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LANDSCAPE
MODE



F°LAB

2019

FESTIVAL
FOR
PERFORMING
ARTS

→ TICKETS

FRANKFURT LAB
SCHMIDTSTR. 12
60326 FRANKFURT AM MAIN

INFO

Imprint

Frankfurt LAB – das Musik-, Theater- und Tanzlabor
der Moderne für Frankfurt RheinMain e. V.

Schmidtstraße 12
60326 Frankfurt am Main
Tel +49 (0)69 73 941 693
Fax +49(0)69 /73 941 695
info(at)frankfurt-lab.de
www.frankfurt-lab.de

Vertretungsberechtigter Vorstand / Directorate:
Dr. Philipp Schulte
Dr. Gabriele König

Inhaltlich verantworlich / Accountable for the content:
Hanna Knell
Hanke Wilsmann

Übersetzung / Translation:
Rebekka Pattison

Gestaltung / Design:
Philipp Lehr
philipplehr.com

Änderungen vorbehalten.

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(DE)

SEIT 10 JAHREN
IN 10 JAHREN




2009: Das Frankfurt LAB startet mit leeren Hallen, in denen räumlich und zeitlich von nun an Vieles möglich scheint. 2019: Das Frankfurt LAB hat sich als lebendige, interdisziplinäre Proben- und Spielstätte etabliert, längst unverzichtbar für den künstlerischen Nachwuchs, experimentelle Formate und große internationale Gastspiele. 2029: Das Frankfurt LAB – ein kreativer Ort im Herzen der Stadt, wo gesellschaftliche Pluralität künstlerisch erforscht, zukunftsfähige Formen des Miteinanders probiert und neue Darstellungsweisen entwickelt werden?

Beim diesjährigen F°LAB Festival feiern wir vom 12.—16. Juni „20 Jahre Frankfurt LAB“ – also nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft! Unsere fünf künstlerischen Partner*innen steuern ein dichtes, interdisziplinäres Geburtstagsprogramm bei, darunter eine Uraufführung des Ensemble Modern und der Dresden Frankfurt Dance Company (in der Schmidtstraße und simultan auf dem Areal eines zukünftigen Kulturcampus), ein internationales Gastspiel des Künstlerhaus Mousonturm und aktuelle studentische Projekte der Hessischen Theaterakademie und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Darüber hinaus gibt es Diskursveranstaltungen und natürlich leckeres Essen, Drinks und entspannte Live-Musik auf dem Sonnendeck. Jede*r ist willkommen – zum Kunst-Schauen, Diskutieren, Genießen, Tanzen oder Rumhängen – das F°LAB ist von Vielen für Viele!


(EN)

FOR 10 YEARS
IN 10 YEARS




2009: Frankfurt LAB starts with empty halls that open up many possibilities in terms of space and time. 2019: Frankfurt LAB has established itself as a lively, inter- disciplinary rehearsal and performance venue that has become indispensable for young artists, experimental formats and major international guests. 2029: Frankfurt LAB – a creative space in the heart of the city where social plurality is explored artistically, sustainable forms of togetherness are tried out and new ways of representation methods are developed?

At this year’s F°LAB Festival we are celebrating “20 years Frankfurt LAB” from 12— 16 June – so not just the past, but also the future! Our five artistic partners are contributing with a dense, interdisciplinary birthday programme, including a premiere of the Ensemble Modern and the Dresden Frankfurt Dance Company (at Schmidtstraße and simultaneously on the site of a future centre for the arts), an international guest performance by Künstlerhaus Mousonturm and current student projects of the Hessian Theatre Academy and the Frankfurt University of Music and Performing Arts. Of course there will also be discourse events, delicious food, drinks and relaxing live music on the sun deck. Everyone is welcome – to engage with art, discuss, enjoy, dance or hang out – F°LAB is by many for many!



PROGRAMM

IMPROVISATION
VISIONAIRE


Beim diesjährigen F°LAB Festival feiern wir vom 12.—16. Juni „20 Jahre Frankfurt LAB“ – also nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft! Unsere fünf künstlerischen Partner- *innen steuern ein dichtes, interdisziplinäres Geburtstagsprogramm bei, darunter eine Uraufführung des Ensemble Modern und der Dresden Frankfurt Dance Company (in der Schmidstraße und simultan auf dem Areal eines zukünftigen Zentrums der Künste), ein internationales Gastspiel des Künstlerhaus Mousonturm und aktuelle studentische Projekte der Hessischen Theaterakademie und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Darüber hinaus gibt es Diskursveranstaltungen und natürlich leckeres Essen, Drinks und entspannte Live-Musik auf dem Sonnendeck. Jede*r ist willkommen – zum Kunst-Schauen, Diskutieren, Genießen, Tanzen oder Rumhängen – das F°LAB ist von Vielen für Viele!

Test

COMING
SOON

Mi 12.06.

• 18:30

ERÖFFNUNG / OPENING

Worte und Torte

Mi 12.06.

• 20:00

IMPROVISATION
VISIONAIRE

Uraufführung
Dresden Frankfurt Dance Company & Ensemble Modern bespielen den Kulturcampus und das Frankfurt LAB


→ TICKETS

Mi 12.06.

• 21:00

PULP – HISTORY AS
A WARM WET PLACE

Carolina Mendonça Studienprojekt Choreographie und Performance Gießen


→ TICKETS

Mi 12.06.

