Design und Künstlerbücher spezialisiert. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sie sich besonders mit dem sozialen Aspekt des Menschseins und dessen Wahnsinn auseinander.

veerlevervliet.com
instagram: verveervliet

Joanna Gruberska ist eine Tanzkünstlerin aus Posen, Polen. Derzeit studiert sie MA Contemporary Dance Education an der HfMDK in Frankfurt. Sie arbeitet mit dem Begriff der Vermittlung in zeitgenössischen Tanzpraktiken.

Der chilenische Komponist Pablo Garretón arbeitet sowohl instrumental als auch elektroakustisch. Sein Schaffen umfasst interaktive Kunst, Multimedia- und Performance-Stücke – gleichzeitig performt er selbst an analogen Synthesizern. Als Komponist und Interpret für live-Elektronic, arbeitet er zusammen mit diversen Theatern und Tanzkompanien. Momentan ist er Stipendiat der Internationalen Ensemble Modern Akademie Frankfurt.

https://www.pablogarreton.com
instagram: pablogarreton

30.6
Do, 21:30 Uhr
bett
Musik
CATS & BREAKKIES
Konzert

Cats & Breakkies, das sind vier junge Berliner mit Jazz im Herzen und Techno in den Genen. In klassischer Band-Besetzung – E-Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keys – rocken sie jederzeit ein instrumentales DJ-Live-Set auf Bühnen, Floors und Festivals. Immer tanzbar, mit Mut zu elegischen Melodien, opulenten Breaks und satten Flächen überzeugen sie vor allem durch die Präzision im Spannungsaufbau und die klangliche Weite ihrer Arrangements. Nach ihrem 2015 erschienenen Debütalbum organic electro, in produzentischer Zusammenarbeit mit David August, wurden sie 2016 für den „Bremer Jazzpreis 2016“ in der Kategorie „Jazz & Electronics“ nominiert, es folgten zahlreiche Auftritte auf Festivals und in Clubs, u. a. in der Kantine am Berghain, dem Tallinn Music Festival und dem Festival Berlistanbul. Mit spectral haben sie 2018 noch einmal eine Schippe drauf gelegt. In zehn tracks, die zusammen drei eigenständige Kurzsets ergeben, weben sie kunstvoll klangliche und metrische Schichten ineinander, bohren dicke Disco-Bretter, liefern perfekte build up und drop Dramaturgie – und machen vor allem auf entspannte Weise unheimlich viel Druck. Cats & Breakkies, das ist eleganter, schnörkelloser Live-Techno aus Berlin.


© Stephan Noe
Cast & Credits

Keyboard: Johannes Gottschick
Gitarre: Benedikt Schnitzler
Bass: Bastian Kaletta
Schlagzeug: Raphael Kaletta

1.7
Fr, 18:00 Uhr
Mousonturm Saal
Performance
TO SEE CLIMATE (CHANGE)
Romuald Krężel & René Alejandro Huari Mateus

TO SEE CLIMATE (CHANGE) ist das Ergebnis eines künstlerischen Forschungsprojekts, das Romuald Krężel und René Alejandro Huari Mateus 2020 im Frankfurt LAB initiierten und seither in Zusammenarbeit mit Monica Duncan, Clara Reiner und Patrick Faurot durch Residenzen am Europäischen Zentrum der Künste Hellerau in Dresden, der Biennale Warszawa und dem ZAMEK Cultural Center in Poznań, Polen, weiterentwickelten. Die Premiere der Performance fand in der Kaserne Basel während des Treibstoff Theatertage Festivals im September 2021 statt.

Ausgehend von Fragen zur Nachhaltigkeit inmitten einer Umweltkrise und deren Auswirkungen auf den heimischen Wohnraum, widmet sich die Performance den Ambivalenzen und Ambiguitäten der Beziehung zwischen dem Menschen und der kleinen Dosis Natur, die man zu Hause finden kann: Zimmerpflanzen. Indem die Künstler:innen die Pflanzen einladen, ihre Arbeit spekulativ mitzugestalten, suchen sie nach Möglichkeiten, das Unsichtbare – das Klima und seine Veränderungen – mit performativen Mitteln sichtbar zu machen.

In der Erkenntnis, dass es für die Schaffung eines ökologischen Bewusstseins mit greifbaren und dauerhaften Auswirkungen notwendig ist, den fehlenden Dialog zwischen Menschen und Mehr-als-Menschen anzuerkennen, erforscht die Performance, inwieweit die Überwindung dieses kommunikativen Bruchs den Weg zu einer egalitäreren Koexistenz zwischen den verschiedenen Lebensformen auf der Erde bereiten kann.

Im Anschluss an die Vorstellung steht ein kostenloser Shuttle-Service zur Kirche Maria Hilf zur Verfügung, um die Vorstellung OLIVIER MESSIAEN zu besuchen. Um Anmeldung unter info@frankfurt-lab.de bis zum 30.6.2022 wird gebeten.


© Nefeli Avgeris
Cast & Credits

Konzept & Künstlerische Leitung: René Alejandro Huari Mateus, Romuald Krężel

Dramaturgie, Choreografie: Monica Duncan, René Alejandro Huari Mateus, Romuald Krężel, Clara Reiner

Performance: Antonia Beeskow, René Alejandro Huari Mateus, Romuald Krężel, Zuzana Žabková

Video & Sounddesign: Monica Duncan

Live Sound Performance & Tontechnik: Antonia Beeskow

Technische Leitung &  Licht: Patrick Faurot

Technische Mitarbeit: Felix Schwarzrock

Kostüm: Maldoror

Produktionsleitung: Sven Rausch

Mitarbeit Produktion: Joshua Geißler

Premiere: September 2021, Kaserne Basel (Treibstoff Theatertage Basel)

Eine Produktion von René Alejandro Huari Mateus und Romuald Krężel, in Koproduktion mit dem Festival Treibstoff Theatertage in Basel (Schweiz), mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden und dem Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main. Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Koproduktionsförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR, sowie durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt, das Frankfurt LAB – Residenzprogramm, die Biennale Warszawa (Polen), das Kulturzentrum ZAMEK in Poznań (Polen) sowie die Berliner Senatsveraltung für Kultur und Europa und die Stiftung Edith Maryon.

Biographien

René Alejandro Huari Mateus und Romuald Krężel arbeiten im Bereich der Performance und der zeitgenössischen Choreografie. Zusammen mit Monica Duncan, Patrick Faurot, Clara Reiner und Zuzana Žabková lernten sie sich vor sieben Jahren am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen kennen. Die gemeinsame Arbeit der Gruppe basiert auf choreografischen Praktiken, die visuelle und performative Elemente einbeziehen. Die daraus resultierenden Performances, ortsspezifischen Installationen, partizipatorischen Projekte und andere hybride Formate haben sich unter anderem mit Themen wie Arbeit, Geschlecht und Umweltkatastrophen auseinandergesetzt.

René Alejandro Huari Mateus hat in Deutschland als Tänzer:in, Performer:in und Choreograf:in studiert und gearbeitet. Die intersektionalen Diskriminierungen von Klasse, Geschlecht und Herkunft, die den Institutionen, in denen diese Disziplinen entwickelt werden, innewohnen, haben ihre:seine Identität und künstlerische Positionierung geformt. René ist interessiert an kritischen dekolonialen Zukunftsvorstellungen und diese mit anderen kreativ zu erkunden.

Romuald Krężel lebt in Berlin. In seiner Arbeit verbindet er erweiterte choreografische Praktiken mit performativen Elementen und visuellem Denken, indem er verschiedene experimentelle Formen schafft, darunter bewegungsbasierte Performances, ortsspezifische Installationen, Videos, partizipative Performances und andere hybride Formate. Sie erforschen Themen wie Umweltkatastrophen, den möglichen Austausch zwischen Menschen und Mehr-als-Menschen, Arbeit und Klassismus.

Monica Duncan ist eine Video- und Performance- Künstlerin. In ihrer Arbeit untersucht sie die Natur der visuellen Perzeption, die Beziehungen zwischen Publikum und Performer:in und die queere Potenzialität durch Camouflage, Stille und kollektive Bildgestaltung.

Zuzana Žabková macht Kunst, Tanz, Magie, Choreografie durch Performance, Video und Installationen. Sie stößt auf scheiternde Utopien und bewegt sich am liebsten als Reptil. Sie arbeitet allein und mit Freunden zusammen, um die Wertschätzung von Arbeit und Pflege zu überdenken. Sie ist Mitbegründerin der Plattform björnsonova – eine fiktive Figur, eine Gemeinschaft und ein tanzender Mehrkörper mit Wurzeln und Verbindungen, die sich über Zeit, Raum und Kunstformen erstrecken. Gemeinsam mit Tamara Antonijević, Tanja Šljivar, Lucia Kvočáková, Lucie Mičíková, Nik Timková und anderen praktiziert sie Anti-Strategien, Schicksalsarbeit und Scheinheilung.

Patrick Faurot ist ein multidisziplinär arbeitender Performancekünstler und Theatertechniker. Außerdem würde er gerne einige Berge besteigen.

Clara Reiner lebt in Offenbach. Sie performt, macht Stücke und Keramiken, schätzt Humor und arbeitet meist mit anderen. Mit Max Brands und Christopher Weickenmeier bildet sie ein ruhendes, schwaches Kollektiv das um choreographische Systeme, Sci-Fi Narrative, queere Theorie, Theaterdispositive und Freundschaft kreist.

1.7
Fr, 19:30 Uhr
Maria Hilf
Konzert
OLIVIER MESSIAEN
Ensemble Modern, Hochschulorchester der HfMDK & Michael Wendeberg, Kathrin Isabelle Klein, Miharu Ogura, Ueli Wiget

Der französische Komponist Oliver Messiaen liebte die Natur. Ganz besonders faszinierten ihn die Stimmen und Gesänge der Vögel. Gemeinsam mit dem Orchester der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt realisiert das Ensemble Modern beim F°LAB Festival mehrere Kompositionen Messiaens, in denen die musikproduktive Ornithologie sehr präsent ist.

Olivier Messiaen: Couleurs de la Cité Céleste für Klavier, Bläser und Schlagzeug (1963)

Olivier Messiaen: 13. Le Courlis cendré (aus: Catalogue d’oiseaux) für Klavier (1956–58)

Olivier Messiaen: Oiseaux exotiques für Klavier und Ensemble (1955)

Im Anschluss an die Vorstellung TO SEE CLIMATE (CHANGE) steht ein kostenloser Shuttle-Service vom Künstlerhaus Mousonturm zur Kirche Maria Hilf zu Verfügung. Um Anmeldung unter info@frankfurt-lab.de bis zum 30.6.2022 wird gebeten.


© Vincent Stefan
Cast & Credits

Ensemble Modern
Hochschulorchester der HfMDK

Klavier, Couleurs: Kathrin Isabelle Klein

Klavier, Courlis: Miharu Ogura

Klavier, Oiseaux exotiques: Ueli Wiget

Dirigent: Michael Wendeberg

Biographien

Seit seiner Gründung 1980 zählt das Ensemble Modern (EM) zu den führenden Formationen für Neue Musik. Es vereint rund 20 Solist:innen aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Indien, Israel, Japan, den USA und der Schweiz. Das in Frankfurt am Main beheimatete Ensemble ist bekannt für seine einzigartige Arbeits- und basisdemokratische Organisationsweise. Seine unverwechselbare programmatische Bandbreite umfasst Musiktheater, Tanz- und Videoprojekte, Kammermusik, Ensemble- und Orchesterkonzerte. Tourneen und Gastspiele führen das Ensemble Modern zu renommierten Festivals und herausragenden Spielstätten in aller Welt. In enger Zusammenarbeit mit den Komponist:innen erarbeitet das Ensemble, mit dem Anspruch der größtmöglichen Authentizität, jedes Jahr durchschnittlich 70 Werke neu, darunter etwa 20 Uraufführungen. So entstanden über die Jahre außergewöhnliche und oftmals langjährige Zusammenarbeiten u. a. mit John Adams, Mark Andre, George Benjamin, Eötvös, Brian Ferneyhough, Heiner Goebbels, Hans Werner Henze, Mauricio Kagel, György Kurtág, Helmut Lachenmann, György Ligeti, Olga Neuwirth, Enno Poppe, Rebecca Saunders, Simon Steen-Andersen, Karlheinz Stockhausen, Steve Reich, Frank Zappa oder Vito Žuraj. Neben seinen vielfältigen Aktivitäten auf dem Podium präsentiert das Ensemble Modern die Ergebnisse seiner Arbeit auch auf Tonträgern. Fast 50 der insgesamt über 150 Produktionen erschienen im eigenen, 1999 initiierten Label Ensemble Modern Medien. 2003 wurde die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) als eigene Ausbildungsstätte mit dem Ziel gegründet, das musikalische Erbe weiterzutragen und neue Wege des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens zu fördern.

Das Orchester der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt setzt sich überwiegend aus Studierenden der Bachelor- und Masterstudiengänge „Künstlerische Instrumentalausbildung“ zusammen. Die Konzerte berücksichtigen unterschiedliche programmatische Vorgaben im Rahmen des Studiums angehender Orchestermusiker:innen und finden nicht selten auch an Veranstaltungsorten außerhalb der Hochschule statt.

Seit Oktober 2016 leitet Vassilis Christopoulos das Hochschulorchester.

Unter seiner Leitung konzertierte das Symphonieorchester der HfMDK zum ersten Mal im Sommer 2017 außerhalb der Hochschule. Dank der Unterstützung der GFF erklang Bruckners 7. Symphonie in großer Besetzung in der Heiliggeistkirche des Dominikanerklosters Frankfurt.
Eine Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk ermöglicht pro Spielzeit ein Konzert im hr-Sendesaal. Am 29.11.2020 wurde dort das Programm „Sehnsucht“ pandemiebedingt ohne Publikum gespielt und aufgenommen. Den Beginn dieser Kooperation machte im Wintersemester 2017/18 ein französisches Programm unter dem Titel „Flûte alors!“ mit Werken von Debussy, Ravel und Ibert. Auch das Abschiedskonzert des langjährigen Professors für Chorleitung Winfried Toll fand gemeinsam mit dem Hochschulchor und der Frankfurter Kantorei 2019 im hr-Sendesaal statt. Auf dem Programm stand Verdis „Messa da Requiem.“
Weitere Highlights in der Orchesterarbeit sind ein Auftritt beim Rheingau Musik Festival im Kloster Eberbach im Juli 2018  sowie eine Kooperation mit dem Ensemble Modern anlässlich des F°LAB Festivals im Juni 2019.

Im Mai 2021 produzierte das Orchester der HfMDK die CD Unerhört – Strawinsky und Tschaikowsky mit Strawinskys „Konzert für Klavier und Blasinstrumente“, seinen „Bläsersinfonien“ sowie Tschaikowskys „Serenade für Streichorchester“.

Die Pianistin Kathrin Isabelle Klein zeichnet eine besondere Vielseitigkeit aus. Ihre Vorliebe für moderne und zeitgenössische Musik konnte sie insbesondere als Preisträgerin beim Internationalen Klavierwettbewerb Orléans 2014 unter Beweis stellen. Doch auch in allen anderen Epochen der Klavierliteratur fühlt sich Kathrin Isabelle Klein zu Hause. 2017 wurde sie mit dem Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis der Stadt München ausgezeichnet, 2018 war sie mit dem Bariton Manuel Adt Finalistin beim Deutschen Musikwettbewerb in der Kategorie Liedduo und erhielt einen Sonderpreis.

Neben der Solo- und Kammermusik, die sie in verschiedenen Besetzungen pflegt, ist das Spielen im Orchester und in Ensembles eine weitere Leidenschaft Kathrin Isabelle Kleins. So war sie von 2008 bis 2011 Pianistin im Bundesjugendorchester sowie von 2014 bis 2017 Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Im Sommer 2016 nahm sie an der Luzern Festival Akademie teil, 2018 war sie Teil des dortigen Alumni Ensembles. Für die Saison 2020/2021 war sie Akademistin der Internationalen Ensemble Modern Akademie Frankfurt.
Kathrin Isabelle Klein erlangte 2015 ihren Bachelor-Abschluss im Fach Klavier künstlerisch an der Hochschule für Musik Würzburg und führte ihre Studien bis Juli 2018 im Masterstudiengang an der Hochschule für Musik und Theater München in der Klasse von Prof. Markus Bellheim fort. Seit Oktober 2021 studiert sie in der Soloklasse der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Ewa Kupiec. Seit 2018 ist Kathrin Isabelle Klein Lehrbeauftragte an der HMT München. Darüber hinaus studierte sie von 2014 bis 2020 Klassische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und lehrt und arbeitet dort seit 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Pianistin/Komponistin Miharu Ogura wurde 1996 in Tokyo/Japan geboren. Konzertreisen und Projekte führten sie bereits ins europäische Ausland, wie z. B. Darmstädter Ferienkurse, ManiFeste (Paris), Royaumont, Klangspuren Schwaz (Innsbruck), Festival Mixtur (Barcelona), Monopiano Festival (Stockholm) usw.  Außerdem hat sie im März 2019 eine künstlerische Residenz in der Abbaye de Fontevraud verbracht.

In Japan hat sie an vielen interessante Projekten mitgewirkt. Beim internationalen Musikfestival Hoktuopia 2018 spielte sie Mantra von K. Stockhausen und Structures II von P. Boulez. 2021 gab sie eine Konzert, wo sie alle Klavierstücke I-XI von Stockhausen gespielt hat. Als Solistin trat sie in renommierten Konzertsälen wie z. B. bei Steinway & Sons Tokyo, in der Kioi-hall und in der Hamarikyu-Asahi-Hall auf.

Nachdem sie 2016 den 2. Preis beim Wettbewerb für zeitgenössische Musik „Kyogaku“ in Japan gewonnen hatte, erhielt sie sieben Preise einschließlich des Preises „André Chevillon – Yvonne Bonnaud“ beim internationalen Klavierwettbewerb Orléans 2018. Außerdem war sie Finalistin beim Musikwettbewerb Japan, Abteilung Komposition 2019 und erhielt 2. Preis beim 5. Internationalen Kompositionswettbewerb Alfred Schnittke 2021.

Sie schloss ihr Bachelorstudium an der Toho Musikhochschule ab, wo sie bei Yumiko Meguri (Klavier) und Masahiro Ishijima (Komposition) studierte. Seit 2019 studiert sie im Masterstudiengang bei Florian Hölscher an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.

1957 in Winterthur geboren, erhielt Ueli Wiget mit zehn Jahren den ersten Klavierunterricht bei Klaus Wolters. Von 1978 bis 1983 studierte er Klavier und Harfe in den Klassen von Hans Leygraf und Ruth Konhäuser in Hannover und schloss beide Fächer mit dem Konzertexamen ab. Von 1983 bis 1986 setzte er seine Studien bei György Kurtág und Zoltán Kocsis an der Budapester Liszt-Akademie fort. Ueli Wiget gewann den 1. Schweizer Jugendmusikwettbewerb sowie den Wettbewerb der BRD-Musikhochschulen, ebenso ist er Träger internationaler Preise (Sydney, Monza, Leipzig). Seit 1986 ist Ueli Wiget Pianist des Ensemble Modern und dort mit vielfältigen Aufgaben und Stilrichtungen betraut; solistisch ist er bei den großen Festivals aufgetreten, ebenso als Solopartner namhafter Orchester. Auch als Kammermusiker ist er häufig präsent, regelmäßig mit dem Vermeer- und dem Carmina-Quartett. Seine 2009 bei Ensemble Modern Medien erschienene Porträt-CD enthält ausschließlich Kammermusik des griechischen Komponisten Nikos Skalkottas.

Für den Dirigenten und Pianisten Michael Wendeberg ist der Umgang mit dem Konzertrepertoire von Bach bis Schönberg ebenso selbstverständlich wie die intensive Beschäftigung mit neuer und neuester Musik. Mit Beginn der Spielzeit 2020/21 wirkt er als Chefdirigent der Oper an den Bühnen Halle, wo er seit 2016 als erster Kapellmeister tätig war. In dieser Saison dirigiert er dort u. a. die Premieren von Brittens Ein Sommernachtstraum, Wagners Tristan und Isolde sowie Paderewskis Manru.Gleichzeitig ist er als Gastdirigent bei renommierten Orchestern und Ensembles gefragt und leitete unter anderem die Staatskapelle Berlin, das WDR-Sinfonieorchester, die Junge Deutsche Philharmonie, die Slowenische Philharmonie, das Klangforum Wien, das Remix Ensemble Porto, das Ensemble intercontemporain, die Birmingham Contemporary Music Group, das Nationale Estnische Sinfonieorchester in Tallinn und die Sinfonietta Basel. Beim Lucerne Festival, der Münchner Biennale, den Bregenzer Festspielen, der Biennale in Venedig, dem ECLAT Festival Stuttgart, dem Ultraschall Festival Berlin, den Klangspuren Schwaz und bei Wien Modern war er mit verschiedenen Programmen zu Gast. Zuletzt debütierte er beim SWR-Sinfonieorchester, mit dem Mahler Chamber Orchestra beim Beethovenfest Bonn sowie mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin beim Festival Acht Brücken in Köln. Von 2011 bis 2018 war er directeur musical des Ensemble Contrechamps in Genf.