• 21:00

PLATTEN & TAPES

Hanhan Cousteau


FREE

Do 13.06.

• 18:30

THE GAPS BETWEEN

Jonathan Burrows im Rahmen der HTA-Ringvorlesung Realities of the Scripted der Hessischen Theaterakademie 


FREE

Do 13.06.

• 20:00

OH I’M SORRY
(OR: MAYBE JUST OH)

Herbert Graf
Studienprojekt Angewandte Theaterwissenschaft Gießen


→ TICKETS

Do 13.06.

• 22:00

VINYL FADE OUT

Bene Dixit / Soirée foncedé / Safe and Sound


FREE

Fr 14.06.

• 18:00

PINK PLANET

Musikvermittlung mit Schüler*innen aller 8. Klassen der IGS Nordend / Internationale Ensemble Modern Akademie und Gäste


FREE

Fr 14.06.

• 18:30

DANCING CROWDS:
MANIA, ECSTASY,
COLLECTIVITY

Roundtable im Rahmen der Friedrich Hölderlin-Gastprofessur für Allgemeine und Vergleichende Dramaturgie


FREE

Fr 14.06.

• 19:30

LIVE CONCERT

Lou


FREE

Fr 14.06.

• 21:00

IT COULD BE SOMETHING
VERY MINIMAL

Viktorija Ilioska / Patrick Faurot / Maximilian Smirzitz Kooperation der Studiengänge Angewandte Theaterwissenschaft sowie Choreographie und Performance Gießen


→ TICKETS

Fr 14.06.

• 22:00

DISCO, ITALO & HOUSE

H.Riviera / Safe and Sound


FREE

Sa 15.06.

• 16:00

INFILTRATIONS &
(INTER)ACTION

Werke von Stefan Prins
Internationale Ensemble Modern Akademie / Stefan Prins


→ TICKETS

Sa 15.06.

• 18:00

ODISSEIA

Erstaufführung im deutschsprachigen Raum Leonardo Moreira / Cia Hiato / Koproduktion Künstlerhaus Mousonturm


→ TICKETS

Sa 15.06.

• 22:30

Instant Zen:
Live Electro & House

Instant Zen / Dschaan / RIX3K / safe and sound


FREE

So 16.06.

• 15:00

AVE MARIA

der große tyrann
Studienprojekt Angewandte Theaterwissenschaft Gießen


→ TICKETS

So 16.06.

• 16:30 Doppelvorstellung

LINE UP

Merle Böhnhardt


ALTER EGO

Vincent Michalke / Juan David Perrez / Jonas Weber Kooperation von Studierenden der Studiengänge Komposition und Regie der HfMDK Frankfurt


→ TICKETS

So 16.06.

• 18:00

ATMOSPHÄREN

Werke von György Ligeti, Conlon Nancarrow und Béla Bartók Ensemble Modern / Hochschulorchester der HfMDK Frankfurt


→ TICKETS

12.

16.JUNI

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IMPROVISATION
VISIONAIRE


(DE)

Tanz, Musik, choreografische Improvisation und Technologie vereinen sich jenseits von Raum und Distanz zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Zur Eröffnung des F°LAB Festivals improvisieren die Tänzer*innen der Dresden Frankfurt Dance Company auf dem Areal des zukünftigen Kulturcampus zu ausgewählten Partituren, die Musiker*innen des Ensembles Modern zeitgleich live im Frankfurt LAB spielen. Zugrunde liegt das Konzept Drift-Konzert des Game-Designers Sebastian Quack, das spielerische Stadterkundung mit einem Live-Konzert kurzschließt. Durch Video- und Audio-Streams entsteht eine Verbindung von Innen- und Außenraum, bei der musikalische und räumliche Explorationen verschwimmen. Der gemeinsame künstlerische Wunsch ist es, anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Frankfurt LABs miteinander in die Zukunft zu blicken und die Chancen des künftigen Kulturcampus auszuloten.


Von und mit: Tänzer*innen der Dresden Frankfurt Dance Company und Mitgliedern des Ensemble Modern
Künstlerischer Direktor: Jacopo Godani
Technische Realisation: big cinema
Übertragungskonzept: Sebastian Quack
Gefördert durch: Freunde des Ensemble Modern e.V.


(EN)

Dance, music, choreographic improvisation and technology connect over space and distance to create a shared experience. Linked through technology, dancers of the Dresden Frankfurt Dance Company improvise on the future Kulturcampus areal, while simultaneously musicians of Ensemble Modern play from selected scores at Frankfurt LAB. This is based on the concept Drift-Konzert by game designer Sebastian Quack, which combines playful city exploration with a live concert. Video and audio streams create a connection between indoor and outdoor space that blends musical and spatial explorations. EM and DFDC share the artistic wish to look to the future on this special occasion and to explore the opportunities of the future Kulturcampus.


By and with: Tänzer*innen der Dresden Frankfurt Dance Company und Mitgliedern des Ensemble Modern
Artistic director (dance): Jacopo Godani
Technical realisation: big cinema
Streaming: Sebastian Quack
Supported by: Freunde des Ensemble Modern e.V.