In der Saison 2021/22 dirigiert Michael Wendeberg Konzerte mit dem Ensemble Modern in Frankfurt, s’Hertogenbosch und Prag sowie Messiaens Turangalîla mit der Slowenischen Philharmonie in Ljubljana. An der Dresdner Semperoper gibt er sein Hausdebüt mit der Uraufführung von Torsten Raschs Die andere Frau. Bei der Staatskapelle Halle leitet er außerdem mehrere Konzerte, darunter ein Sinfoniekonzert mit Beethovens Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 und Zemlinskys Lyrischer Symphonie.

Sein Opernrepertoire reicht von Händels Orlando über Mozart, Beethoven, Donizetti, Verdi, Bizet, Puccini, Strauss und Britten bis zu zahlreichen Uraufführungen. 2017 dirigierte er Die Zauberflöte und eine Neuproduktion von Aribert Reimanns Gespenstersonate an der Staatsoper Berlin. In Halle leitete er in den vergangenen Spielzeiten u. a. Beethovens Fidelio, Verdis Aida und Puccinis Tosca sowie die Premieren von Mozarts Don Giovanni und Strauss‘ Ariadne auf Naxos.

Als Pianist war Michael Wendeberg Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe und trat als Solist mit namhaften Orchestern unter Dirigenten wie Jonathan Nott, Marek Janowski und Daniel Barenboim auf. Von 2000 bis 2005 gehörte er als Pianist dem Ensemble intercontemporain an und arbeitete intensiv mit Pierre Boulez zusammen. Dessen komplettes Klavierwerk führte er 2015 bei den Festtagen der Berliner Staatsoper sowie 2018 im Boulez-Saal auf; eine CD-Gesamtaufnahme ist 2021 bei dem Berliner Label bastille musique erschienen.

Michael Wendeberg studierte Klavier bei Markus Stange, Bernd Glemser und Benedetto Lupo sowie Dirigieren in der Meisterklasse von Toshiyuki Kamioka in Saarbrücken. Schon während seiner Studienzeit arbeitete er als Assistent von Toshiyuki Kamioka an den Wuppertaler Bühnen. Es folgten Stationen am Nationaltheater Mannheim, am Luzerner Theater als Erster Kapellmeister sowie an der Staatsoper Berlin, wo er Daniel Barenboim und Gastdirigenten wie Pierre Boulez und Sir Simon Rattle assistierte.

1.7
Fr, 19:30 Uhr - 21:30 Uhr
Z-Zentrum
Installation, Forschung
B CH/K RP R LA D HA T
Ausstellung von J.F. Schmidt-Colinet & Li Lorian

Landschaft wird oft verstanden als Szenerie, als Hintergrund für menschliches Handeln. Sie existiert vermeintlich außerhalb von uns, ist einfach da, stumm um uns herum. J.F. Schmidt-Colinet und Li Lorian haben im Rahmen der HTA-Postgraduiertenförderung die Konstruktion von Landschaft und Gender untersucht mittels einer Auseinandersetzung mit Bild- und Buchformaten als performativem Raum. Sie haben performative Vorgänge, sowohl beim Produzieren als auch beim Anschauen und Durchblättern von Bildern und Büchern erforscht und untersucht, wie unterschiedliche Interaktionen queere Les- und Sichtweisen auf Landschaft und Gender eröffnen können.

Die Installation zeigt einen Ausschnitt der künstlerischen Arbeit, die im Rahmen des Forschungsprozesses entstanden ist, und bietet einen Einblick mit mannigfaltigen Ausblicken.


© Li Lorian
Cast & Credits

Ein Projekt von Li Lorian und J. F. Schmidt-Colinet.

Die HTA-Postgraduiertenförderung „Künstlerisches Forschen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Frankfurt LAB und Hessischer Theaterakademie, ermöglicht durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Biographien

J.F. Schmidt-Colinet realisiert in unterschiedlichen Arbeitskonstellationen Performances, arbeitet im Bereich Bühnenbild, Grafikdesign/Illustration und stellt Künstler:innenbücher her. Ein besonderes Interesse von ihm liegt dabei in Prozessen der Verräumlichung und kreativen Erzählweisen mit Bildern und Objekten. Zuletzt waren Schmidt-Colinets Arbeiten unter anderm zu sehen am Künstlerhaus Mousonturm (Bühnenbild für IM INTERNET GIBT ES KEINE MÄDCHEN/zaungäste, 2021), Studio Naxos (NEIN, EINFACH NEIN, 2021), Nationaltheater Mannheim (Illustration/Grafikdesign für SCHILLERNDE AUSSICHTEN/zaungäste, 2021) und am Stadttheater Gießen (morbus helveticus, 2019). Im Wintersemester 2021/22 hatte J.F. Schmidt-Colinet einen Lehrauftrag am Institut für Angewandte Theaterwissfenschaft an der JLU Gießen (praktischer Kurs: „Grundlagen Bühnenbild“). J. F. Schmidt-Colinet absolvierte das gestalterische Propädeutikum an der Zürcher Hochschule der Künste, studierte Bühnenbild an der UdK Berlin und Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Univerisität Gießen sowie Illustration:Authorial Practice im Rahmen eines Auslandsaufenthalts an der Falmouth University in England.

Li Lorian, geboren in Haifa, ist eine interdisziplinäre Künslerin aus Jerusalem. Sie beschäftigt sich künstlerisch mit der Recherche von visueller Sprache und neuen Performancepraktiken und interessiert sich dafür, wie dokumentarisches Material in künstlerisches Material übersetzt werden können. Sie war Residenzkünstlerin am Mamuta Art and Media Center in Jerusalem (2012), im Schloss Bröllin (2015), beim Arad Art and Architecture Residency Program (2015), in der Akademie Schloss Solitude (2016, 2017) – wo sie das Stück EXODUS entwickelte, dass zu den Berliner Festspielen / Theatertreffen Stückemarkt (2018) eingeladen wurde. Sie beteiligte sich an Rechercheprojekten im Rahmen einer Residenz an der Schaubude, Berlin (2020), der HTA-Postgraduiertenförderung (2020) und Tights: Dance and Thought in Tel-Aviv (2022). Sie ist zurzeit Teil einer Recherchegruppe an der Beit Hagefen Art Gallery in Haifa, in Kooperation mit Sikkuy: Association for the Advancement of Civic Equality. Li Lorian ist eine Absolventin der School of Visual Theater in Jerusalem (2011), studierte künstlerisches Puppenspiel für Kinder am Train Theatre Hamama und im Masterstudiengang Choreografie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, als Stipendiatin des DAAD.

1.7
Fr, 21:30 Uhr
Frankfurt LAB
Tanz, Musik
WITH THESE HANDS
Dresden Frankfurt Dance Company, Ensemble Modern & Jan Bang

Bei WITH THESE HANDS bestimmt Improvisation das Gesamtkonzept: Jeden Abend entsteht ein neuer Dialog zwischen Musik und Tanz. Die Musiker:innen des Ensemble Modern sowie die Tänzer:innen der Dresden Frankfurt Dance Company spielen sich die Impulse zu, entwickeln Geräusche und Bewegungen, die vom norwegischen Jazzmusiker und Live-Elektroniker Jan Bang aufgenommen, verarbeitet, verändert und wieder in das Geschehen eingebracht werden. So entsteht ein sich langsam verändernder Strom aus Bewegung und Musik, in dem Klang und Tanz untrennbar verwoben sind. Für diese Produktion verwandelt Jacopo Godani die Tänzer:innen mit Hilfe von überdimensionalen Kopfskulpturen zu epischen Titanen und mythologischen, fremden Wesen und schafft so eine Welt in ihrer ganz eigenen Ästhetik.

In den letzten Jahren hat die Dresden Frankfurt Dance Company bereits mehrfach mit dem Ensemble Modern kooperiert. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wird nun fortgesetzt und mit der Kollaboration des norwegischen Jazzmusikers und Live-Elektronikers Jan Bang um eine neue Dimension erweitert.


© Dominik Mentzos
Cast & Credits

Konzept und Choreografie: Jacopo Godani

Musik: Jan Bang (Live-Elektronik), Ensemble Modern (Dietmar Wiesner – Flöte, Saar Berger – Horn, Sava Stoianov – Trompete, Jagdish Mistry – Violine, Eva Böcker – Violoncello, Norbert Ommer – Klangregie)

Komposition: Jan Bang / Ensemble Modern

Bühne/Kostüm/Licht: Jacopo Godani

Kopfskulpturen Konzept und Design: Jacopo Godani
Kopfskulpturen Umsetzung: Wiebke Quenzel

Tänzer:innen: Todd Baker, Felix Berning, Kevin Beyer, Roberta Inghilterra, Anne Jung, Barbora Kubátová, Clay Koonar, Amanda Lana, Zoe Lenzi Allaria, Allison McGuire, Gjergji Meshaj, Alessandra Miotti, Gaizka Morales Richard, David Leonidas Thiel, Tars Vandebeek, Sam Young-Wright

Uraufführung: 8.7.2021 in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden

Eine Produktion der Dresden Frankfurt Dance Company in Kooperation mit dem Ensemble Modern und dem F°LAB Festival. Gefördert durch den Kulturfonds Rhein Main und die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege.

Biographien

Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ein Ensemble für zeitgenössisches Ballett auf höchstem Niveau unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Jacopo Godani. Die Company entwickelt, präsentiert und vermittelt Tanz mit dem Ziel, Menschen zu verbinden, zu inspirieren und für Tanz zu begeistern. Sie ist an ihren beiden Residenzspielorten in Dresden und Frankfurt am Main zu Hause und geht als international gefragtes Ensemble auf Gastspielreisen.

Der unverwechselbare Stil der Dresden Frankfurt Dance Company verbindet auf einzigartige Weise traditionelles Erbe und zeitgenössisches Denken. Das Repertoire besteht maßgeblich aus Choreografien von Jacopo Godani, aber auch renommierte Gastchoreografen wie Marco Goecke und Rafael Bonachela kreieren regelmäßig für die Company. Meilensteine des zeitgenössischen Balletts wie von William Forsythe werden ebenfalls gepflegt und aufgeführt.

Jan Bang ist ein norwegischer Musiker und Plattenproduzent, der durch mehrere Alben und langjährige Kooperationen mit Musikern wie Sidsel Endresen, Jon Hassell, Tigran Hamasyan, Nils Petter Molvær, Eivind Aarset, Arve Henriksen und Erik Honoré bekannt ist. Gemeinsam mit Letzterem gründete er 2005 auch das Punkt Festival in Kristiansand. Bang ist einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Produzenten Norwegens, und sein Beiname „Electronic Mastermind“ begleitet ihn aus gutem Grund. Der Norweger ist eine Art musikalischer Innovator und Brückenbauer, dem es auf konsequente Weise gelingt, progressives Denken mit populärer Anziehungskraft in Einklang zu bringen. Stets sucht er Wege, um die Musik und die Menschen voranzubringen und neue Kommunikationsebenen und musikalische Schnittstellen zu schaffen. Bang ist Professor für Elektronische Musik an der Universität von Agder, Norwegen.

Seit seiner Gründung 1980 zählt das Ensemble Modern (EM) zu den führenden Formationen für Neue Musik. Es vereint rund 20 Solist:innen aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Indien, Israel, Japan, den USA und der Schweiz. Das in Frankfurt am Main beheimatete Ensemble ist bekannt für seine einzigartige Arbeits- und basisdemokratische Organisationsweise. Seine unverwechselbare programmatische Bandbreite umfasst Musiktheater, Tanz- und Videoprojekte, Kammermusik, Ensemble- und Orchesterkonzerte. Tourneen und Gastspiele führen das Ensemble Modern zu renommierten Festivals und herausragenden Spielstätten in aller Welt. In enger Zusammenarbeit mit den Komponist:innen erarbeitet das Ensemble, mit dem Anspruch der größtmöglichen Authentizität, jedes Jahr durchschnittlich 70 Werke neu, darunter etwa 20 Uraufführungen. So entstanden über die Jahre außergewöhnliche und oftmals langjährige Zusammenarbeiten u. a. mit John Adams, Mark Andre, George Benjamin, Peter Eötvös, Brian Ferneyhough, Heiner Goebbels, Hans Werner Henze, Mauricio Kagel, György Kurtág, Helmut Lachenmann, György Ligeti, Olga Neuwirth, Enno Poppe, Rebecca Saunders, Simon Steen-Andersen, Karlheinz Stockhausen, Steve Reich, Frank Zappa oder Vito Žuraj. Neben seinen vielfältigen Aktivitäten auf dem Podium präsentiert das Ensemble Modern die Ergebnisse seiner Arbeit auch auf Tonträgern. Fast 50 der insgesamt über 150 Produktionen erschienen im eigenen, 1999 initiierten Label Ensemble Modern Medien. 2003 wurde die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) als eigene Ausbildungsstätte mit dem Ziel gegründet, das musikalische Erbe weiterzutragen und neue Wege des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens zu fördern.

Der international renommierte Choreograf Jacopo Godani stammt aus dem italienischen La Spezia, wo er klassisches Ballett und moderne Tanztechniken studierte. Außerdem widmete er sich dem Studium der Bildenden Kunst in Carrara und setzte seine Ausbildung an Maurice Béjarts École Mudra in Brüssel fort. Sein professionelles Debüt gab Godani 1988 in Paris. Mit der Gründung einer eigenen Kompanie in Brüssel begann er 1990 seine Laufbahn als Choreograf. Von 1991 bis 2000 war er führender Solist bei William Forsythes Ballett Frankfurt und arbeitete dort mit Forsythe bei der choreografischen Kreation vieler wichtiger Stücke zusammen. Godani hat Werke für eine Vielzahl internationaler Kompanien choreografiert, darunter das Royal Ballet Covent Garden, das Bayerische Staatsballett, die Compañía Nacional de Danza, das Nederlands Dans Theater, das Ballet du Capitole de Toulouse, das Semperoper Ballett und die Sydney Dance Company. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Jacopo Godani Künstlerischer Direktor und Choreograf der Dresden Frankfurt Dance Company.

Godani schreibt auch Texte, entwirft Kostüme, entwickelt innovative Wege für den Einsatz von Licht, Video und Projektionen und kreiert oder bearbeitet Musik für einige seiner Stücke.

1.7
Fr, 22:30 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 2
Performance
WO WIRST DU JETZT GEWESEN
Aran Kleebaur
Es ist eine Woche nach der sog. Krawallnacht vom 18. Juli 2020. Es ist der Tag, an dem der Frankfurter OB Feldmann am Opernplatz seinen PR-Auftritt haben wird, während in der unmittelbaren Umgebung Aktivist*innen rassistische Polizeikontrollen dokumentieren und damit gleichzeitig zum Widerstand in Echtzeit aufrufen. Wie bei so vielen politischen Aktionen der letzten Jahre spielte sich das Drama dieser Nächte gefühlt genauso sehr auf Screens und in Feeds ab wie auf den Straßen: zwischen schwitzendem Asphalt, Feuer-Emojis, Lautsprecher-Feedback und verbrauchtem Datenvolumen, verwaschenen Pixeln und dem Entsetzen, das in ihnen zum Ausdruck kommen soll.
Vor einem Jahr produzierte und zeigte Aran Kleebaur WO WIRST DU JETZT GEWESEN als Videoarbeit. Ausgehend von dem damaligen Material kehrt die Performance wieder zu diesem Tag vor nun zwei Jahren zurück. Anhand der persönlich als auch gemeinschaftlich erfahrenen Ereignisse jener Woche und deren Medialitäten dreht es sich um die Frage, wie sich Reaktionen auf rassistische Polizeikontrollen über digitale Interfaces und verschiedene Formen des physischen Zusammenkommens auf Straßen, Plätzen und vor den jeweiligen Bildschirmen wechselseitig affizieren.

 


Cast & Credits

Von und mit: Aran Kleebaur
Dramaturgie: Jeanne J. Eschert

Gefördert durch ein Projektstipendium der Hessischen Kulturstiftung im Rahmen des Kulturpakets „Hessen kulturell neu eröffnen“.

Biographien

Aran Kleebaur studierte am Trinity College, Dublin, sowie am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen. Er ist Performer, Noise-Musiker und DJ. In seiner künstlerischen Praxis und Recherche beschäftigt er sich hauptsächlich mit den Materialitäten, Affekten und Beziehungen an den Schnittstellen medialer Situationen, und fokussiert sich dabei insbesondere auf die darin enthaltenen und produzierten Reize, Brüche, Hemmungen und Potenzialitäten.

Als bemerkenswerte Produktionen der letzten Jahre sind zum einen die performative Videoinstallation Der Prolog Akt 2 hervorzuheben, welche 2019 mehrfach mit Liesa Harzer aufgeführt wurde, unter anderem in Gießen, am Frankfurt LAB, am TNT Marburg, im Bärenzwinger in Berlin und am Schauspiel Köln. Im Februar 2020 führte er seine Abschlussinszenierung mit dem Titel Das ist kein Club. Das ist kein Rave am Künstlerhaus Mousonturm auf, und wurde damit zum Körber Studio Junge Regie 2021 am Thalia Theater eingeladen. Weitere Aufführungen fanden am TNT Marburg statt, sowie im Kunstverein Wagenhalle in Stuttgart. Im Sommer 2021 produzierte Aran Kleebaur das Video wo wirst du jetzt gewesen, welches als Stream am digitalen Mousonturm Premiere hatte, später als öffentliches Screening im AtelierFrankfurt gezeigt wurde, und nun für das F°LAB Festival 2022 für die Bühne umgearbeitet wurde.

Desweiteren legt er als Hit & Miss experimentellen Techno auf und produziert Noise-Musik. Für die Performance EXPLODED GOO (2019) der Tänzerin und Choreographin Zrinka Užbinec konzipierte Aran Kleebaur den Sound und spielt in den Aufführungen live improvisatorisch dazu; dies bereits u.a. am Künstlerhaus Mousonturm, sowie auf Tanz- und Performance-Festivals in Sofia, Rijeka, Belgrad, Prag und Kopenhagen.

2.7
Sa, 16:00 Uhr
Studio der Dresden Frankfurt Dance Company
Workshop, Tanz
COMMUNITY DANCE WORKSHOP zur Produktion WITH THESE HANDS
Dresden Frankfurt Dance Company

Der Community Dance workshop zu WITH THESE HANDS richtet sich an alle zwischen 14 und 99 Jahren, die Lust auf Tanz haben und die Basis der choreografischen Arbeit von Jacopo Godani kennenlernen möchten. Der Workshop beginnt mit einem Warm-up, das auf der zeitgenössischen Tanztechnik beruht. Mit Hilfe von Improvisationsübungen werden Blockaden und Unsicherheiten im Umgang mit dem eigenen Körper gelöst und die eigene Bewegungssprache ganz neu entdeckt. Im Rahmen des Workshops werden Improvisationsmittel aus der aktuellen Produktion WITH THESE HANDS erlernt und auf dieser Basis eine gemeinsame Choreografie erarbeitet.

Der Workshop richtet sich an Anfänger:innen und Fortgeschrittene im Alter von 14-99 Jahre.

Anmeldungen unter: https://www.dresdenfrankfurtdancecompany.com/de/education/#c3647

In deutscher Sprache


2.7
Sa, 17:00 Uhr - 19:30 Uhr
Z-Zentrum
Installation, Forschung
B CH/K RP R LA D HA T
Ausstellung von J.F. Schmidt-Colinet & Li Lorian

Landschaft wird oft verstanden als Szenerie, als Hintergrund für menschliches Handeln. Sie existiert vermeintlich außerhalb von uns, ist einfach da, stumm um uns herum. J.F. Schmidt-Colinet und Li Lorian haben im Rahmen der HTA-Postgraduiertenförderung die Konstruktion von Landschaft und Gender untersucht mittels einer Auseinandersetzung mit Bild- und Buchformaten als performativem Raum. Sie haben performative Vorgänge, sowohl beim Produzieren als auch beim Anschauen und Durchblättern von Bildern und Büchern erforscht und untersucht, wie unterschiedliche Interaktionen queere Les- und Sichtweisen auf Landschaft und Gender eröffnen können.

Die Installation zeigt einen Ausschnitt der künstlerischen Arbeit, die im Rahmen des Forschungsprozesses entstanden ist, und bietet einen Einblick mit mannigfaltigen Ausblicken.


© Li Lorian
Cast & Credits

Ein Projekt von Li Lorian und J. F. Schmidt-Colinet.