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PULP – HISTORY AS
A WARM WET PLACE


(DE)

Wir haben uns gefragt, wie Nässe und Klebrigkeit Möglichkeiten sein könnten, um dem Vergehen der Zeit nachzuspüren. Wir haben mit dem Aufbau einer intuitiven Archäologie begonnen, die Überreste und Referenzfetzen des 17. und 18. Jahrhunderts verdaut. Eine weiche, sanfte, formlose Masse von Material, die unseren Körpern erlaubte, asynchron zu sein. Hände wurden älter als der Rest des Körpers und wir mussten lernen sie zu benutzen. Fünf Körper, die sich monströs verwandelten und einander mit glitschigen und klebrigen Händen unterstützten. Carolina Mendonça, Catalina Insignares, Ida Daniel, Rodrigo Andreolli und Zuzana Zabkova arbeiten in Pulp erneut zusammen, um die Vorstellung von Choreografie zu erweitern und neue Zugänge zum Körper zu schaffen – als einen Ort des Wissens, der sich dominanten westlichen Erkenntnistheorien entzieht.


Von und mit: Carolina Mendonça, Catalina Insignares, Ida Daniel, Rodrigo Andreolli, Zuzana Zabkova
Sound: Tomás de Souza
Kollaboration: Iris Junges, Tamara Antonijevic
Kostüm-Kollaboration: Kristin Gerwien
Video: Dudu Quintanilha
Licht: Carolina Mendonça


(EN)

We asked ourselves how wetness and stickiness could be a way of tracing the sliding of time. We started to build an intuitive archeology digesting the leftovers of the XVII–XVIII centuries in disrupted references. A soft, wet, shapeless mass of material that allowed our bodies to be unsynchronized. Hands became older than the rest of the body and we had to learn how to use them. Five bodies monstrously transforming, supporting each other with slippery and sticky hands. Carolina Mendonça, Catalina Insignares, Ida Daniel, Rodrigo Andreolli and Zuzana Zabkova are working once more in one of the different configurations in which they collaborate, expanding the notion of choreography and the body as a site of knowledge production, in particular those devalued by Western epistemologies.


By and with: Carolina Mendonça, Catalina Insignares, Ida Daniel, Rodrigo Andreolli, Zuzana Zabkova
Sound: Tomás de Souza
Collaboration: Iris Junges, Tamara Antonijevic
Costume Collaboration: Kristin Gerwien
Video: Dudu Quintanilha
Lightning: Carolina Mendonça

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PLATTEN & TAPES


(DE)

Han und Cousteau Twins erkunden mögliche Trancemusik


(EN)

Han and the Cousteau Twins explore possible Trance music. s


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THE GAPS BETWEEN


(DE)

Die Annahme, dass das Aufgeschriebene unsere Realitäten bestimmt, rückt das alltägliche Leben in eine verblüffende Nähe zu dem, was in Theater, Performance und Choreografie auf der Bühne passiert. Doch während wir dort wie hier gehalten sind, das Script zu vergessen und die Realität zu betrachten, möchten wir im Rahmen der Ringvorlesung fragen, was es mit der Realität des Scripts selbst auf sich hat. The Gaps Between fragt danach, was ein Skript ist, wie es sich auf den Begriff eines erweiterten choreografischen Feldes beziehen könnte und wann und wie das nützlich sein könnte. Der Vortrag ist ein temporäres Archiv von Gedanken- und Bildfragmenten aus verschiedenen Quellen, mit besonderem Fokus auf die Performancearbeit von Mette Edvardsen und Vlatka Horvat. Jonathan Burrows ist ein Choreograf, dessen Hauptaugenmerk auf einem fortlaufenden Repertoire mit dem Komponisten Matteo Fargion liegt, mit dem er auf der ganzen Welt auftritt. Burrows’ Buch A Choreographer's Handbook hat sich seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2010 über 14.000 Mal verkauft. Zurzeit ist Burrows Senior Research Fellow am Centre for Dance Research der Coventry University.


Eine gemeinsame Veranstaltung von : Angewandte Theaterwissenschaft, Justus-Liebig-Universität Gießen (Xavier Le Roy), Szenographie/Bühnenbild, HfG Offenbach (Heike Schuppelius), MA Dramaturgie/CDPR, Goethe-Universität Frankfurt (Nikolaus Müller-Schöll) sowie der HfMDK/HTA (Philipp Schulte)
Kuratiert von: Fanti Baum (MA Dramaturgie, Goethe- Universität Frankfurt)


(EN)

The assumption that the written defines our realities moves everyday life surprisingly close to what happens in theatre, performance and choreography on stage. But while we often feel obliged to forget the script and to engage with reality, in the context of this lecture series we want to ask what the reality of the script is all about. The Gaps Between questions what a script is, how it might relate to the notion of an expanded choreographic field, and when and how that could be useful or not. The talk is a temporary archive of fragments of thoughts and images from a number of sources, with a particular focus on the performance work of Mette Edvardsen and Vlatka Horvat. Jonathan Burrows is a choreographer whose main focus is an ongoing body of pieces with the composer Matteo Fargion, with whom he continues to perform around the world. His A Choreographer's Handbook has sold over 14,000 copies since its publication in 2010. Burrows is currently a Senior Research Fellow at the Centre for Dance Research, Coventry University.