Die HTA-Postgraduiertenförderung „Künstlerisches Forschen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Frankfurt LAB und Hessischer Theaterakademie, ermöglicht durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Biographien

J.F. Schmidt-Colinet realisiert in unterschiedlichen Arbeitskonstellationen Performances, arbeitet im Bereich Bühnenbild, Grafikdesign/Illustration und stellt Künstler:innenbücher her. Ein besonderes Interesse von ihm liegt dabei in Prozessen der Verräumlichung und kreativen Erzählweisen mit Bildern und Objekten. Zuletzt waren Schmidt-Colinets Arbeiten unter anderm zu sehen am Künstlerhaus Mousonturm (Bühnenbild für IM INTERNET GIBT ES KEINE MÄDCHEN/zaungäste, 2021), Studio Naxos (NEIN, EINFACH NEIN, 2021), Nationaltheater Mannheim (Illustration/Grafikdesign für SCHILLERNDE AUSSICHTEN/zaungäste, 2021) und am Stadttheater Gießen (morbus helveticus, 2019). Im Wintersemester 2021/22 hatte J.F. Schmidt-Colinet einen Lehrauftrag am Institut für Angewandte Theaterwissfenschaft an der JLU Gießen (praktischer Kurs: „Grundlagen Bühnenbild“). J. F. Schmidt-Colinet absolvierte das gestalterische Propädeutikum an der Zürcher Hochschule der Künste, studierte Bühnenbild an der UdK Berlin und Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Univerisität Gießen sowie Illustration:Authorial Practice im Rahmen eines Auslandsaufenthalts an der Falmouth University in England.

Li Lorian, geboren in Haifa, ist eine interdisziplinäre Künslerin aus Jerusalem. Sie beschäftigt sich künstlerisch mit der Recherche von visueller Sprache und neuen Performancepraktiken und interessiert sich dafür, wie dokumentarisches Material in künstlerisches Material übersetzt werden können. Sie war Residenzkünstlerin am Mamuta Art and Media Center in Jerusalem (2012), im Schloss Bröllin (2015), beim Arad Art and Architecture Residency Program (2015), in der Akademie Schloss Solitude (2016, 2017) – wo sie das Stück EXODUS entwickelte, dass zu den Berliner Festspielen / Theatertreffen Stückemarkt (2018) eingeladen wurde. Sie beteiligte sich an Rechercheprojekten im Rahmen einer Residenz an der Schaubude, Berlin (2020), der HTA-Postgraduiertenförderung (2020) und Tights: Dance and Thought in Tel-Aviv (2022). Sie ist zurzeit Teil einer Recherchegruppe an der Beit Hagefen Art Gallery in Haifa, in Kooperation mit Sikkuy: Association for the Advancement of Civic Equality. Li Lorian ist eine Absolventin der School of Visual Theater in Jerusalem (2011), studierte künstlerisches Puppenspiel für Kinder am Train Theatre Hamama und im Masterstudiengang Choreografie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, als Stipendiatin des DAAD.

2.7
Sa, 18:00 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 1
Performance
HAPPY BIRTHDAY
Ein Theaterstück für die schönen Geister von Sahar Rezaei

Der Philosoph Giorgio Agamben formuliert in seiner Arbeit eine Radikalkritik an den Menschenrechten und der Nationalstaatlichen Ordnung. Im Zentrum steht immer die Frage, innerhalb von welchen Grenzen wir uns eigentlich befinden. Und damit ist für ihn jede Person, die die Bedeutung von Grenzen hinterfragt, eine Figur, die in den Fokus gesetzt werden soll.
In HAPPY BIRTHDAY, einem Stück von und mit Sahar Rezaei, steht die Regisseurin alleine auf der Bühne. Mit dem Auftreten des Publikums, wird alles, was es auf der Bühne gibt, zu einem Bild: selbst die Figur, die auf der Bühne steht und auf die Zuschauer:innen wartet, wird zum Teil dieses gerahmten Bildes. Aus existentiellen Gründen fragt sie sich, was dieses Bild sei und erinnert sich an Erfahrungen, die sie in ihrem Leben mit Bildern hatte. Durch ihre persönliche Geschichte, die am Ende nicht mehr so persönlich erscheint, sind wir Zeug:innen einer Reise durch die letzten dreißig Jahre: Von Teheran über Prag nach Frankfurt begleiten wir die Figur auf der Bühne bei ihrer Suche nach irgendeiner Art Befreiung aus den Rahmen.


© Christian Schuller
Cast & Credits

Von und Mit: Sahar Rezaei
Video und Schauspielcoaching: Samuel Simon
Dramaturgie: Björn Fischer
Musik: Sara Trawöger
Fotos: Christian Schuller

Mit vielen herzlichen Dank an Friederike Thielmann, für die Projektbetreuung, Richard Milling, Alina Huppertz, Mutsumi Itto, Claudia Warth und Mareike Wehrmann, für Komposition, Musik und Kostüm bei der Uraufführung.

 

Biographien

Sahar Rezaei ist Theater- und Filmregisseurin. Nach ihrem Studium zu Ingenieurwesen an der Polytechnischen Universität Teherans hat sie an der HfMDK (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt ) Regie studiert. Vor allem beschäftigte sie sich mit der zeitgenössischen Philosophie, Kunst und Politik und war als Autorin, Fotografin und Regisseurin tätig. Im Jahr 2018 erhielt sie den DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an der HfMDK. 2021 hat sie an dem Masterprogramm der DAMU (Theaterfakultät der Akademie der Musischen Künste in Prag) unterrichtet.
Ihre Projekte waren im Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, Frankfurt LAB, Studio NAXOS, Schauspiel Hannover, Divadlo Archa in Prag und in Teheran zu sehen.

2.7
Sa, 19:30 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 2
Lecture-Performance
ONLY IF I HAVE NOTHING TO CITE, I DANCE
Li Lorian

Ich sitze in der Bibliothek in Jerusalem und versuche mich auf meine Semesterarbeit zu konzentrieren. Kleine Tropfen salzigen Schweißes laufen mir aus der Achselhöhle, obwohl ich bewegungslos vor Butlers Schriften über subversive mimetische Praxis sitze. Handelt es sich dabei um den peformativen Ausdruck von Lesen? Ein Aufsatz mit dem Titel Diaspora: Generation and the Ground of Jewish Identity zwinkert mir unter einem Stapel Notizen zu, während Arkadi Zaides Dokumentation ARCHIVE in einem neuen Tab geöffnet ist. Vielleicht ist es auch nur die Sommerhitze im Nahen Osten.
Ein Aufsatz und eine Performance, eine theoretische verkörperte Forschung, Rede und Handlung.

Li Lorian wird im Rahmen des F°LAB Festivals am Sonntag, 3.7. den kostenlosen Workshop COMMUNAL BIOGRAPHIES anbieten. Anmeldungen bis zum 30.6. unter: info@frankfurt-lab.de


© Michal Hai
Cast & Credits

Von & mit: Li Lorian
Live Musik: Michal Sapir
Texte: Li Lorian, Stefan Zweig, Rhona Burns

Ein Auftragswerk für The Gathering – Performance Conference 0:8, mit freundlicher Unterstützung durch HaZira, School of Visual Theater, Jerusalem, sowie der Gießener Hochschulgesellschaft.

Mit Dank an: Ira Avneri, Rhona Burns, Yair Garbuz, Uriel Kon, Bojana Kunst, Yair Lipshitz, Nofar Sela und Arkadi Zaides

Biographien

Li Lorian ist eine interdisziplinäre Künstlerin aus Jerusalem. Sie war Residenzkünstlerin am Mamuta Art and Media Center in Jerusalem (2012), im Schloss Bröllin (2015), beim Arad Art and Architecture Residency Program (2015), in der Akademie Schloss Solitude (2016, 2017) – wo sie das Stück EXODUS entwickelte, dass zu den Berliner Festspielen / Theatertreffen Stückemarkt (2018) eingeladen wurde – und an der Schaubude, Berlin (2020). Li ist eine Absolventin der School of Visual Theater in Jerusalem (2011), studierte künstlerisches Puppenspiel für Kinder am Train Theatre Hamama und im Masterstudiengang Choreografie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, als Stipendiatin des DAAD. Ihre letzten Bühnenstücke sind u. a. Three Biographies which are not mine (Künstlerhaus Mousonturm, 2020), Only if I Have Nothing to Cite, I Dance (Performance 0:8 conference, Jerusalem 2019) und gemeinsam mit Marc Villanueva Mir Correspondence #1, das am Frankfurter Kunstverein uraufgeführt wurde (2018).

2.7
Sa, 21:00 Uhr
bett
Performance, Musik
TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS: THE DIFFICULT SECOND ALBUM
Tedious Work

Tedious Work präsentieren eine neu überdachte Version der nun „unaufführbaren“ Arbeit TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS. Fort mit dem Teilen von Instrumenten direkt vom Mund eines Fremden in deinen eigenen, vielleicht sogar weg mit der einfachen Handlung des Würfeltauschens; es bleibt irgendwie, so oder so, das getrennt zusammen Spielen und die Weiterführung der Frage: „Wie genau macht man ein Stück über getrennte Zusammengehörigkeit, ohne darüber zu sprechen?“


Cast & Credits

Tedious Work wähnen sich eine Band inmitten einer Welttournee. Sie stellen sich vor, dass sie es langsam leid sind, ihr Debütalbum TRENNUNGSSONGS OF TOGETHERNESS für eine Person nach der anderen zu spielen.
Die unausweichliche Verschiebung ist in vollem Gange. Zuschauer:innen erleben live mit, wie sie ihr bestehendes Repertoire aktualisieren, ihm neues Leben einzuhauchen suchen und heimlich neue Songs einschmuggeln, immer darauf bedacht, das Publikum nicht vom Mitsingen abzubringen.

Tedious Work stehen kurz vor dem Durchbruch; der Hänger im zweiten Jahr, das Waten durch die Düsternis bis ein neues Album unweigerlich gespielt werden wird, in voller Länge und ohne Zugabe.

Tedious Work laden Euch ein, dieselbe Welt auf dieselbe Weise anzusehen, und gleichzeitig etwas ganz anderes zu sehen.
Tedious Work, das seid ihr und Paul Norman und Leander Ripchinsky.

Mit freundlicher Unterstützung durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der
Aventis Foundation

3.7
So, 12:00 Uhr
Frankfurt LAB
Austausch, Nahrung
F°LAB FESTIVAL BRUNCH
Festival-Frühstück für Nachbar:innen, Künstler:innen, Macher:innen

Es sprießt und blüht, Vögel bauen Nester und Tische laden zum Verweilen ein. Wer hätte so einen lauschigen Ort mitten im Industriegebiet erwartet? Am Sonntagvormittag laden wir alle Festivalbeteiligten, Besucher:innen und Nachbar:innen zu einem entspannten Brunch auf der Terrasse ein. Hier kann man sich über das Gesehene austauschen oder einfach nur die Vormittagssonne bei einem Kaffee genießen. Ihr seid herzlich eingeladen!


3.7
So, 14:00 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 2
Workshop, Performance
COMMUNAL BIOGRAPHIES WORKSHOP
Li Lorian

Die Teilnehmer:innen des Workshops entwickeln ihr eigene (wahre oder fiktive) Biografie, die sich aus (individuellen oder kollektiven) Erinnerungen, aus der Geschichte oder Sprache speist, wobei sie zwischen persönlichen Erzählungen und dem sozialen Gruppenkontext vermitteln.In der Verbindung verschiedener Disziplinen, möchte der Workshop kreative Menschen dazu einladen ihre privaten Fragestellungen innerhalb eines befreienden Forschungsrahmens zu beleuchten.

Bitte bringen Sie etwas zu Schreiben mit.

Anmeldungen bis zum 30.6. unter: info@frankfurt-lab.de


© Nastya Dzyuban
Cast & Credits

Von und mit Li Lorian

Biographien

Li Lorian, geboren in Haifa, ist eine interdisziplinäre Künslerin aus Jerusalem. Sie beschäftigt sich künstlerisch mit der Recherche von visueller Sprache und neuen Performancepraktiken und interessiert sich dafür, wie dokumentarisches Material in künstlerisches Material übersetzt werden können.
Sie war Residenzkünstlerin am Mamuta Art and Media Center in Jerusalem (2012), im Schloss Bröllin (2015), beim Arad Art and Architecture Residency Program (2015), in der Akademie Schloss Solitude (2016, 2017) – wo sie das Stück EXODUS entwickelte, dass zu den Berliner Festspielen / Theatertreffen Stückemarkt (2018) eingeladen wurde. Sie beteiligte sich an Rechercheprojekten im Rahmen einer Residenz an der Schaubude, Berlin (2020), der HTA-Postgraduiertenförderung (2020) und Tights: Dance and Thought in Tel-Aviv (2022). Sie ist zurzeit Teil einer Recherchegruppe an der Beit Hagefen Art Gallery in Haifa, in Kooperation mit Sikkuy: Association for the Advancement of Civic Equality. Li Lorian ist eine Absolventin der School of Visual Theater in Jerusalem (2011), studierte künstlerisches Puppenspiel für Kinder am Train Theatre Hamama und im Masterstudiengang Choreografie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, als Stipendiatin des DAAD.

3.7
So, 15:00 Uhr
Frankenallee/Gallus
Performance, Workshop, Intervention
DIE KOLLEKTION: ALLES MUSS RAUS PROMENADE
Mobile Albania

Mobile Albania hat ausgiebig analysiert, Leute befragt, Datensätze angelegt und Schwingungen ausgewertet. Nun ist es endlich so weit und nach über zwei Jahren der Datenverarbeitung und -lagerung packen wir sie aus: Unsere Kollektion! Wir laden zur Anpassung, Änderung und Anprobe! Um sie anschließend zu verpacken und in den Versand zu geben. Wie trägt es sich auf der Frankenallee? Prêt-à-porter oder Prêt-à-jeter? Wir freuen uns auf schnurrende Nähmaschinen im Takt der Stadt und fulminante Auftritte in neuen Gewändern. Der Catwalk ist ausgerollt! Herzlich willkommen in Mobile Albania!


Cast & Credits

Von und mit: Mobile Albania

Eine Produktion von Mobile Albania als Koproduktion und in Kooperation mit Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt Offenes Haus der Kulturen Frankfurt, Schwankhalle Bremen, Freischwimmen Residenz Festival.

Gefördert durch: Fonds Soziokultur, Kulturamt der Stadt Frankfurt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

3.7
So, 16:00 Uhr
Frankfurt LAB, Terrasse
Konzert
DIG UP
Poor Northern (Paul Norman)

Lass uns gemeinsam einen einfachen, verschlafenen Sonntag bei ein paar Liedern und Tunes verbringen, die ich in zwei kurzen Sets mit Euch teile.

Wenn das erste Set wie das langsame Abrutschen der Gedanken eines Mittdreißigers ist, der den Bezug zu seiner Herkunft verloren hat und der keine Ahnung hat, wohin er als nächstes geht, so ähnelt das zweite Set vielleicht einer verschlissenen Strickleiter, an der man gerade so die niedrigste Sprosse erreichen kann.


© Paul Norman
Cast & Credits

Solo Gesang, Synthesiser, Drum Machine: Paul Norman

Biographien

Poor Northern ist wie ein Autounfall in Zeitlupe, bei dem man nicht wegschauen kann. Außer, dass der Unfall nur jemand ist, der in einem zwielichtigen Teil von England langsam rückwärts in eine Straßenlaterne fährt, bevor er aus vollstem Halse Scheiße! brüllt.

3.7
So, 16:00 Uhr
Studio der Dresden Frankfurt Dance Company
Workshop, Tanz
COMMUNITY DANCE WORKSHOP zur Produktion WITH THESE HANDS
Dresden Frankfurt Dance Company

Der Community Dance workshop zu WITH THESE HANDS richtet sich an alle zwischen 14 und 99 Jahren, die Lust auf Tanz haben und die Basis der choreografischen Arbeit von Jacopo Godani kennenlernen möchten. Der Workshop beginnt mit einem Warm-up, das auf der zeitgenössischen Tanztechnik beruht. Mit Hilfe von Improvisationsübungen werden Blockaden und Unsicherheiten im Umgang mit dem eigenen Körper gelöst und die eigene Bewegungssprache ganz neu entdeckt. Im Rahmen des Workshops werden Improvisationsmittel aus der aktuellen Produktion WITH THESE HANDS erlernt und auf dieser Basis eine gemeinsame Choreografie erarbeitet.

Der Workshop richtet sich an Anfänger:innen und Fortgeschrittene im Alter von 14-99 Jahre.

Anmeldungen unter: https://www.dresdenfrankfurtdancecompany.com/de/education/#c3647

In deutscher Sprache


© De-Da-Productions
3.7
So, 16:00 Uhr - 19:00 Uhr
Z-Zentrum
Installation, Forschung
B CH/K RP R LA D HA T
Ausstellung von J.F. Schmidt-Colinet & Li Lorian

Landschaft wird oft verstanden als Szenerie, als Hintergrund für menschliches Handeln. Sie existiert vermeintlich außerhalb von uns, ist einfach da, stumm um uns herum. J.F. Schmidt-Colinet und Li Lorian haben im Rahmen der HTA-Postgraduiertenförderung die Konstruktion von Landschaft und Gender untersucht mittels einer Auseinandersetzung mit Bild- und Buchformaten als performativem Raum. Sie haben performative Vorgänge, sowohl beim Produzieren als auch beim Anschauen und Durchblättern von Bildern und Büchern erforscht und untersucht, wie unterschiedliche Interaktionen queere Les- und Sichtweisen auf Landschaft und Gender eröffnen können.

Die Installation zeigt einen Ausschnitt der künstlerischen Arbeit, die im Rahmen des Forschungsprozesses entstanden ist, und bietet einen Einblick mit mannigfaltigen Ausblicken.


© Li Lorian
Cast & Credits

Ein Projekt von Li Lorian und J. F. Schmidt-Colinet.

Die HTA-Postgraduiertenförderung „Künstlerisches Forschen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Frankfurt LAB und Hessischer Theaterakademie, ermöglicht durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Biographien

J.F. Schmidt-Colinet realisiert in unterschiedlichen Arbeitskonstellationen Performances, arbeitet im Bereich Bühnenbild, Grafikdesign/Illustration und stellt Künstler:innenbücher her. Ein besonderes Interesse von ihm liegt dabei in Prozessen der Verräumlichung und kreativen Erzählweisen mit Bildern und Objekten. Zuletzt waren Schmidt-Colinets Arbeiten unter anderm zu sehen am Künstlerhaus Mousonturm (Bühnenbild für IM INTERNET GIBT ES KEINE MÄDCHEN/zaungäste, 2021), Studio Naxos (NEIN, EINFACH NEIN, 2021), Nationaltheater Mannheim (Illustration/Grafikdesign für SCHILLERNDE AUSSICHTEN/zaungäste, 2021) und am Stadttheater Gießen (morbus helveticus, 2019). Im Wintersemester 2021/22 hatte J.F. Schmidt-Colinet einen Lehrauftrag am Institut für Angewandte Theaterwissfenschaft an der JLU Gießen (praktischer Kurs: „Grundlagen Bühnenbild“). J. F. Schmidt-Colinet absolvierte das gestalterische Propädeutikum an der Zürcher Hochschule der Künste, studierte Bühnenbild an der UdK Berlin und Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Univerisität Gießen sowie Illustration:Authorial Practice im Rahmen eines Auslandsaufenthalts an der Falmouth University in England.

Li Lorian, geboren in Haifa, ist eine interdisziplinäre Künstlerin aus Jerusalem. Sie beschäftigt sich künstlerisch mit der Recherche von visueller Sprache und neuen Performancepraktiken und interessiert sich dafür, wie dokumentarisches Material in künstlerisches Material übersetzt werden können. Sie war Residenzkünstlerin am Mamuta Art and Media Center in Jerusalem (2012), im Schloss Bröllin (2015), beim Arad Art and Architecture Residency Program (2015), in der Akademie Schloss Solitude (2016, 2017) – wo sie das Stück EXODUS entwickelte, dass zu den Berliner Festspielen / Theatertreffen Stückemarkt (2018) eingeladen wurde. Sie beteiligte sich an Rechercheprojekten im Rahmen einer Residenz an der Schaubude, Berlin (2020), der HTA-Postgraduiertenförderung (2020) und Tights: Dance and Thought in Tel-Aviv (2022). Sie ist zurzeit Teil einer Recherchegruppe an der Beit Hagefen Art Gallery in Haifa, in Kooperation mit Sikkuy: Association for the Advancement of Civic Equality. Li Lorian ist eine Absolventin der School of Visual Theater in Jerusalem (2011), studierte künstlerisches Puppenspiel für Kinder am Train Theatre Hamama und im Masterstudiengang Choreografie und Performance der Justus-Liebig-Universität Gießen, als Stipendiatin des DAAD.

3.7
So, 18:30 Uhr
Frankfurt LAB, Halle 1
Konzert
DOMINO DREAMS
IEMA-Ensemble 2021 / 22, Luca Bagnoli (IRCAM Sound Diffusion), Quentin Nivromont (IRCAM Electronics) & Lukas Nowok (Elektronik)

In diesem Konzert werden die physikalischen Eigenschaften des Klangs und die Beobachtung der menschlichen Natur auf eine zutiefst sinnliche Weise miteinander verbunden. Das IEMA-Ensemble 2021 / 22 wird ein Repertoire voller Kontraste aufführen, das das Drama des inneren Selbst in Bezug auf eine reale, äußere Welt erforscht. Träume und Realität verschmelzen in immersiven klanglichen Erkundungen durch den Einsatz von Surround-Elektronik, Video und auch durch die Meisterhaftigkeit des Streichquartett-Formats. Die Dualität von physischen Klanggesten und der inneren persönlichen Welt lädt zu einer interessanten musikalischen Reise ein und führt zu unerforschten Orten.