 A joint event of: Angewandte Theaterwissenschaft, Justus-Liebig-Universität Gießen (Xavier Le Roy), Szenographie/Bühnenbild, HfG Offenbach (Heike Schuppelius), MA Dramaturgie/CDPR, Goethe-Universität Frankfurt (Nikolaus Müller-Schöll) sowie der HfMDK/HTA (Philipp Schulte)
Curated by: Fanti Baum (MA Dramaturgie, Goethe- Universität Frankfurt)

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OH I’M SORRY
(OR: MAYBE JUST OH)


(DE)

Ich möchte dir eine Geschichte erzählen. Aber du brauchst keine Angst zu haben. Es ist eine witzige Geschichte. Um ehrlich zu sein, ist es eine der witzigsten Geschichten, die ich kenne.


Von und mit: Herbert Graf


(EN)

So I want to tell you a story. But you don‘t have to be scared. It‘s a funny story. In fact it‘s one of the funniest stories I know.


By and with: Herbert Graf

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VINYL FADE OUT


(DE)

Bene Dixit, ehemaliger Vorsitzender des Rave-Elferrats im schönen Mainz und als letzter Mittelklasse-Einwohner Überläufer ins Rentnerparadies Wiesbaden, veranstaltet seit mehr als einem Jahrzehnt zahlreiche Partys an verschiedenen Orten im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Seine Sets zielen mit ihrem mühelosen Wechsel von Stilen und Genres immer auf maximale Tanzbarkeit ab. 


(EN)

Former CEO of the Rave-Elferrat in the beautiful city of Mainz and renegade plus last middleclass citizen standing in the Rentners-Paradise Wiesbaden, Bene Dixit has been deejaying and hosting numerous parties in different venues throughout the rhine-main-area for more than a decade. With effortlessly switching styles and genres his sets always aim for maximum danceability.


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PINK PLANET


(DE)

Kreativität fördern und neue Perspektiven eröffnen: Seit vielen Jahren führen die Mitglieder des Ensemble Modern Education-Projekte in Frankfurter Schulen durch und regen die Jugendlichen zu neuen Erfahrungen im Umgang mit Musik und eigenem schöpferischen Musizieren an. Erstmals bildet das Ensemble Modern in diesem Jahr im Rahmen des IEMA-Studiengangs an der HfMDK seine Studierenden im Bereich Musikvermittlung aus. Nach internen Workshops und Schulungen folgten zwei intensive Arbeitsphasen der IEMA-Studierenden mit 100 Schüler*innen der IGS Nordend. Zum größten Teil ohne instrumentale Vorkenntnisse, näherten sich die Schüler*innen experimentell ihrer eigenen Klangkunst. Gemeinsam mit den 14 professionellen jungen Musiker*innen der IEMA und Mitgliedern des Ensemble Modern präsentieren die Schüler*innen die Ergebnisse in der einstündigen Performance Pink Planet.


Ein Projekt des Studiengangs Internationale Ensemble Modern Akademie/HfMDK an der IGS Nordend, ermöglicht durch die Crespo Foundation


(EN)

Supporting creativity and opening new perspectives: For many years, members of the Ensemble Modern have been carrying out education projects in Frankfurt schools and encouraging young people to have new experiences with music and make their own music. This year, for the first time Ensemble Modern will train students in music mediation at the HfMDK, in the context of the IEMA course. After internal workshops and training courses, two intensive working phases started for the IEMA students – with 100 students of the IGS Nordend. For the most part without any previous musical knowledge, students approach their own experimental artworks. Together with 14 professional young musicians of the IEMA and members of the Ensemble Modern, the students will present the results in their one-hour long performance Pink Planet.


A project of the International Ensemble Modern Academy/HfMDK at IGS Nordend, supported by the Crespo Foundation

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DANCING CROWDS:
MANIA, ECSTASY,
COLLECTIVITY


(DE)

Gegenstand der Diskussion ist der revoltierende tanzende Körper. Ob in neo-schamanischen Ansätzen zeitgenössischer Choreografie oder in Akten radikaler Selbstheilung, in choreografischen Politiken der Sorge oder unerbittlichen Tanzpartys – Körper in Bewegung signalisieren Ruhelosigkeit und die Möglichkeit lebendiger Transformation. Doch was ist ein Körper, der protestiert? Es soll der Frage nachgegangen werden, wie Künstler*innen und Theoretiker*innen sich Gesten des Aufbegehrens angeeignet haben, um alternative Vorstellungen von Kollektivität und Selbstorganisation zu entwickeln. Gleichzeitig wird die Brücke geschlagen vom protestierenden Körper in der Kunst zu seiner Rolle in der politischen Gemeinschaft, um zu erörtern, wie sich über alternative Formen von Körperlichkeit auch der Staatskörper neu denken lässt.


Beitragende : Kélina Gotman (Theater- und Tanzwissenschaftlerin, Großbritannien), Hamish McPherson (Choreograf und Tanzwissenschaftler, Großbritannien), Bogomir Doringer (Filmemacher und Kurator, Niederlande/Österreich), Jatun Risba (Performance Artist, Slovenien/Großbritannien), Audrey Gary (Regisseurin und Choreografin, Frankreich)
Gefördert vom : DAAD aus Mitteln des Bundes- ministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)


(EN)

This roundtable explores what it means to be a body in revolt, dancing. From the neo-shamanistic traditions in contemporary choreography to radical self-healing, and from choreographic politics of care to urgent and unrelenting dance parties, bodies in motion signal restlessness and a vibrant potential for transformation. Panelists will ask: what is a body in protest? How have artists and thinkers imagined alternative collectivities and the vital possibilities of self-organisation for reappropriating the gestures and practices of love and insurgency? In doing so, the panel aims to relate the protesting body in art to the body functioning in the social community and asks how alternative forms of embodiment allow us to reimagine the ‘body politic’.