Pablo Garretón: Proteus Reflexions II (2022) (15‘) für Ensemble und Elektronik

Rebecca Saunders: Fletch (2012) (15‘) für Streichquartett

Pause

Sebastian Hilli/Jenny Jokela: Hibernation (2021 / 22) für großes Ensemble, Animation und Elektronik (2022) (25‘) (Deutsche Erstaufführung)


© Barbara Fahle
Cast & Credits

IEMA-Ensemble 2021 / 22
Quentin Nivremont, IRCAM Electronics
Luca Bagnoli, IRCAM Sound diffusion
Lukas Nowok, Elektronik

Das Werk von Hilli/Jokela ist ein Auftragswerk von Internationale Ensemble Modern Akademie, IRCAM-Centre Pompidou, Time of Music und Gaudeamus Muziekweek im Rahmen des Ulysses Netzwerkes und mit Unterstützung des Creative Europe Programme der Europäischen Union.

Die Elektronik wurde von Manuel Poletti (IRCAM Computer Music Designer) in den Studios des IRCAM-Centre Pompidou realisiert.

Biographien

Die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) ist die Ausbildungsstätte des Ensemble Modern und wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, neben der Vermittlung des zeitgenössischen Repertoires neue Wege des heutigen künstlerischen Schaffens aufzuzeigen. Sie bietet Ausbildungsprogramme für verschiedene Zielgruppen von Education-Projekten über internationale Meisterkurse für Instrumentalist:innen bis hin zu Formaten für Nachwuchskünster:innen zu Beginn ihres Berufseinstiegs an. Ab 2022 etwa initiiert sie für junge Komponist:innen und Dirigent:innen gemeinsam mit dem Ensemble Modern und der Aventis Foundation das neue Mentoringprogramm ICCS (International Composer & Conductor Seminars). Zudem versteht sich die IEMA als Plattform für diskursive Formate. So begründete sie 2018 gemeinsam mit Hans Zender und der Stadt Meersburg die Meersburger KonzertGespräche, konzipiert als Denkwerkstatt mit öffentlichen Proben, Vorträgen und Konzerten. Seit 2021 wird das Format um einen neuen Meisterkurs, die Hans Zender Akademie, erweitert. 2019 veranstaltete die IEMA ein Symposium zu Entwicklungen in der Ensemblelandschaft in der aktuellen Musik; ein nächstes Symposium ist 2022 geplant.

Den Schwerpunkt aber bildet der Masterstudiengang, der seit 2006 in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) durchgeführt wird. Jeder Jahrgang bildet dabei ein eigenes IEMA-Ensemble. Durch u. a. die Förderung der Kunststiftung NRW, der GVL sowie weiterer Projektmittel können Studierende unterschiedlicher Disziplinen (Instrumentalspiel, Klangregie, Dirigat und Komposition) ein Jahr lang mit den Musiker:innen des Ensemble Modern und renommierten Komponisten- und Dirigentenpersönlichkeiten wie z. B. Heinz Holliger, Helmut Lachenmann, Mark Andre, Lucia Ronchetti, Stefan Prins, Sebastian Hilli, Lucas Vis, Stefan Asbury oder Jonathan Stockhammer am zeitgenössischen Repertoire arbeiten. In ca. 20 Konzerten im In- und Ausland werden die Ergebnisse der Arbeit als IEMA-Ensemble präsentiert.

Für das IEMA-Ensemble 2021/22 sind neben Konzerten in Frankfurt u. a. Auftritte bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik sowie im Rahmen des Ulysses Netzwerkes beim Festival Manifeste in Paris, dem Time of Music Festival in Viitasaari/Finnland und der Gaudeamus Muziekweek in Utrecht geplant. Ermöglicht durch die Crespo Foundation bildet auch der Bereich der Musikvermittlung einen Schwerpunkt des Studiengangs: Nach Ausbildung in Theorie und Praxis führt das IEMA-Ensemble im Juni 2022 ein einwöchiges Educationprojekt an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Ober-Ramstadt durch.

3.7
So, 20:00 Uhr
bett
Konzert
CISCO PEMA *** FÄLLT AUS ***
Konzert

Cisco Pema, argentinischer Bassist, Produzent und Sänger, geboren und aufgewachsen in Buenos Aires, spielte in jungen Jahren in verschiedenen Bands, tourte dann mit lateinamerikanischer Musik durch Südamerika und kam schließlich nach Europa, um in Österreich Bass zu studieren und sich 2012 Berlin niederzulassen. Seit 2016 ist er Solokünstler und veröffentlichte bereits 3 Alben.
Der zwei Meter hohe, famose und charismatische Musiker vermittelt eine überzeugende und unterhaltsame Mischung aus modernem Songwriting und südamerikanischem Flair. Beim Hören fühlt man sich wie ein Argentinier, der in einer langen Nacht durch die Straßen Berlins zieht, von einer Samba-Party zu einer Jazz-Session und weiter in einen Elektro-Club. Wer sich diese Reise nicht entgehen lassen will, sollte unbedingt beim F°LAB Festival ins Bett gehen…


© Matteo Molina
  • 30.6. – 3.7.2022
  • °
  • PERMANENTE PROGRAMMPUNKTE
  • °
TÄGLICH
Frankenallee/Gallus
Eintritt frei
30.6. - 2.7.
15.00 - 21.00 Uhr
Performance, Workshop, Intervention
DIE KOLLEKTION
Mobile Albania

Mobile Albania hat ausgiebig analysiert, Leute befragt, Datensätze angelegt und Schwingungen ausgewertet. Nun ist es endlich so weit und nach über zwei Jahren der Datenverarbeitung und -lagerung packen wir sie aus: Unsere Kollektion! Wir laden zur Anpassung, Änderung und Anprobe! Um sie anschließend zu verpacken und in den Versand zu geben. Wie trägt es sich auf der Frankenallee? Prêt-à-porter oder Prêt-à-jeter? Wir freuen uns auf schnurrende Nähmaschinen im Takt der Stadt und fulminante Auftritte in neuen Gewändern. Der Catwalk ist ausgerollt! Herzlich willkommen in Mobile Albania!

Zusätzlich kann am 3.7. um 15.00 Uhr die ALLES MUSS RAUS PROMENADE besucht werden.

Cast & Credits

Von und mit: Mobile Albania

Eine Produktion von Mobile Albania als Koproduktion und in Kooperation mit Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt Offenes Haus der Kulturen Frankfurt, Schwankhalle Bremen, Freischwimmen Residenz Festival.

Gefördert durch: Fonds Soziokultur, Kulturamt der Stadt Frankfurt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

TÄGLICH
Frankfurt LAB,
Terrasse
Eintritt frei
Dauer: durchgehend
(10:30 Minuten im Loop)
Video, Installation, Forschung
PLAUSCH
Ein Plaudereckenextrakt von Esther Steinbrecher & Plaudergästen

Im Pandemiejahr 2021 lud Theatermacherin Esther Steinbrecher alle, die zum Austausch bereit waren, in eine virtuelle Plauderecke ein, um vermeintliche Gräben zwischen Kunstproduzent:innen und Zuschauer:innen oder sogar Nicht-Publikum zu erforschen. In maximal gemütlichen Zweiergesprächen wurde erörtert, was Menschen zu Kulturveranstaltungen trägt – und was sie eher wieder vertreibt oder gar vollständig ihre Anwesenheit verhindert. Wie erreicht man einander, wenn die Vorstellungen davon, was Kunst im Allgemeinen und Theater/Performance im Besonderen ausmacht, völlig auseinandergehen? Und kann es eine Abkehr geben vom Irrglauben, man könne „zu schlau“ oder „zu dumm“ sein für künstlerische Angebote – die schließlich, zumindest in der Theorie, „für alle“ da sind?

PLAUSCH zeigt ein Extrakt aus den geführten Gesprächen und legt dabei den Fokus auf eine Qualität, die auch der Projektinitiatorin nicht immer leicht fällt: einfach mal zuhören.

Cast & Credits

Eine Videoinstallation von und mit Esther Steinbrecher & Plaudergästen
Technische Supervision: Nicola Unger
Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Mousonturm.
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR

Biographien

Esther Steinbrecher wurde im wilden Odenwald geboren, studierte Angewandte Theaterwissenschaft mit Diplomabschluss an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und lebt heute in Berlin. Seit 1998 arbeitet sie allerorts als freiberufliche Theatermacherin und wandelt darüber hinaus mit interaktiven und partizipativen Interventionen regelmäßig auf dem schmalen Grat zwischen Alltagskultur und Kulturalltag. Sie ist Mitglied der interdisziplinären Künstler:innengruppe gärtnerpflichten sowie der Reisenden Sommer-Republik.
Steinbrecher konzipiert, schreibt und realisiert Stücke, Shows und künstlerische Alltagsinterventionen, die sich im Spannungsfeld von Komik und Tragik bewegen, zwischen Provinz und Metropole, E und U, In und Out, Sein oder Nichtsein. Dabei kooperiert sie gleichermaßen mit Profibühnen und Amateurensembles, inszeniert sowohl Dramenvorlagen als auch gemeinsam entwickelte Stoffe und eigene Stücke. Ferner macht sie gelegentlich Kurzausflüge in die Welt der Lehre und erledigt, was sonst noch so anfällt.

TÄGLICH
Frankfurt LAB
Eintritt frei
Dauer: durchgehend
Installation, Intervention
INSTEAD OF AUFFÜHRUNG: NICHTAUFFÜHRUNG [INTERMISSION]
Fanti Baum & Frédéric De Carlo in Zusammenarbeit mit Jacob Bussmann, Jana Mila Lippitz & Thomas Spallek

INSTEAD OF. – Was tun, wenn das Theater leer ist, aber das Programm schon voll? Wie lassen sich die gegenwärtigen Voraussetzungen zur Aufführung von Nicht-Aufführung selbst zur Kunst machen? Jenseits des Programms fragen Fanti Baum & Frédéric De Carlo, was sich in diesen Momenten von der Radikalität jener Fluxus-Künstler:innen lernen lässt, die Anfang der 1960er Jahre Kunst und Musik aber gleichermaßen Institutionen, Hierarchie und Kunstbetrieb radikal in Frage stellten. Welche Gesten der Unterbrechung lassen sich mit ihnen in den Theaterbetrieb einschleusen? Wie lässt sich das Festivalgeschehen vom Bühnenrand aus kommentieren? Als fortdauernde [Intermission] greifen Baum und De Carlo mit Installationen und Aktionen ins Programm des Festivals ein, und stellen eine Gewissheit der 60er Jahre auf Probe: „I mean, one way or the other there is a play, but it is a No-Play.“

Cast & Credits

Fanti Baum & Frédéric De Carlo

in Zusammenarbeit mit Jacob Bussmann, Jana Mila Lippitz & Thomas Spallek

INSTEAD OF: AUFFÜHRUNG: NICHT-AUFFÜHRUNG ist die Frankfurter Version von SOLO: DISASSEMBLING – ASSEMBLING

Gefördert von:

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW Landesbüro Freie Darstellende Küste, Kulturbüro Stadt Dortmund, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst , Kulturamt Stadt Frankfurt am Main, Akademie Schloss Solitude, ID Frankfurt

Unsere Proben haben in der WERKSTATT (by Work of Act) und im Z – Zentrum für Proben und Forschung (ID Frankfurt) sowie im Theater im Depot und der Werkhalle (Dortmund) stattgefunden. Vielen Dank für die Unterstützung.

Die künstlerische Recherche von Fanti Baum Solo: Disassembling – Assembling zu dieser Arbeit wurde gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, Hilfsprogramm DIS-TANZEN des Dachverband Tanz Deutschland.

Biographien

Fanti Baum & Frédéric De Carlo arbeiten seit 2016 zusammen an choreographischen Entwürfen für ein anderes Verständnis von Körpern: Wie lassen sich unterschiedliche Ansätze zu Themen wie Berührung, Widerstand, Gefährdung und Verletzbarkeit formulieren – ohne diese jeweils zu repräsentieren? Wo treffen sich konzeptionelle Kunst und tänzerische Bewegungspraxis – und wie lassen sie sich miteinander konfrontieren?

Zusammen mit Rose Beermann und Joana Tischkau zeigten sie die Arbeit To be policed  – how police moves our body im TNT in Marburg und beim Flausen-Festival in Oldenburg (2016). Mit Joana Tischkau, Zwoisy Mears-Clarke & René Alejandro Huari Mateus entwickelten sie das Stück Hors de Combat über Berührung und Körper am Rande ihres Vermögens im Frankfurt LAB (2018). Zuletzt arbeiteten sie zusammen mit Jacob Bussmann, Jana Mila Lippitz und Thomas Spallek über George Brecht’s WATER YAM BOX und zeigten die Arbeit SOLO: DISASSEMBLING – ASSEMBLING in der Werkhalle in Dortmund (2022).

Fanti Baum ist Performance-Künstlerin und entwickelt Performances, Installationen, Tanzstücke und ortsspezifische Arbeiten. 2020 erhielt sie den Künstler:innenpreis der Stadt Dortmund. Frédéric De Carlo ist Tänzer und Choreograph und arbeitet in Frankreich und Deutschland – mit dem Kollektiv Practicable sowie zusammen mit Frédéric Gies, Tino Sehgal, Ester Salomon, Paul B. Preciado, Caroline Creutzburg, Ravvina/Veit und Rotterdam Presenta.

TÄGLICH

Frankenallee/Gallus
DIE KOLLEKTION
Mobile Albania

Mobile Albania hat ausgiebig analysiert, Leute befragt, Datensätze angelegt und Schwingungen ausgewertet. Nun ist es endlich so weit und nach über zwei Jahren der Datenverarbeitung und -lagerung packen wir sie aus: Unsere Kollektion! Wir laden zur Anpassung, Änderung und Anprobe! Um sie anschließend zu verpacken und in den Versand zu geben. Wie trägt es sich auf der Frankenallee? Prêt-à-porter oder Prêt-à-jeter? Wir freuen uns auf schnurrende Nähmaschinen im Takt der Stadt und fulminante Auftritte in neuen Gewändern. Der Catwalk ist ausgerollt! Herzlich willkommen in Mobile Albania!

Zusätzlich kann am 3.7. um 15.00 Uhr die ALLES MUSS RAUS PROMENADE besucht werden.


©
Cast & Credits

Von und mit: Mobile Albania

Eine Produktion von Mobile Albania als Koproduktion und in Kooperation mit Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt Offenes Haus der Kulturen Frankfurt, Schwankhalle Bremen, Freischwimmen Residenz Festival.

Gefördert durch: Fonds Soziokultur, Kulturamt der Stadt Frankfurt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

TÄGLICH

Frankfurt LAB,
Terrasse
PLAUSCH
Ein Plaudereckenextrakt von Esther Steinbrecher & Plaudergästen

Im Pandemiejahr 2021 lud Theatermacherin Esther Steinbrecher alle, die zum Austausch bereit waren, in eine virtuelle Plauderecke ein, um vermeintliche Gräben zwischen Kunstproduzent:innen und Zuschauer:innen oder sogar Nicht-Publikum zu erforschen. In maximal gemütlichen Zweiergesprächen wurde erörtert, was Menschen zu Kulturveranstaltungen trägt – und was sie eher wieder vertreibt oder gar vollständig ihre Anwesenheit verhindert. Wie erreicht man einander, wenn die Vorstellungen davon, was Kunst im Allgemeinen und Theater/Performance im Besonderen ausmacht, völlig auseinandergehen? Und kann es eine Abkehr geben vom Irrglauben, man könne „zu schlau“ oder „zu dumm“ sein für künstlerische Angebote – die schließlich, zumindest in der Theorie, „für alle“ da sind?

PLAUSCH zeigt ein Extrakt aus den geführten Gesprächen und legt dabei den Fokus auf eine Qualität, die auch der Projektinitiatorin nicht immer leicht fällt: einfach mal zuhören.


©
Cast & Credits

Eine Videoinstallation von und mit Esther Steinbrecher & Plaudergästen
Technische Supervision: Nicola Unger
Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Mousonturm.
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR

Biographien

Esther Steinbrecher wurde im wilden Odenwald geboren, studierte Angewandte Theaterwissenschaft mit Diplomabschluss an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und lebt heute in Berlin. Seit 1998 arbeitet sie allerorts als freiberufliche Theatermacherin und wandelt darüber hinaus mit interaktiven und partizipativen Interventionen regelmäßig auf dem schmalen Grat zwischen Alltagskultur und Kulturalltag. Sie ist Mitglied der interdisziplinären Künstler:innengruppe gärtnerpflichten sowie der Reisenden Sommer-Republik.
Steinbrecher konzipiert, schreibt und realisiert Stücke, Shows und künstlerische Alltagsinterventionen, die sich im Spannungsfeld von Komik und Tragik bewegen, zwischen Provinz und Metropole, E und U, In und Out, Sein oder Nichtsein. Dabei kooperiert sie gleichermaßen mit Profibühnen und Amateurensembles, inszeniert sowohl Dramenvorlagen als auch gemeinsam entwickelte Stoffe und eigene Stücke. Ferner macht sie gelegentlich Kurzausflüge in die Welt der Lehre und erledigt, was sonst noch so anfällt.

TÄGLICH

Frankfurt LAB
INSTEAD OF AUFFÜHRUNG: NICHTAUFFÜHRUNG [INTERMISSION]
Fanti Baum & Frédéric De Carlo in Zusammenarbeit mit Jacob Bussmann, Jana Mila Lippitz & Thomas Spallek

INSTEAD OF. – Was tun, wenn das Theater leer ist, aber das Programm schon voll? Wie lassen sich die gegenwärtigen Voraussetzungen zur Aufführung von Nicht-Aufführung selbst zur Kunst machen? Jenseits des Programms fragen Fanti Baum & Frédéric De Carlo, was sich in diesen Momenten von der Radikalität jener Fluxus-Künstler:innen lernen lässt, die Anfang der 1960er Jahre Kunst und Musik aber gleichermaßen Institutionen, Hierarchie und Kunstbetrieb radikal in Frage stellten. Welche Gesten der Unterbrechung lassen sich mit ihnen in den Theaterbetrieb einschleusen? Wie lässt sich das Festivalgeschehen vom Bühnenrand aus kommentieren? Als fortdauernde [Intermission] greifen Baum und De Carlo mit Installationen und Aktionen ins Programm des Festivals ein, und stellen eine Gewissheit der 60er Jahre auf Probe: „I mean, one way or the other there is a play, but it is a No-Play.“


©
Cast & Credits

Fanti Baum & Frédéric De Carlo

in Zusammenarbeit mit Jacob Bussmann, Jana Mila Lippitz & Thomas Spallek

INSTEAD OF: AUFFÜHRUNG: NICHT-AUFFÜHRUNG ist die Frankfurter Version von SOLO: DISASSEMBLING – ASSEMBLING

Gefördert von:

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW Landesbüro Freie Darstellende Küste, Kulturbüro Stadt Dortmund, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst , Kulturamt Stadt Frankfurt am Main, Akademie Schloss Solitude, ID Frankfurt

Unsere Proben haben in der WERKSTATT (by Work of Act) und im Z – Zentrum für Proben und Forschung (ID Frankfurt) sowie im Theater im Depot und der Werkhalle (Dortmund) stattgefunden. Vielen Dank für die Unterstützung.

Die künstlerische Recherche von Fanti Baum Solo: Disassembling – Assembling zu dieser Arbeit wurde gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, Hilfsprogramm DIS-TANZEN des Dachverband Tanz Deutschland.

Biographien

Fanti Baum & Frédéric De Carlo arbeiten seit 2016 zusammen an choreographischen Entwürfen für ein anderes Verständnis von Körpern: Wie lassen sich unterschiedliche Ansätze zu Themen wie Berührung, Widerstand, Gefährdung und Verletzbarkeit formulieren – ohne diese jeweils zu repräsentieren? Wo treffen sich konzeptionelle Kunst und tänzerische Bewegungspraxis – und wie lassen sie sich miteinander konfrontieren?

Zusammen mit Rose Beermann und Joana Tischkau zeigten sie die Arbeit To be policed  – how police moves our body im TNT in Marburg und beim Flausen-Festival in Oldenburg (2016). Mit Joana Tischkau, Zwoisy Mears-Clarke & René Alejandro Huari Mateus entwickelten sie das Stück Hors de Combat über Berührung und Körper am Rande ihres Vermögens im Frankfurt LAB (2018). Zuletzt arbeiteten sie zusammen mit Jacob Bussmann, Jana Mila Lippitz und Thomas Spallek über George Brecht’s WATER YAM BOX und zeigten die Arbeit SOLO: DISASSEMBLING – ASSEMBLING in der Werkhalle in Dortmund (2022).

Fanti Baum ist Performance-Künstlerin und entwickelt Performances, Installationen, Tanzstücke und ortsspezifische Arbeiten. 2020 erhielt sie den Künstler:innenpreis der Stadt Dortmund. Frédéric De Carlo ist Tänzer und Choreograph und arbeitet in Frankreich und Deutschland – mit dem Kollektiv Practicable sowie zusammen mit Frédéric Gies, Tino Sehgal, Ester Salomon, Paul B. Preciado, Caroline Creutzburg, Ravvina/Veit und Rotterdam Presenta.

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