Contributors: Kélina Gotman (Theater- und Tanzwissenschaftlerin, Großbritannien), Hamish McPherson (Choreograf und Tanzwissenschaftler, Großbritannien), Bogomir Doringer (Filmemacher und Kurator, Niederlande/Österreich), Jatun Risba (Performance Artist, Slovenien/Großbritannien), Audrey Gary (Regisseurin und Choreografin, Frankreich)
Supported by: DAAD aus Mitteln des Bundes- ministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

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LIVE CONCERT: LOU


(DE)

Lou ist ein Singer/Songwriter-Duo aus Berlin und Frankfurt, das mit Contemporary Dream Pop zum Träumen einlädt.


(EN)

Lou is a Frankfurt and Berlin based singer/songwriter duo that invites you to relax with contemporary dream pop.


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IT COULD BE SOMETHING
VERY MINIMAL


(DE)

„Erinnerst du dich, als wir, wir, wir einfach dahin gefahren sind? Wir haben jedes Hindernis überwunden, weißt du, wir sind in Kap Verde gestartet, und haben zwei Wochen lang nur ranzigen Nachtisch gegessen, sind einfach an gigantischen Höhen vorbei gesegelt, um nicht unseren Schwung zu verlieren, und dann waren wir auf dieser strahlenden Insel namens Helium. Ich meine, erinnerst du dich an die Kokosmilch da? Das war die beste Kokosmilch, die ich in meinem ganzen Leben getrunken habe! Und dann sind wir zu diesem, diesem Techno-Schamanen gegangen, der da auf der Insel wohnt, und er war, er war seltsam, oder? Er war mit irgendwelchen hydrodynamischen Prozessen beschäftigt, ja so hat er sie genannt, er hatte diesen Crypto-Rosenkranz, diesen üppigen Crypto-Rosenkranz. Er hat mich zum Glauben gebracht, Patrick. Er hat mich davon überzeugt, dass wir einfach zusammenkommen können, egal welchen Glauben wir haben oder woher wir kommen, wir können einfach kosmisch zusammenkommen, aber auch körperlich, und einander lieben.“ Mit ihrer langfristigen performativen Recherche It could be something very minimial untersuchen Viktorija Ilioska, Max Smirzitz und Patrick Faurot affektive Verschiebungen und Veränderungen von Körpern und Raum. Das Projekt verhält sich pilzartig, wächst, schrumpft und gestaltet sich jedes Mal entsprechend den Anforderungen seines Milieus um – diesmal mit einer Lasershow und einem Kostümwechsel.


Von und mit : Max Smirzitz, Viktorija Ilioska, Patrick Faurot


(EN)

“Do you remember, we, we, we just went there, you know? We over- came every obstacle, like, we started from Cape Verde, eating rancid dessert for two weeks straight, like, like, sailing past gigantic highs to not lose our momentum, and then we’re here on this radiant island called Helium. I mean, can you, do you remember the coco milk there? It was the best coco milk I drank in my whole life! And then we went to this, this technoshaman that was residing on this island, and he was, he was weird, no? He was in some kind of hydrodynamic procedures, he called them, had this crypto-rosary, this wanton crypto-rosary. He made me believe, Patrick. He made me believe that we can just gather together, regardless of creed or country of origin, we can just come together cosmically, but also physically in a way, and love each other.” It could be something very minimal is a long-term performative research collaboration of Viktorija Ilioska, Max Smirzitz and Patrick Faurot dealing with affective permutations and modulations of bodies and space. The project is fungal, growing, shrinking and reforming each time according to the demands of its milieu. This time there is a laser show and a costume change.


By and with: Max Smirzitz, Viktorija Ilioska, Patrick Faurot

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DISCO, ITALO & HOUSE


(DE)

Der in Frankfurt ansässige Underdog-DJ H.Riviera ist bekannt für seine Liebe zu House, Italo und Disco-Klassikern. Mit seinen cozy Dance Tunes bringt er deine Hüften in Form und zeigt dir, wie man leichtfüßig wird.


(EN)

The Frankfurt based underdog DJ H. Riviera is known for his love for house, italo and disco classics. With his cozy dance tunes he brings your hips in shape and shows you how to get swiftly.


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INFILTRATIONS &
(INTER)ACTION


(DE)

Die Musik des belgischen Komponisten und Kulturphilosophen Stefan Prins ist maßgeblich von aktuellen Technologien und interdisziplinären Ansätzen geprägt; multimediale Grenzüberschreitungen und Improvisation sind ebenso wichtige Bestandteile seiner Werke wie der Einsatz von Elektronik. Eine der wichtigsten Fragen ist die nach dem Verhältnis zwischen Mensch und Technik: Wie beeinflusst Technologie unser menschliches Handeln und umgekehrt? In Prins’ Musik begegnen sich instrumentale und elektronische Klänge als Gegenspieler. Gemeinsam mit ihm hat das IEMA-Ensemble 2018/19 ein Event geschaffen, das die analoge und digitale Klangwelt des Instrumentalen ausleuchtet. Während in Infiltrationen 3.0. Streicherklänge elektronisch gesteuert werden, überträgt Prins bei Piano Hero #1 für Keyboard und Live- Elektronik die Idee des romantischen Klaviervirtuosen ins techno- logische 21. Jahrhundert. In ensuite für Cello solo dagegen sind die elektronischen Mittel akustisch „einkomponiert“, ohne dass tatsächlich Technik zum Einsatz kommt.


Die Internationale Ensemble Modern Akademie wird gefördert durch die Kunststiftung NRW und die GVL 

Violine: Mishi Stern
Viola: Robin Kirklar
Violoncello: Nathan Watts
Kontrabass: Dominique Chabot
Piano: Emmanuelle Fleurot, Martin Pérénom
FX Pedals: Ronan Whittern, Lutz Spira
Klangregie: Stefan Prins, Maximiliano Estudies


(EN)

The music of the Belgian composer and cultural philosopher Stefan Prins is decisively influenced by current technologies and interdisciplinary approaches; multimedia border crossings and improvisation are just as important components of his works as the use of electronics. One of the most important questions concerns the relationship between humans and technology: How does technology influence our human actions and vice versa? In Prins’ music, instrumental and electronic sounds oppose each other. Together with Prins, the IEMA Ensemble 2018/2019 created an event that illuminates the analogue and digital soundscapes of the instrumental. While in Infiltrationen 3.0 the string sounds are controlled electronically, in Piano Hero #1, for keyboard and live electronics, Prins transfers the idea of the romantic piano virtuoso into the technological 21st century. In ensuite for cello solo, on the other hand, the electronic means are acoustically “composed” into the piece, without actually using technology.


 The International Ensemble Modern Academy is supported by Kunststiftung NRW and GVL

Violin: Mishi Stern
 Viola: Robin Kirklar
Violoncello: Nathan Watts
Contrabass: Dominique Chabot
Synthesizer: Emmanuelle Fleurot, Martin Pérénom
FX Pedals: Ronan Whittern, Lutz Spira
Sound Direction: Stefan Prins, Maximiliano Estudies


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ODISSEIA


(DE)

Welche Geschichten erzählen wir und warum? Zu wem werden wir, wenn von uns erzählt wird? In einer Mischung aus interaktivem Experiment und Theaterstück lassen Leonardo Moreira und seine Kompanie Hiato die großen Motive und zeitlosen Zusammenhänge anklingen, die sich hinter dem Alltäglichen und Banalen, dem Modernen und vermeintlich Privaten unserer eigenen Lebenserfahrung verbergen. Mit zwei außergewöhnlichen Produktionen waren sie schon in Frankfurt zu Gast: im Mousonturm mit dem Marathon Ficções (Fiktionen) und zuvor im Frankfurt LAB mit O Jardim (Der Garten). Auch ihre neue Arbeit Odisseia basiert vor allem auf den Erlebnissen, Träumen und Zweifeln der sieben Schauspieler*innen, die sich auf ebenso wundersame wie selbstverständliche Weise den Figuren aus Homers Odyssee anverwandelt haben. Sie laden uns zu einem viereinhalbstündigen Fest ein, mit dem sie feiern, dass unsere Welt irgendwie eben immer noch mythisch ist. Und nach einem Wechselbad starker Gefühle – Trauer, Wut, Liebe – fragen wir uns am Ende selbst, welche Geister wohl um uns sind, welche Träume aus unserem Leben verschwunden sind, welche Schlachten wir geschlagen haben. Und wohin es uns unmöglich ist, zurückzukehren.


Regie, Text : Leonardo Moreira
Von und mit: Aline Filócomo, Aura Cunha, Fernanda Stefanski, Luciana Paes, Maria Amélia Farah, Paula Picarelli, Thiago Amaral
Dauer: 270 min (inkl. zwei Pausen). In Portugiesisch und Englisch, mit englischen und deutschen Übertiteln 
Eine Produktion von: Cia. Hiato.
In Koproduktion mit: Künstlerhaus Mousonturm, Fomento ao Teatro – Prefeitura Municipal de São Paulo, ProAC – Governo do Estado de São Paulo, Onassis Cultural Centre – Athens, Grand Theatre Groningen, Sesc São Paulo (in progress).
Gefördert von: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser


(EN)

What stories do we tell and why? Who do we become when someone is speaking about us? In a mixture of interactive experiment and play, Leonardo Moreira and his company Hiato delve into grand narratives and timeless contexts, concealed behind the daily and banal, the modern and ostensibly private of our life experiences. The company previously visited Frankfurt before with two extraordinary productions: at Mousonturm with the marathon Ficções (Fictions) and before that at the Frankfurt LAB with O Jardim (The Garden). Their new piece Odisseia is likewise above all based on the experiences, dreams and doubts of the seven performers, who have strangely, as well as quite naturally assimilated characters from Homer’s Odyssey. They invite us to a four-hour feast, in which they simply celebrate the continued mythical quality of our world. And after a roller coaster of strong emotions – grief, anger, love – in the end, we ask ourselves: what ghosts are still lingering here with us? Which dreams have disappeared from our lives? Which battles we have fought? And where can we never return to?


Director, Text: Leonardo Moreira
By and with: Aline Filócomo, Aura Cunha, Fernanda Stefanski, Luciana Paes, Maria Amélia Farah, Paula Picarelli, Thiago Amaral
Duration: 270 min (including two breaks). In Portugiesisch und Englisch, mit englischen und deutschen Übertiteln / Portuguese and English, with English and German surtitles
A Production by: Cia. Hiato.
Co-produced by: Künstlerhaus Mousonturm, Fomento ao Teatro – Prefeitura Municipal de São Paulo, ProAC – Governo do Estado de São Paulo, Onassis Cultural Centre – Athens, Grand Theatre Groningen, Sesc São Paulo (in progress).
Supported by: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser


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INSTANT ZEN:
LIVE ELECTRO & HOUSE


(DE)

Als DJs des DIY-Kollektivs Safe and Sound bespielen Jan Caspari und Patrick Wormsbächer seit 2014 verschiedenste Veranstaltungen in der Stadt. Ihr Verständnis von House und Techno fassen sie in ihrem Live-Projekt Instant Zen zusammen. Organische Percussions, Fieldrecordings und Sythesizer ergeben dabei ein Dickicht, das zwitschert, zischt, kreischt und raschelt. 


(EN)

Als DJs des DIY-Kollektivs Safe and Sound bespielen Jan Caspari und Patrick Wormsbächer seit 2014 verschiedenste Veranstaltungen in der Stadt. Ihr Verständnis von House und Techno fassen sie in ihrem Live-Projekt Instant Zen zusammen. Organische Percussions, Fieldrecordings und Sythesizer ergeben dabei ein Dickicht, das zwitschert, zischt, kreischt und raschelt. 



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AVE MARIA


(DE)

der grosse tyrann ist ein feministisches Performance-Kollektiv von Liliane Koch und Maude Hélène Vuilleumier, das sich humorvoll mit weiblicher Selbstinszenierung auseinandersetzt. In AVE MARIA begibt sich der grosse tyrann auf die Suche nach dem heiligsten der weiblichen (Vor-)Bilder, der meist porträtierten Frau der Welt: Maria. Dabei untersuchen die Künstler*innen eigene Verhaltensmuster. Gegrüßet seist Du, Maria, voll der Gnade, Du bist gebenedeit unter den Frauen. Du bist in mich westlich-abendländisch-christlich geprägte Frau eingeschrieben. Du bist das Vorbild, das ich nie haben wollte, die Mutter, nach der ich nicht gefragt habe. Von Dir habe ich meine endlose Empathie, mein Duldungsvermögen und das betörende Lächeln mit schräg gelegtem Kopf. Aber hast Du je gelacht, also herzhaft? Und was finden wir, wenn wir Dir unter den königsblauen Rock lugen? Heilige Maria, bitte für uns Sünderinnen, die wir es genießen zu sündigen. Jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.


Künstlerische Leitung : Liliane Koch, Maude Hélène Vuilleumier
Von und mit : Katja Brunner, Marlena Kellogg, Liliane Koch, Sophia Scherer, Maude Hélène Vuilleumier
Musik: Bruno Tambascio Waine
Mitarbeit, Outside Eye / Participation, Outside Eye: Magda Drozd, Benedikt Grubel, Timo Krstin
Licht, Ton : Frithjof Gawenda
Lichtkonzept: Robert Zeigerman
Gefördert von: Hessische Theaterakademie, Gerda- Weiler-Stiftung, Kulturamt Gießen, Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, Waggonhalle Marburg


(EN)

der grosse tyrann (the great tyrant) is a feminist performance collective made up of Liliane Koch and Maude Hélène Vuilleumier that deals with feminine self-staging and self-presentation in a humorous way. In AVE MARIA, der grosse tyrann goes out in search for the most holy of feminine idols, the most portrayed woman in the world: Maria. They begin to investigate their own behavioural patterns. Hail Mary, full of grace, blessed are you among women. You are written into me, a Western-Christian influenced woman. You are the idol that I never wanted, the mother, that I never asked for. You gave me my endless empathy, my acquiescence and the beguiling smile with my head tilted at an angle. But have you ever laughed properly? And what will we find, when we look under your royal blue skirt? Holy Mary, pray for us sinners who love to sin. Now and in the hour of our death. Amen.


Artistic Direction: Liliane Koch, Maude Hélène Vuilleumier
By and with: Katja Brunner, Marlena Kellogg, Liliane Koch, Sophia Scherer, Maude Hélène Vuilleumier
Music: Bruno Tambascio Waine
Participation, Outside Eye: Magda Drozd, Benedikt Grubel, Timo Krstin
Lightning, Sound: Frithjof Gawenda
Light design: Robert Zeigerman
Supported by: Hessische Theaterakademie, Gerda-Weiler-Stiftung, Kulturamt Gießen, Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, Waggonhalle Marburg


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LINE UP


(DE)

22 Holzstühle, 4 Performer*innen. Sie kämpfen um Struktur und Architektur im Raum. Sie schieben, setzen, stapeln, stecken, verwerfen und – Pause, aber nur solange, bis ein ungewolltes Zucken die nächste sich kettenartig verlierende Bewegungsreihe erzeugt.


Konzept, Regie: Merle Böhnhardt
Performance : Juan Urbina (MA CoDE), Sabah Qalo, Vanessa Bärtsch (Schauspiel )


(EN)

22 wooden chairs, 4 performers. They fight about structure and architecture in the space. They push, sit, stack, plant themselves somewhere and – pause, but only until an unwanted twitching creates the next chainlike movement sequence.


Concept, Direction: Merle Böhnhardt
Performance: Juan Urbina (MA CoDE), Sabah Qalo, Vanessa Bärtsch (Schauspiel )


ALTER EGO


(DE)

„Ein wahrer Freund ist gleichsam ein zweites Selbst.“ Doch was ist, wenn sich das zweite Selbst langsam entkoppelt und seine Individualität entdeckt, den Vorgaben nicht mehr genügen will und anfängt zu rebellieren? Das Ego beginnt, nicht mehr seinem Vorbild zu entsprechen und wird zu einem Anderen. Und weil Ego und Ego doch irgendwie verbunden sind, entsteht ein Disput über Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Abhängigkeiten und Bestärkungen, Miteinander und Gegeneinander, Reibung und Harmonie – und dann? Der Klang der E-Gitarre kann nicht unmittelbar zu den Lautsprechern durchdringen, dazwischen steht eine Live-Elektronik, die ihn manipuliert oder gar ganz zurückhält. Der Gitarrist hat keinen Einfluss auf die Manipulation des Klanges, er muss versuchen mit der Fremdeinwirkung zurechtzukommen. Auf der anderen Seite steht der Klangmanipulator, der wiederum abhängig davon ist, was der Gitarrist spielt. Er hat das Potential, dem Klang der Gitarre neue Dimensionen hinzuzufügen, wenn beide aufeinander reagieren. Dieses ambivalente Verhältnis führt zu einem instabilen, unberechenbaren Aufeinandertreffen beider Protagonisten.


E-Gitarre : Juan David Perez
Keyboard: Vincent Michalke
Regie: Jonas Weber


(EN)

“A true friend is so to speak a second self”. But what if the second self slowly decouples itself and discovers their individuality, doesn’t want to satisfy the conditions anymore and begins to rebel? The Ego doesn’t correlate with their idol anymore and becomes the Other. And because Ego and Ego are still somehow connected, a dispute arises over similarities and differences, dependencies and mutual encouragement, with each other and against each other, friction and harmony – and then? The sound of an electric guitar can’t pass through the speakers directly, in between is a live-electronic system that manipulates it or even holds it back completely. The guitarist has no influence over the manipulation of the sound, he has to try to deal with the external influence. On the other side is the sound manipulator who is dependent on what the guitarist plays. He has the potential to add new dimensions to the guitarist’s sound, if both react to each other. This ambivalent relationship leads to an unstable, unpredictable encounter between both protagonists.


Electric guitar: Juan David Perez
Keyboard: Vincent Michalke
Direction: Jonas Weber


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Atmosphären


(DE)

Zum Festivalabschluss widmen sich das Hochschulorchester der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und das Ensemble Modern in ihrer ersten Kooperation dem Werk Atmosphères von György Ligeti, dessen dichtes rhythmisches, klangliches und eben „atmosphärisch“ anmutendes Gewebe an elektronische Musik erinnert. Im Programmheft zur Uraufführung im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 1961 schreibt Ligeti selbst: „In dieser musikalischen Form gibt es keine Ereignisse, sondern nur Zustände; keine Konturen und Gestalten, sondern nur den unbevölkerten, imaginären musikalischen Raum; und die Klangfarben, die eigentlichen Träger der Form, werden – von den musikalischen Gestalten gelöst – zu Eigenwerten.“ Das Hochschulorchester präsentiert außerdem Béla Bartóks Konzert für Orchester, das höchste Virtuosität in jeder Instrumentengruppe mit dem Erklingen volkstümlicher Elemente kombiniert. Das Ensemble Modern stellt zudem die Study No. 7 von Conlon Nancarrow vor, der fast ausschließlich für das mechanische Selbstspielklavier Player Piano komponierte, das ihm ermöglichte, äußerst komplexe Partituren ohne Rücksicht auf menschliche Spieler*innen zu verfassen. Der Study No. 7 liegen zwei verschiedene Tempi zu Grunde, Geschwindigkeit und Dichte nehmen ständig zu. Die Bearbeitung für Kammerorchester und für das Ensemble Modern stammt von Yvar Mikhashoff.


Mit: Hochschulorchester der HfMDK, Ensemble Modern
Dirigenten: Vassilis Christopoulos, Musashi Baba
Gefördert durch: Freunde des Ensemble Modern e.V.


(EN)

For the end of the festival and in their first collaboration, the university orchestra of the HfMDK Frankfurt and the Ensemble Modern will dedicate themselves to Atmosphères by György Ligeti, whose dense rhythmical, melodious and “atmospheric” work reminds one of elec- tronic music. In the programme for the premiere in the context of the Donaueschinger music days 1961 Ligeti wrote himself: “In this musical form there are no events, only states of mind; no contours and figures, only the unpopulated, imaginary musical space; and the tone colours, the actual bearers of the form, will – released from the musical figures – gain their own value.” The university orchestra will also present Béla Bartóks Concert for Orchestra, which combines high virtuosity in each instrument group with the sound of folkloric elements. The Ensemble Modern will introduce the Study No. 7 by Conlon Nancarrow, who composed almost exclusively for the mechanical self-playing piano Player Piano, that made it possible for him to write highly complex scores without concessions to human players’ capabilities. The Study No. 7 has two tempi at its core, speed and density constantly increase. The arrangement for the chamber orchestra and for the Ensemble Modern comes from Yvar Mikhashoff.


With: Hochschulorchester der HfMDK, Ensemble Modern
Conductors: Vassilis Christopoulos, Musashi Baba
Supported by: Freunde des Ensemble Modern e.V.